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#1
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| Liebe Leute, ich weiß echt nicht mehr weiter, und deshalb möchte ich euch um eure Meinung bitten. Folgendes: ich (30, weiblich) arbeite an einer Universität als Forschungsassistent. Ich bin ziemlich erfolgreich und - inoffiziell - die Nummer zwei neben dem Chef. Die meisten KollegInnen sind freiwillig hier, dh Leute mit einem Unidiplom in Technik oder Naturwissenschaft die sich entschlossen haben, wissenschaftlich arbeiten zu wollen. Das heisst, die meisten sind Idealisten, die Spass daran haben für einen sehr interessanten Job viel und schlecht bezahlt zu arbeiten. Und da gehöre ich auch dazu! Naja und was es heisst wenn Leute dazukommen die eine andere Attitüde zur Arbeit haben, das muss ich nun am eigenen Leib erfahren. Zuerst eine und nunmehr zwei Kolleginnen agieren seit ca. zwei Jahren sehr subversiv, dh. sie erledigen ihnen übertragene Aufgaben nicht, reden wirklich böses Zeug über alle anderen, die gerade nicht da sind, drücken sich vor (unangenehmen) Meetings und versuchen die ca. 10 Teammitglieder gegeneinander auszuspielen etc. . Der eigentliche Chef versucht sich da rauszuhalten und will die in meiner Sicht bei ihm liegende Verantwortung nicht wahrnehmen, obwohl ich ihn öfters darauf angesprochen habe. Da die Arbeit der zwei auch dem entsprechend mies ist, leiden die anderen Teammitglieder darunter, und so ist die allgemeine Laune seit langem nicht gerade die beste, trotz etlicher Vermittlungsversuche meinerseits. Es wird immer schlimmer, und richtet sich auch persönlich gegen mich: - die eine hat mit dem Chef was laufen (beide verheiratet), dh mein nächster Ansprechpartner ist befangen - ich wurde bewusst bei der Autorenschaft von wissenschaftlichem Material umgangen (das ist für uns das wichtigste!). - eine hat mich auch aktiv von einem Artikel als Autorin wieder entfernt, den sie eigentlich nur korrekturlesen sollte (da bin ich zum Glück noch draufgekommen) und hat allen anderen erzählt, ich hätte eh kein Recht auf überhaupt irgendeine Autorenschaft - ich were nicht gegrüßt - jedes Mal wenn ich den Raum (Cafeteria) betrete, verlassen die beiden demonstrativ den Raum Wenn darauf angesprochen, wird mir scheinheilig erzählt, "oh, das war doch ein Missverständnis / Zufall / unabsichtlich / habe Dich nicht gesehen" etc. Es ist wirklich schlimm. Diese Falschheit, dieses Hintenrum. Diese Lügerei! (gibts keinen "heulen" Smiley?). Ich habe trotzdem mit meinem Chef darüber gesprochen, aber der ist auch keine wirkliche Hilfe. Ich wache in der Nacht auf und kann nicht schlafen weil ich mich so ärgere, und so ohnmächtig fühle. Ich will auch nicht mehr in die Arbeit fahren, oder in die Cafeteria gehen. Ich würde mir gerne einen neue Job suchen, aber das ist in dem kleinen Bereich nicht leicht. Ausserdem: Flucht ist auch keine Lösung, oder? Was soll ich tun? Was mache ich falsch? Entschuldigt die lange Rede aber ich habe mich bemüht, alle wichtigen Fakten zu schildern. Eure Hirni |
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#2
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| Hallo superhirni, das ist eine schwierige Situation, wenn sie dir ausweichen, wenn du sie darauf ansprichst. Meistens haben diese Leute ein negatives Selbstwertgefühl und fühlen sich damit stärker, andere runter zu machen und zu schikanieren. Daher wäre es das Beste, wenn man ihnen selbstbewusst gegenüber tritt und das Gefühl vermittelt, dass sie damit keine Chance haben. Wichtig ist es auch, dass du mit deinem Partner, Freunden oder Familienangehörigen redest, damit sie dich emotional unterstützen können. Hier findest du zum Thema Mobbing einen interessanten Artikel. Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen. Liebe Grüße Jenny |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu JennyW für den nützlichen Beitrag: | ||
superhirni (03.07.2011) | ||
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#3
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| Liebe Jenny, danke für Deine tröstenden Worte ![]() Es tut gut, darüber zu sprechen. Das ist ja nicht von heute auf morgen aufgetaucht, und es beschäftigt mich so sehr, daß ich es mit meinem Mann, meiner Schwester und anderen diskutiert habe. Die Meinungen hier gehen von ignorieren bis zurückschlagen. Die zwei haben bei uns eigentlich nichts verloren und ich denke sie lassen an mir ihren Frust darüber aus. Ist vielleicht schwer einzusehen, fehl am Platze zu sein, aber sie haben eine Ausbildung und damit die Wahl auch woanders einen Job zu finden. Ich frage mich: wie halten sie das aus?? Ich kam mir ziemlich lange schwach und mies vor weil ich damit nicht fertig werde, und ich habe lange gehofft dass es einfach wieder aufhört - was nicht der Fall ist. Ignorieren geht nicht mehr, und wenn ich auf derselben Ebene agiere, habe ich Angst einen Teufelskreis auszulösen. Ich denke ich sollte das meinem Chef mal klarmachen und andererseits, sobald wieder irgendwas ist, direkt darauf handeln, zB sie in der Cafeteria aufhalten und über das Wetter oder Fussball oder was auch immer quatschen (wenn mir nicht dabei die Galle hochkäme.). Kann ich aber vielleicht daheim vor dem Spiegel üben.. ![]() Euer Hirni. |
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#4
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| Hallo superhirni, ich denke, man sollte sich nicht auf die Ebene der Mobber gleich stellen. Das bringt am Ende auch nichts, wie du schon sagtest, ein Teufelskreis. Das Gespräch mit dem Chef ggf. mit dem Betriebsrat (wenn es einen gibt) solltest du unbedingt suchen, denn laut § 84 I BetrVG, hat jeder das Recht sich zu beschweren, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Als Ausgleich für den Stress, könntest du dir Ablenkung in deiner Freizeit suchen z.B. Fitnessstudio, schwimmen, joggen. Mach was dir Spaß macht, um den Stress abzubauen. Liebe Grüße Jenny P.S. Bleib stark und lasse dich nicht unterkriegen. |
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