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#1
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| Hallo liebe Forenmitglieder, ich weiß nicht, ob das schon Mobbing ist, was ich erleben muss, deshalb poste ich erstmal hier. Bisher bin ich gern arbeiten gegangen, wir haben zwar seit der Finanzkrise sehr viel Stress, aber in unserer Abteilung war das Klima wirklich noch gut. Jetzt bin ich gewollt schwanger, habe dies letzte Woche bekannt gegeben. Seitdem werde ich beleidigt und sogar bedroht! Ich soll das Kind abtreiben, man werde mir da schon helfen, wie dumm man denn sein könnte, sich ein Braten in die Röhre schieben zu lassen, außerdem hätte ich das nur gemacht, dass ich jetzt dauernd krank machen könnte etc. So, und wie der blöde Zufall es denn will: Diese Woche bin ich krank, wegen einer Erkältung mit Fieber. Jetzt gehts hier richtig los, mit Anrufen von Kollegen, die mich bedrohen, was sie alles machen, wenn ich wieder komme :(, ich gehe schon nicht mehr ans Telefon. Bei den ersten Anrufen hab ich versucht klar zu machen, dass ich 1. nicht wegen Schwangerschaft krank bin und 2. auch vorher habe bis zum Mutterschutz weiter fleißig zu arbeiten. Bin auf absolut taube Ohren gestoßen. Ich hab jetzt richtig Angst, arbeiten zu gehen, weiß nicht, was ich da machen soll. Ich hab Angst, dass mir oder dem Baby was passiert. Bin über das Verhalten meiner Kollegen extrem schockiert, wir haben jahrelang gut zusammen gearbeitet. Weiß nicht was ich machen soll. Ich hab richtig Angst. Danke für Antworten/Ratschläge. Lady |
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#2
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| Lass' dich nicht kaputt machen. Ignoriere den Quark, den deine Kollegen ablassen. Deine Lebensplanung beinhaltet ein Kind, das ist übrigens voll korrekt so, denn es ist das einzige, was dir im Leben bleibt. Du siehst ja, was dein Job wert ist und deine bisherige Arbeit: purer Undank und Beschimpfungen. Deine Kollegen sind nicht sozial genug, um zu erkennen, dass du einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leistest, der mehr wert ist als die Geldscheffelei, die das Unternehmen betreibt. Natürlich müssen deine Kollegen jetzt die Arbeit mit übernehmen, die ursprünglich auf dich entfiel. *Ätz*: dann müssen die eben mal eine Zigarrette weniger rauchen und mal was arbeiten Mobbing wird man das nicht nennen können, einfach nur a-soziales Verhalten, wahrscheinlich kann man heute auch von den Leuten nix anderes mehr erwarten. Also bitte ab sofort nicht mehr über dümmliche Kollegen nachdenken, sondern du kümmerst dich nur noch um dein Wohlergehen und das Wohlergehen deines Kindes. Wenn dich noch einer aufregt, zählst du bis 21, bevor du einen Wutanfall kriegst, und wenn du merkst, dass das nicht ausreicht, zählst du weiter bis 1 Million oder so .....
