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#1
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| Guten Abend Ich habe folgendes Problem. Ich bin seit September diesen Jahres bei einer ortsansässigen Firma als Auszubildende als Industriekauffrau angestellt. Ich hab mich tierisch gefreut über diese Chance. Ich hab schon ein Studium hinter mir, aber nicht abgeschlossen, ich war als ungelernte Fachangestellte im Einzelhandel in einer Videothek, ich habe bei Burger King gearbeitet und war drei Monate als sehr sehr sehr kleine Bürohilfe bei einer Versicherung gearbeitet. Um es kurz zu machen, ich hab schon eine Menge durch. Und eben als man mir diese Chance gab, habe ich sofort angenommen. Anfangs lief alles wunderbar. Es schien mir nur, dass das Büro, wo ich arbeiten soll keine Vorbereitung hatte. Abgesehen von einem Schreibtisch und einem Stuhl. Mein PC kam erst drei Wochen später. Die ersten zwei Wochen verbrachte ich damit, Unterlagen der alten insolventen Firma, aus der diese entstanden ist, zu sortieren und einzulagern. Ich habe schnell gemerkt, dass es ein anderes arbeiten ist als das was ich kannte. Und ich fühlte mich wohl. Und ich war heilfroh, dass ich endlich auch einen PC bekommen habe. So ab Mitte Oktober merkte ich dann, dass die Sekretärin -ich nenne sie mal Frau B.- etwas gegen mich hatte. Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, manchmal hat man so was eben im Gefühl. Anfangs sollte ich einige geschäftliche Briefe verfassen. Anfangs fand ich es noch ganz „witzig“, dass Frau B. nach jedem Fehler mich die ganze Sache noch mal zu schreiben und auszudrucken. Oder ihr gefällt ein Wort nicht, oder ein Komma ist falsch. Mit anderen Worten, es kommt schon mal vor dass ich für einen 5 Zeiler 7Ausdrucke anfertigen musste. (Und wenn es nur die Formatierung war) Anfangs machte Sie das noch mit einem Lächeln und meinte immer freundlich zu mir, es tue ihr ja auch leid, sie macht das nicht, um mich zu ärgern. Wie dem auch sei, ich hab es nicht als tragisch angesehen, ich hab mir vom Endresultat immer eine Kopie gezogen mit Notizen, um diese Fehler beim nächsten Brief zu vermeiden. Mir viel nur auf, dass Sie extra laut sprach, wenn der Bürochef in seinem Büro saß. Aber in dieser Zeit kam mir der Gedanke, dass man mich ja feuern könnte, weil sie mich nicht mag. Sie und mein Bürochef (ich habe zwei Chefs) vestehen sie wie Mutter und Sohn und teilweise gehen die auch so miteinander um. Das einzigste was ich wirklich nicht mochte war, dass die beiden sich immer hinter mich gestellt haben und über mich redeten. Aber ich habe nie deswegen was gesagt. An bestimmte Sachen gewöhnt man sich. Einmal kam es dann zu einem Eklat. Ich habe die Aufgabe bekommen täglich den Energieverbrauch in eine Tabelle einzutragen. Anscheinend fand Sie dort Fehler. Ich wurde an ihrem Platz zitiert und sie machte sich rund, warum zu Beispiel bestimmte Daten nicht eingetragen waren. Da hab ich gemeint, weil vorher keine Daten zum eintragen waren. Hab ich ihr auch gezeigt. Das gefiel ihr gar nicht! So und dann kamen Fehler die sie mir in die Schuhe schieben wollte, da war ich noch nicht mal in der Firma angestellt. Ich hab mich natürlich gewehrt, habe es ihr erklärt. Sie schien es kapiert zu haben, ermahnte mich aber lautstark dass ich ja aufpassen soll, weil es ja auch einen Zahlendreher sein kann, die andere beim ablesen gemacht haben. Seit dem fiel es mir stärker auf, dass ich egal was ich mache alles falsch war. Ab und zu erklärte sie mir mal was, meist sehr lückenhaft und wenn ich dann einen Fehler gemacht habe, heißt es dass will sie mir jetzt nicht erklären, sie macht das allein! Eine Woche lang hatte Sie Urlaub, die Woche war echt cool. Ich habe mit meinem Kollegen Herr S. zusammen gearbeitet. Ich habe mehr gelernt in dieser Woche als bei Ihr in der ganzen Zeit. Aber das habe ich niemanden gesagt. Ich war erleichtert, das sich diese Frau zwei Wochen lang nicht sehen brauch. So ab Anfang November wurde es aber immer schlimmer. Seit dem führe ich auch eine Fehlerliste. Und da steht alles wofür sie mich angebrüllt hat. Zum Beispiel: Ich sollte für einen Programmierer Lieferscheintaschen aus dem Büro bringen. Da Frau B. beschäftigt war, suchte ich schnell allein im Archiv und fragte noch eine andere Kollegin aus einem anderen Büro. Auch meinen Kollegen Herr S. fragte ich mit den Worten: „Wissen Sie wo ich Lieferscheintaschen für Pakete finde?