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#1
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| Hallo zusammen, habe mich gerade hier angemeldet, weil ich echt verzweifelt bin und hoffe hier vielleicht etwas Hilfe zu finden/zu bekommen. Wird eine etwas länger Geschichte, aber ich hoffe der ein oder andere kann sich ein bisschen Zeit nehmen, um sie zu lesen und mir evtl zu helfen. Ich bin 23 Jahre alt und arbeite seit etwas mehr als einem Jahr als Quereinsteiger ohne Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege. Hatte zuerst auf Teilzeit angefangen (hatte damals nichts anderes gefunden aber dringend gesucht) und dann Anfang März 2011 die Arbeitsstelle auf Vollzeit in ein anderes Heim gewechselt. Ich liebe meinen Beruf und er (hat) mir immer viel Spaß gemacht, bin gerne hingegangen, war nie krank oder sonstiges. Anfangs waren sie in meinem jetzigen Heim auch wirklich total begeistert von mir, hielten mich für eine der Besten nur mittlerweile hat sich das sehr stark geändert. Zuerst fing es nach einigen Wochen an, dass sie immer wieder wegen Kleinigkeiten gemeckert haben. Hatte mir dabei nichts gedacht, es mir aber natürlich zu Herzen genommen und mich immer sehr darum bemüht, die Fehler auszubügeln bzw nicht mehr vorkommen zu lassen. Einmal hörte ich dann mal zufällig bei einem Gespräch zwischen zwei Fachkräften mit, die unterhielten sich darüber, dass es ja wohl nicht sein kann, dass die Pflegedienstleitung mich als ungelernte alles machen lässt (PDL hat mir sehr viele Aufgaben anvertraut, weil sie ja wie gesagt sehr zufrieden mit mir waren), die waren richtig sauer auf mich (vielleicht bisschen Neid?!). Habe dann versucht das einfach zu "überhören" und mir nicht weiter Gedanken drum gemacht. Dann wurde ich vor ca. 5 Wochen krank, lag mit Magen-Darm-Virus für 7 Tage daheim und konnte nicht zur Arbeit. Mussten natürlich Kollegen meinen Dienst besetzen. Und ich bin der Meinung dann hats richtig angefangen. Auf einmal wurde in jedem Eck nach irgendwelchen Kleinigkeiten gesucht, die ich falsch oder nicht gemacht habe und dann wurde ich während den dienstübergaben vor versammelter Mannschaft so richtig zusammengeschissen, dass mir manchmal schon die Tränen in den Augen standen. Zuerst habe ich noch versucht, dann erst Recht an alles zu denken, hab mir richtig Stress gemacht, keine Raucherpausen mehr usw. wollte einfach nicht, dass sie unzufrieden mit mir sind. Aber nichts war mehr ok. Einmal hab ich dann wieder hier einen Becher stehen lassen, dann dort angeblich ein Kissen nicht bezogen usw. Also echt nur Kleinigkeiten. Und irgendwann haben sie dann auch angefangen mir indirekt Sachen in die Schuhe zu schieben die ich gar nicht war. Und jetz "am Ende" habe ich bemerkt, dass mir bei der Dienstübergabe immer mal wieder Sachen nicht mitgeteilt wurden, die ich hätte wissen müssen und hinterher behauptet worden ist, das wurde mir aber gesagt und ich hätte das wissen müssen (man muss dazu sagen, ich schreib mir bei jeder Übergabe wirklich so gut wie ALLES auf was mir gesagt wird, damit ich ja nichts vergess) und ich dann dastehen musste und mich vor Angehörigen oder anderen Fachkräften verteidigen musste. Ich weiß nicht ob nur ich den Eindruck habe, aber mir kommt es irgendwie mittlerweile doch schon fast etwas so vor, als würden sie irgendwie versuchen mich raus"mobben" zu wollen, aber halt eben nicht so offensichtlich, sondern einfach so mit "psychischem Druck". Was denkt ihr denn? Ich bin dann mittlerweile schon soweit gewesen, dass eine kollegin, mit der ich mich wirklich sehr gut verstehe, zu mir kam und mich gefragt hatte ob ich denn für die nächste Schicht schon des Kaffee aufgesetzt habe, ich hatte das noch nicht, und dann deswegen so zu weinen angefangen habe, was normalerweise gar nicht meine Art ist, aber ich so Panik davor hatte, wieder zusammenschissen zu werden. ![]() Jetz mittlerweile ist es einfach so, dass ich das nicht mehr aushalte. Ich bin dem irgendwie nicht mehr gewachsen. Ich hab total Angst mittlerweile in die Arbeit zu gehen, wobei mir wie gesagt meine Arbeit so an sich sehr gut gefällt und sie mir natürlich (auch wegen dem Geld dass ich ja brauche) sehr wichtig ist. Die letzten drei Tage war ich krank, weil ichs einfach nicht mehr ausgehalten habe, aber morgen muss ich wieder in den Dienst und ich hab schon wieder rießen Panik davor, auch weil ich eben jetz