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#1
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| Hallo! Ich versuche gerade meinen Lebenslauf zu schreiben und es kommt mir vor wie eine unlösbare Aufgabe! Ich bin jetzt 24 Jahre alt und habe große Lücken im Lebenslauf. Oft habe ich auch etwas angefangen, aber nach ein paar Wochen abgebrochen, deshalb brauche ich diese Tätigkeiten gar nicht erwähnen. Mir ist klar, dass Lügen nicht der richtige Weg ist (und bei mir wahrscheinlich auch unglaubwürdig), aber wenn ich die Wahrheit sage, bin ich gleich untendurch! ![]() Wenn es nur eine große Lücke wäre, würde ich einfach "ausbildungssuchend" schreiben, aber bei mir handelt es sich um mehrere lange Lücken. (insgesamt 6 Jahre) Ich weiß wirklich nicht, wie ich das formulieren soll! |
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#2
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| Ich kann Dir leider nicht helfen, wenn Du hier nur oberflächlich das Thema anschneidest. Damit man sich ein besseres Bild machen kann, bitte ich Dich den Lebenslauf komplett (mit allen Lücken und zwischenzeitlichen Tätigkeiten, sofern da welche waren), so wie er ist hier einzustellen. Natürlich anonym. Als was möchtest Du Dich bewerben?
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
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#3
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| wenn man sich nicht gerade bei einer Stelle im Ministerium bewirbt sondern eher bei einem durchschnittlichen Arbeitgeber, dann kann man für sog. Lücken schon mal reinschreiben: 2003 bis 2005 verschiedene kurzfristige Arbeiten im Aushilfsbereich. Kein AG wird da unbedingt nachhaken. als was wilsste dich bewerben ?? wir brauchen ne neue attraktivere Kanzlerin ![]() Gruss wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#4
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| Zitat:
Zitat:
Anmerkung: die rot markierten Schulen sind die, die ich gar nicht mitreinschreiben werde, da es sowieso negativ aussieht, wenn ich so schnell abgebrochen habe und auch kein Zeugnis besitze. Lebenslauf Persönliche Daten Name: Meike Musterfrau Anschrift: Musterstraße PLZ Musterstadt Telefon: xxxx/xxxxxxxx Geburtsdatum/-ort: 26.02.1984, Musterstadt Familienstand: ledig Schulbildung 1990 – 1994 Grundschule in Musterstadt 1994 – 2000 Gymnasium in Musterstadt 2001 – 2002 Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege in Musterstadt (09/2003 - 11/2003) Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege, Musterstadt 2005 – 2007 Abendrealschule der VHS Musterstadt (09/2008 - 10/2008 Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin in Musterstadt) Praktika: Mai 2002 14tägiges Praktikum in der Tierarztpraxis Fr. Dr. Musterfrau in Musterstadt Lieblingsfächer: Biologie, Chemie, Englisch Besondere Kenntnisse: PC-Kenntnisse in Windows Tabellenkalkulation mit EXCEL Textverarbeitung mit WORD 10-Finger-System Hobbys: Schwimmen, Zeichnen, meine Tiere Berufswunsch: medizinisch-technische Assistentin Musterstadt, 6. November 2008 Anlagen Na ja, und was ich bei den Hobbys hinschreiben soll, weiß ich auch nicht so richtig. Ich kann halt keine tollen Hobbys wie "ehrenamtliche Arbeit da&da" anbieten und Schwimmen etc. kommt irgendwie nicht so dolle, finde ich... Also bis jetzt sind es 5 Jahre Lücke, da die Ausbildung aber erst im September anfängt werden es dann 6 Jahre sein (wenn ich in der Zwischenzeit nichts finde). Und da ihr mich jetzt wahrscheinlich sowieso fragen werdet wieso ich die Lücken habe, werde ich sie kurz erläutern (aber bitte keine Anfeindungen - ich hab dazu schon genug zu hören bekommen!) Das Gymnasium habe ich 2000 abgebrochen wegen psychischer Krankheit. Ich war dann auch längere Zeit in der Psychiatrie. Die Berufsfachschule hab ich abgebrochen, weil ich wieder in der Psychiatrie war. Danach war ich obdachlos und heroinabhängig. Danach Entzug und seitdem drogenfrei. 2005 war ich schwanger, aber ich hab mein Kind im 6. Monat verloren, daher kann ich auch nichts von wegen Erziehungspause schreiben. Danach ging's mir gar nicht gut. Ich hab zwar die Abendrealschule angefangen um meinen Realschulabschluss nachzuholen, doch ich denke, dass ich in der Zeit lieber eine Therapie hätte machen sollen, da es wieder viele Rückschläge gab. Trotzdem: die Abendrealschule hab ich mit 1,2 abgeschlossen. Immerhin ein gutes Zeugnis. 2007 hab ich meine Ausbildung angefangen, aber weil es mir psychisch sehr schlecht ging, wieder abgebrochen. Seitdem suche ich nach einer neuen Ausbildungsstelle, aber ich bekomme keine, was mich bei meinem Lebenslauf nicht wirklich wundert! Meine Fallmanagerin meint zwar, dass ich es als "Phasen der Neuorientierung" umschreiben soll, doch ich finde, das hört sich auch **** an, vor allem, wenn sich jemand ständig neu orientieren muss! Mir ist klar, dass es dem Arbeitgeber suspekt erscheint, wenn jemand mit einem sehr guten Abschluss trotzdem Lücken hat und damals sogar mit einem sehr guten Zeugnis das Gymnasium abgebrochen hat und dann einfach nichts passiert. Die müssen ja denken, ich war im Knast oder ähnliches! Und wenn ich die Wahrheit erzähle denken sie, dass ich psychisch nicht belastbar bin. Ich bin mittlerweile immer noch dabei, eine ambulante Therapie zu machen und mir geht es schon viel besser, aber woher wollen die denn wissen, dass ich dann nicht wieder krank werde? Sorry, dass das jetzt so lange geworden ist, aber ich bin wirklich ratlos! Danke für eure Antworten! |