“ Niemand fand es, also musste ich zu Frau B. und die schrie mich an, was den Lieferscheintaschen sein sollen, und mich voll gemozt warum ich nicht wüsste wo die sind. Oder ich sollte anhand der Jackengröße T-Shirtgrößen schätzen, die man zu Weihnachten an die Mitarbeiter verschenken will. Und anscheinend war die Tabelle richtig. Nach einer Weile meckerte Sie auf einmal warum ich Mitarbeiter A die gleiche Größe gegeben habe wie Mitarbeiter B. Ich habe erklärt, dass beide die gleiche Jackengröße habe. Es war falsch, da ich beachten soll das graue und blaue Jacken unterschiedlich ausfallen könnten! Ich kann hier einiges aufzählen, nur sprengt dass die Geduld beim Leser. Zurzeit ist es die sogenannte Stuhlaffäre (ich hab es so getauft). Wenn ich in die Halle muss, und ich habe meinen Stuhl nicht ordentlich an den Tisch gestellt, ist mein Stuhl bei meiner Rückkehr in irgendeine Ecke im Büro. Sie hat ihn mit aller Gewalt dahin geschoben. Am Dienstag hatte ich eine Unterredung mit dem Bürochef, ich solle mich nicht immer rechtfertigen, es mögen einige nicht. Ob ich das nicht verstehe, was mir Frau B. erklärt und alles solche Sachen (wo ich mich im Nachhinein frage: ich habe ein Studium hinter mir, diverse Jobs die nur zum Miete zahlen dienten -Ausbeute-, ich habe ein Geschäft geleitet und nun soll ich zu dämlich sein eine Adressenliste zu erstellen???) Tja, das ist nun meine Situation sehr kurz dargestellt. Da schlimme ist, ich bin die kommende Woche mit ihr ganz allein. Ein neues Ding ist: morgens. Komme ich 5 Minuten zu spät, ist es besser, ich komme erst gar nicht. Warum ich nicht pünktlich da bin, es macht einen schlechten Eindruck auf die Mitarbeiter. Aber bin ich vor ihr da, und ich warte vor dem Büro auf sie, verrollt sie die Augen und sagt nicht mal Guten Morgen! Mir dreht sich der Magen um, ich habe schon am Freitag überlegt, die Woche krank zu machen, ich bin ehrlich. Ich hab so eine Angst davor, dass mir auch nur der kleinste Fehler unterläuft. Na ja, dann hat sie wenigsten wieder einen Grund sich bei anderen über mich zu beschweren, weil das ist ihre liebste Pausenbeschäftigung. Sie geht zu jedem (!) und meckert über mich. Ich sitze nicht mal mehr an dem Mittagstisch, ich verbringe meine Pausen, wenn ich welche mache, allein draußen oder vor meinem PC. ![]() So genug jetzt, ich wünsche noch einen schönen 1. Advent! |
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#2
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| In deinem Berufsleben wirst du noch oft auf Perfektionisten treffen, die immer alles besser wissen und je nach ihrer betrieblichen Stellung unangreifbar sind. Motto: ich weiss alles, kann alles, mache alles, und alle anderen sind do of. Das Schlimme dabei ist, dass die Chefs das hören wollen und voll darauf abfahren. Ein weiterer Nachteil ist, dass Chefs innerbetrieblichen Konfrontationen gerne aus dem Weg gehen und sich davor scheuen, ein Machtwort zu sprechen. Es gibt auch Mitarbeiter, die absichtlich die Ausbildung von Auszubildenden vereiteln und untergraben, die gehen dann davon aus, dass so keine unerwünschte Konkurrenz im Hause entsteht, die ihren eigenen Arbeitsplatz möglicherweise gefährden würde. So wie ich das hier sehe, ist eine Lösung des Problems für dich nicht möglich. Deshalb schlage ich vor, dass du dich auf deine Ausildung konzentrierst und dich nicht zu sehr als aktiv mitarbeitende Kollegin siehst, sondern ganz einfach als Auszubildende mit einem Ausbildungsvertrag. Das bedeutet: du studierst deinen Ausbildungsvertrag und die dort enthaltenen Pflichten und prüfst an Hand des Ausbildungsrahmenplanes, ob man dir alle dort aufgeführten Kenntnisse vermittelt. Lasse dich nicht auf irgendwelche psychischen Kleinkriege ein, eine spätere Übernahme ist vermutlich nicht möglich, das Unternehmen ist aus einer INsolvenz entstanden, die beschäftigen Azubis also wohl eher aus dem Grund, weil diese schlussendlich eine preiswerte Arbeitskraft darstellen.