krank war und Angst habe, dass deswegen auch wieder irgendwas kommt. Aber es ging einfach nicht. ich muss jetz noch dazu sagen, dass ich momentan vor habe in eine andere Stadt zu ziehen etwas weiter weg (das hat damit nichts zu tun, das wollte ich sowieso hat andere Gründe) und momentan sehr intensiv auf der Suche nach einer neuen Stelle in eben dieser Stadt bin. Jetz bin ich schon fast die ganze Zeit am überlegen ob ich nun einfach ganz fest drauf bauen soll, bald was neues zu finden und meinen jetzigen Job kündigen soll, dann würde ich auch ohne ALG aber auch nicht sehr lange über die Runden kommen, aber was ist, wenn es dann doch nicht so schnell klappt mit meinem neuen Job? Oder wenn mir mein jetziger Arbeitgeber keinen Auflösungsvertrag geben will, dann wäre ich trotz sofortiger Kündigung noch auf jeden Fall vier Wochen mit denen im Arbeitsverhältnis, aber des is einfach schon wieder so ne unzumutbare Zeitspanne für mich und ich bin mir sicher, dass MEIN Arzt mich für den Rest der Zeit auch nicht krankschreiben würde. Ich hoffe ich werde hier jetz nicht falsch verstanden, aber für MICH PERSÖNLICH sind das mittlerweile echt unzumutbare Zustände in der Arbeit, ich bin da einfach anfälliger und ich kann echt nicht mehr. Bin total verzweifelt. ![]() Vielleicht kann mir ja einer irgendeinen Tipp geben oder hat sowas auch schonmal erlebt?! |
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#2
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| Ich will das mal so sagen: in Ritter, der seine Burg nicht bewacht, muss damit rechnen, dass diese in Feindeshand fällt. Krank zu sein, kann sich ein Arbeitnehmer nicht mehr leisten, vor allem dann nicht, wenn er leicht auswechselbar ist. Eine kleine Fehlerquote ist nur natürlich, eine Null-Fehler-Quote ist nach menschichem ERmessen nicht möglich, es kommt eher darauf an, Fehler richtig zu bewerten und zu gewichten und damit angemessen umzugehen. Wegen noch nicht gemachtem Kaffee in Tränen auszubrechen, ist nun wirklich übertrieben ... Andere machen auch Fehler, die können damit wahrscheinlich aber besser umgehen und dann fällt das auch nicht so auf. Ich sehe das eigentlich eher so, dass du das Problem aller jungen Leute hast: du bist noch nicht schussfest genug und neigst vielleicht zu sehr zur Perfektion, das macht dich dann auch unsicher. Sei einfach ein wenig relaxter, du schuldest dem Arbeitgeber eine Arbeit mittlerer Güte, von olympiareifen Leistungen ist nicht die Rede. Bei deiner Zukunftsplanung solltest du beachten, dass du erst 23 bist, das heisst, dass du dich ab 23 nicht mehr in der elterlichen Familienkrankenversicherung versichern kannst und dass die Inanspruchnahme von ALG II für Personen unter 25 mit Komplikationen verbunden ist. Achte also bis 25 auf Stabilität hinsichtlich deiner sozialen Versorgung, ein Arbeitsplatz sollte also nicht leichtfertig aufgegeben werden, das gilt auch für einen in's Auge gefassten Umzug, den sollte man möglichst erst nach 25 vornehmen. Eigenkündigungen haben beim Arbeitslosengeld I / II immer Folgen in Form von Leistungssperren oder Sanktionen, Eigenkündigungen sollten also stets vermieden werden, es sei denn, man hat bereits einen schriftlichen Nachfolgearbeitsvertrag in der Tasche.
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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#3
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| Auch wenn der Thred jetzt schon nen Monat alt ist... Also ich kann die TE sehr gut verstehen. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber habe ich ähnliche Erfahrungen machen müssen und ich wünsch das keinem, das kann echt zur Hölle auf Erden werden und dann weint man auch mal wegen einem nicht gemachten Kaffe. Jemandem, der das noch nie erleben musste, dem steht es auch nicht zu zu sagen "stell dich nicht so an."! Das hat nichts damit zu tun das man zur Perfektion neigt, sondern das alle anderen die absolute Perfektion von einem verlangen und jedes mal ein rieeeesen Fass aufgemacht wird, wenn eine winzig kleine Kleinigkeit vergessen wurde. Und sei es nur der Kaffee. Was da hilft ist nur ein Arbeitsplatzwechsel. Ich habe damals meinem Hausarzt erzählt wie sehr mich das alles belastet und er hat mich dann einen Monat krank geschrieben, in der Zeit habe ich einen neuen Arbeitgeber gefunden und bin umgezogen. |
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