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| • Gewusst wie! – Kritik gegenüber dem Chef erfolgreich äußern |
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#1
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| Hi, folgender Sachverhalt: nach meinem Studium war es notwendig, dass ich etwas über ein Jahr aus familiären Gründen vor Ort bleiben musste und somit nicht arbeiten (inbesondere nicht im Consultantbereich mit Deutschlandmobilität etc) konnte. Als ich dann angefangen habe mich regulär zu bewerben habe ich dieser Tatsache zunächst keinerlei Bedeutung beigemessen, habe im Lebenslauf keine Angabe gemacht wodurch wohl eine "sogenannte" Lücke entstanden ist. Ich hatte ein paar Bewerbungen geschrieben, wurde auch ein paar Mal eingeladen allerdings kein konkretes Angebot. Soweit so normal. Nachdem einige Unternehmen nach Eingang der Bewerbung rückfragten was ich in besagtem Zeitraum gemacht hätte bin ich dazu übergegangen, diesen mit einer Floskel wie "privat gebunden" im Lebenslauf zu kennzeichnen, denn die genauen Hintergründe dieser Sache sind privat. Trotzdem war jetzt nach einigen weiteren Bewerbungen immer noch kein brauchbares Resultat zu erreichen. Selbst bei Bewerbungen die wirklich perfekt in mein Profil gepasst haben bezüglich spezieller IT-Kenntnisse kam keine positive Resonanz. Rein formal gibt es sonst eigentlich nichts das gegen mich spricht, Details spare ich mir jetzt mal (gute Noten, mehrjährige fachnahe Nebentätigkeit usw). Auch die Unterlagen selbst mit Anschreiben etc, sind tadellos. Die Frage ist jetzt: liegt es wirklich an dieser "vermeintlichen" Lücke oder steckt mehr/etwas anderes dahinter ? Zufall ? Aktuelle Wirtschaftslage ? Eine Kombination von allem ? Mein bisheriges Selbstverständnis war eigentlich so, dass ich locker einen Job finde weil, ich einfach gut bin. Offensichtlich habe ich diese "Aufgabe" etwas unterschätzt.Welche Option würdet ihr im Lebenslauf verwenden ? Je nach Option, wie sollte ich Rückfragen im Bewerbungsgespräch am besten begegnen ? Es ist nicht so dass ich jetzt Unmengen von Bewerbungen geschrieben hätte (14), aber langsam bin ich schon etwas...verwirrt. Gruß Accu |
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#2
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| Seit wann bist du mit dem Studium fertig, und konntest du seitdem schon Berufserfahrung sammeln?
__________________ Viele Grüße, FreiBir Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben. Georg Christoph Lichtenberg |
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#3
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| Hi, Studienende war Oktober 2007, dann war oben besagtes Jahr. Im Oktober 2008 habe ich dann aktiv mit Bewerbungen begonnen. Wie geschrieben war ich in diesem Zeitraum nicht arbeiten. |
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#4
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| Erst einmal würde ich das nicht auf die Lücke schieben. Bei 14 Bewerbungen in 6 Monaten, scheinst du auch nicht gerade einen Studiengang absolviert zu haben, wo derzeit Händeringend gesucht wird. ![]() Was noch dazu kommt, ist sicherlich dass die meisten Akademiker-Jobs über den Anschluss an ein Praktikum vergeben werden. Es sei denn du kannst Berufserfahrung nachweisen, dann kommt man auch direkt in die Firmen. Leider musste ich in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen, dass man ohne Berufserfahrung, Vitamin B oder Praktika kaum noch an solche Jobs kommt. Kann dir nur empfehlen, deine Bewerbungen weitläufiger (nicht nur regional) zu versenden. Und dich auch offen in Bezug auf ein mögliches Praktikum, der Berufserfahrung wegen, zu geben. Eine weitere Empfehlung, veröffentliche hier mal eine deiner Bewerbungen (natürlich anonymisiert), damit Fachleute wie z.B. Ratgeberin, mal einen Blick darauf werfen können, und dir eventuell Verbesserungsvorschläge unterbreiten können. Ansonsten weiterhin viel Erfolg, bei der Suche nach deinem Traumjob!