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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#3
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| Es wird sich also nichts ändern. Ja, das habe ich auch schon mitbekommen! Ich hab jetzt 10 Tage mit dieser Frau allein in einem Büro sitzen müssen. Mittwoch war die Härte. Nach Tage langem so tun als ob ich ja die Fröhlichkeit und Freundlichkeit in Person wäre, immer schön genickt habe und mir auf die Zunge gebissen habe, kam ich nach Hause und hab erstmal angefangen zu heulen. Ich bin an dieser Stelle mal ehrlich: Ich komme mir vor als ob ich der undankbarste Mensch auf der Welt wäre, da gibt man mir eine Chance -und mit 29 kriegt man nicht mehr viele- und ich denke ans aufgeben! Ich bin so unsicher geworden, ich kann nicht mal mehr so recht unterscheiden: War das jetzt ein richtiger Fehler oder ein falscher Fehler?!? Und wenn mir selbst einer auffällt, fang ich innerlich so dermaßen an zu zittern. Ich nutze regelmäßig meine Pausen um Sachen zu recherchieren und/oder zu überprüfen. Weil Sie ist dermaßen dahinter her, mir Fehler anzuhängen. Aber dann gibt es auch wieder Sachen, die gut laufen. Letzte Woche Freitag, man muss dazu sagen, ich hab erst seit 2Wochen mein eigenes Telefon, gab Sie mir Tipps wie ich ruhiger/besser am Telefon werde. Fand ich gut! Habs mir auch zu Herzen genommen, und strenge mich an! Gut, das nächste war wieder abwertend gemeint, sie meinte zu mir, dann muss ich eben die Kreditoren und Debitoren auswendig lernen. (Ich hatte nach meinem ersten Telefonat in diesem Büro einen Firmennamen falsch notiert! Und da gab es mächtig ärger) Diese als abwertende Niedermachung hab ich dann doch als Tipp umgeformt. Man hat mir aber nicht gesagt, dass man sämtliche Telefone auf meins umgestellt hat, so war der Montag echt die Härte und voller Fehler :( Ich kann sovieles erzählen, was diese Woche vorgefallen ist, und was alles falsch war. Und wie schon gesagt, was war jetzt richtig Fehler oder nen Fehler weil ichs war. Diese Frage stelle ich mir jeden Tag wenn ich nach Hause gehe! Ich hab nie verlangt perfekt sein zu wollen, ich wollte gute Arbeit leisten, was lernen und vielleicht mit nem lächeln zur Arbeit gehen... Ich will arbeiten, ich mag den Job und die meisten Leute! Aber es ist nicht normal dass ich sobald ich nen Fehler bei mir entdecke, muss ich mich aus Angst übergeben und ich heule wenn ich zu Hause bin. Ich steh kurz davor zu kündigen. Oder mir einen anderen Betrieb zu suchen! Das witzige ist, ich fühle mich schlecht bei diesem Gedanken! |
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#4
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| Ich finde schon das das mobbing ist und ich würde kich einfach bei dem vorgsetzen beschweren dann aht sich das schon erledigt ^^ |
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