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#5
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| dass hier eine kleine Drogenkarriere dazwischenliegt. Das soll dir auch nicht zum Nachteil gereichen und ich würde das Thema dieser speziellen Krankheit absolut verschweigen. Den Gebrauch einer "Notlüge" ( diese gibt es nur bei den Zeugen Jehovas nicht ) würde ich hier als angebracht sehen. Bedenklich wäre dann nur noch das Verlangen deines AG zur Vorlage eines Gesundheitszeugnisses. Die Chance eine Stelle zu erhalten wenn was von Drogen die Rede ist halte ich für gleich Null. Aber ja nicht die Flinte ins Korn nun werfen - für die Art der Umschreibung dieser Zeiten können wir uns noch was einfallen lassen. Beste Grüsse - und arbeite an dir clean zu bleiben wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#6
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| Ja, das Gesundheitszeugnis könnte ein Problem werden! Polizeiliches Führungszeugnis ist zum Glück kein Problem, da ich nicht vorbestraft bin!Wenn ich zu so einer Untersuchung zum Amtsarzt muss, beurteilt der mich dann nur nach dem momentanen Eindruck und körperlichen Zustand, den er von mir hat (Anmerkung: hab kein HIV oder Hepatitis C!) oder besorgt der sich dann auch Informationen, ob in der Vergangenheit irgendwas war? Dann kann ich es nämlich echt vergessen! Und noch ein Problem was mir gerade einfällt, weil du das Thema Gesundheit angesprochen hast (mir selbst fällt es schon längst nicht mehr auf, da ich schon eine Ewigkeit damit lebe und mich daran gewöhnt habe): ich habe mich damals viele Jahre selbst verletzt und meine Arme sind übersät mit Narben. Manche sieht man von weitem, manche nur, wenn man genau hinschaut. Allein das wird dann doch zum Problem, oder? Selbst wenn ich die Ausbildungsstelle bekomme und im Dienst kurzärmelig tragen muss, dann fällt es doch auf! Dann weiß mein Chef ja eigentlich auch, dass ich psychische Probleme hatte... Ich glaube, ich sollte mir meine Berufswünsche wohl eher aus dem Kopf schlagen, und vielleicht eher im handwerklichen Bereich suchen. Ich persönlich glaube, dass ich da noch eher Chancen hätte, oder was denkt ihr? Liebe Grüße |
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#7
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| sehen sich in erster Linie die Arme an. Wenn da sichtbare Narben sind kommt unausweichlich die Frage nach Drogenkonsum. Aber es ist ja nicht notwendig, dass du zu einem Amtsarzt musst - oder hast du da schon was schriftliches ? Mir ist das mit dem Gesundheitszeugnis nur eingefallen, weil meine Tochter kürzlich eine Stelle als Med.tech. Laborantin angetreten hat und da wurde ein Gesundheitszeugnis verlangt. Jedoch nicht von ihrem Arbeitgeber, sondern von ihrer ausbildenden Berufsfachschule. Die verlangen das in der Regel, weil sie dann so ne Art Diplom zum führen des Namens MTLA ausstellen. Der Arbeitgeber darf aus meiner sicht gar nicht nach gesundheitlichen Handicaps fragen. Das wäre datenschutzrechtlich nicht in Ordnung. Die Gesundheitsprüfung hat bei ihr übrigens kein Amtsarzt sondern ein ganz normaler Allgemeinarzt gemacht. Hier könnte man ja mit etwas Schminke nachhelfen. Da du nach deinem Berufswunsch zu urteilen ja Zugang zu gewissen Ersatzdrogen haben könntest: Polamidon Dicodit etc. kann es für dich verführerisch sein - deshalb musst du das als allerletzte Chance sehen dein Leben zukünftig völlig frei von diesen körperlich sehr schädlichen Mitteln zu gestalten. Du bist ja noch sehr jung und solltest entschlossen handeln. Gruss wellen
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#8
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| bitte weiter auf dem Laufenden wie du nun weiterhin vorgehst. Die Lücken sind schon etwas gross um sie sinnvoll zu umschreiben. Es kommt natürlich auch auf deinen zukünftigen Arbeitgeber an wie er das betrachtet. Wäre denn in deiner Wohnortnähe eine Stelle die du im Auge hast ? Es gibt ja auch tatsächlich auch sehr verständnisvolle Arztpraxen die trotz Wissen um einige Ungereimtheiten tolerant sind. Und was könntest du dir im handwerklichen Bereich so vorstellen ? Gruss wellen
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#9
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| In den Zeiten wo du ohne Arbeit warst, kann man auch diese füllen indem man gemeinnützige oder ehrenamtliche Tätigkeiten aufführt. Sollte aber nichts erfundenes sein, sondern mit einer Urkunde oder ähnlichem belegt werden. Das zeigt manchmal, dass man bestrebt war eine Beschäftigung zu haben. cowboy70 |
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