__________________ Viele Grüße, FreiBir Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben. Georg Christoph Lichtenberg |
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#5
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| Hallo, wie gesagt meine Unterlagen sind in Ordnung. Es geht lediglich um Anfangs genannte Fragen ("Welche Option würdet ihr im Lebenslauf verwenden ? Je nach Option, wie sollte ich Rückfragen im Bewerbungsgespräch am besten begegnen ?"). Gruß Accu |
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#6
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| Da würde ich sagen, ehrlich währt am Längsten, und kommt am Besten rüber. Familläre Gründe können ja alles sein, nur du weisst was du da preisgeben willst, oder nicht. Wenn du im Erziehungsurlaub warst, schreib es! Wenn du einen Angehörigen gepflegt hast, schreib es. Jemand der nur drum herum druckst macht zumindest keinen besonders ehrlichen Eindruck. Und da Personaler, wie alle anderen Leute die personenbezogene Daten verarbeiten dem BDSG unterliegen, musst du dir auch keine Gedanken um deine Aussagen machen. Du kannst also ruhigen Gewissens schreiben, was da in dem Jahr los war!
__________________ Viele Grüße, FreiBir Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben. Georg Christoph Lichtenberg |
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#7
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| Wenn es denn an der Lücke liegen würde, warum hätte man Dich dann eingeladen? Wie eine Lücke zustande kam oder warum es wie in Deinem Fall notwendig war, eine Pause einzuschieben, gehört auch nicht in den Lebenslauf. Es war also ganz richtig das Du die Lücke unkommentiert stehen gelassen hast. Was ich denke, warum es dann doch gescheitert ist, kann zum einen an der fehlenden Berufspraxis liegen (was ein ganz entscheidender Punkt ist) und auch daran, was Du antwortest/wie Du reagierst, wenn die Auszeit im Gespräch hinterfragt /angesprochen wird. Wenn Du eine Antwort darauf geben kannst, die nicht den Anschein erweckt, dass Du einfach mal ne Auszeit brauchtest, kann ein Arbeitgeber damit auch leben. Der Grund muss schon nachvollziehbar sein, auch wenn man nicht aus dem Nähkästchen plaudern möchte. Wir sind hier anonym, deshalb schreibe doch einfach mal was Du in diesem einen Jahr gemacht hast.
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. Geändert von Ratgeberin (17.03.2009 um 13:36 Uhr) |
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Accumulator (17.03.2009) | ||
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#8
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| Hallo,Pflege meiner schwerkranken Mutter und anschließend brauchte ich selbst Urlaub...es ist für mich völlig inakzeptabel dies in einen Lebenslauf zu schreiben (auch wenn es offensichtlich zum Leben gehört) und darüber in einem Vorstellungsgespräch mit wildfremden Leuten "Rapport" zu halten. Dafür habe ich echt zuviel erlebt. |
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#9
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| Gerade bei Pflege, finde ich das erwähnen im LL nicht ganz unwichtig, da sonst alles mögliche dort hinein interpretiert werden kann. Meine Freundin 8 Jahre lang ihren Sohn gepflegt, bevor sie sich entschied Hilfe in Anspruch zu nehmen, und für sich selber wieder arbeiten zu gehen. Hätte sie im LL 8 Jahre Nixtun geschrieben, wäre sie jetzt wahrscheinlich wirklich am 'Nixtun'. So hat ihr neuer Chef, diese Leistung voll anerkannt, und sieht in ihr eine fleißige Frau, die sie sicherlich auch ist, sie hat das ganze in ihrem LL aufgeführt damit sie keine so große Lücke hat. Warum also nicht mit aufnehmen, für die Pflege erhält man Pflegegeld, und es ist mit Sicherheit ein sehr anstrengender Full-time-job. @akku wenn du es auch nicht im LL schreiben magst, so würde ich zumindest im Vorstellungsgespräch ehrlich sagen, dass du Angehörige gepflegt hast, das ist besser als wegen keiner Aussage nicht in die Endauswahl zu kommen.
__________________ Viele Grüße, FreiBir Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben. Georg Christoph Lichtenberg |
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Accumulator (17.03.2009) | ||
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#10
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| Hallo, da hast du natürlich völlig Recht mit der Einschätzung über die "Endauswahl", darüber muss ich nochmal gut nachdenken. Das kostet trotzdem massiv Überwindung, selbst wenn es von extern als "beachtenswert" oder was auch immer interpretiert wird. Vorab schonmal danke, ich werde bei Gelegenheit berichten was sich ergeben hat. |
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