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hallo Lady, ... du bist gewollt schwanger- hierzu meinen herzlichen Glückwunsch, ich wünsche dir und deinem Kind alles Gute! ![]() Wie stehen deine Vorgesetzten zu dir? Von diesen Vorgängen solltest du sie dringend in Kenntnis setzen! Gibt es einen Betriebsrat in diesem Unternehmen? Falls ja- unbedingt einschalten! Wenn du von dieser Seite/diesen Seiten keine Rückendeckung erhältst, wenn diese Missstände nicht abgestellt werden dann sprich mit deinem Arzt, er soll dich krankschreiben. Diese Situation schädigt deine Gesundheit und die deines ungeborenen Kindes. ... und jetzt schiebe ich den Thread in das Unterforum Mobbing
__________________ ... schöne Grüße Wolf Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung. Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar. Ich bin kein Jurist. |
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#4
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| Danke für eure Glückwünsche und Tipps. Aufs Baby freu ich mich wie wahnsinnig! Unser Vorgesetzter ist so ein Fall für sich, sein Standartspruch ist "Regelt das unter euch". Kann sich nicht durchsetzen, man kann sich nicht auf ihn verlassen, leider. Betriebsrat könnte ich gehen, obwohl einer der Kollegen drin ist, aber vielleicht helfen mir die zwei anderen Betriebsratsmitglieder. Krank schreiben möchte ich mich nur im Notfall, weil ich normal auch ganz gerne arbeite. Weiß nicht, ob ich nochmal das Gespräch suchen sollte, mit den Kollegen. Ich kann sogar verstehen, wieso meine Schwangerschaft "schlimm" für die ist: Wegen Einstellungsstopp wird bei uns keiner eingestellt. Wir waren zu fünft im Team, weil zwei gekündigt haben sind wir drei. Wenn ich nicht mehr da bin, nächstes Jahr, müssen die zu zweit die Arbeit von fünf Leuten machen. Das ist ne Katastrophe und nicht zu schaffen, wir schaffen die Arbeit ja zu dritt schon nicht. Ich hätte nur nicht erwartet, dass die so durchdrehen und nicht mit sich reden lassen (bisher zumindest). Das ist einfach unglaublich. |
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#5
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| Hallo Lady, erst mal Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs, wünsche Euch eine tolle Schwangerschaft!! Ich habe selber 2 Zwerge und bin auch nicht gerade gut auf meinen AG zu sprechen, aber egal, lass Dich nicht unterkriegen und denke immer zuerst an Dich und Dein Baby. Falls es nicht mehr auszuhalten sprich Deine(n) Gyn mal auf ein Beschäftigungsverbot an, dass ist für dich wohl finanziell vorteilhafter, soweit ich weiss... Erkundige Dich, Deine Kollegen legen es ja drauf an Aber erzähl ihm/ihr auch von dem Psychoterror!! Kopf hoch!!! Liebe Grüße micnic93 |
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#6
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| Danke Micnic, mir gehts hauptsächlich darum, meinem Baby nicht zu schaden. Normal spricht ja nichts dagegen, arbeiten zu gehen, wenn man schwanger ist, grad bei nem Bürojob (finde ich). Jetzt wurde ich bedroht (und beleidigt - okay), aber wenn mir wirklich einer Gewalt antut, dann ist es vielleicht ja schon zu spät. Bin zum ersten Mal schwanger und weiß nicht, wie schlimm es ist, wenn man vielleicht wirklich geschlagen oder geschubst wird. Kann auch momentan nicht abschätzen, ob die wirklich so krass drauf sind, dass sie es nur androhen oder wirklich machen. Das ist auch genau der Punkt, vor dem ich am meisten Angst habe. Die Beleidigungen kann ich ausblenden. Ich weiß von dem einen Kollegen, dass er Drogen nimmt, und ich hab gerade vor dem Angst, dass er richtig die Kontrolle verliert. |
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#7
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| Direkt an den Betriebsrat wenden, also heute noch schriftlich und beim nächsten Mal auf der Arbeit deutlich sagen, dass du Anzeige bei der nächsten Beleidigung oder Bedrohung erstattest. |
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#8
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| Also sorry... selbst seelischer schmerz, so wie er dir da angetan wird, schadet dir und deinem kind. dir vielleicht nicht im ersten moment, aber durch deine grübelei überträgst du das definitv mit auf dein kind. und das schadet dem / der kleinen. ![]() ich schliesse mich der meinung von micnic93 an. Geh zu deinem Frauenarzt / deiner Frauenärztin und lasse dir für den kompletten Rest deiner Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot erteilen. Kein vernünftiger Gynäkologe wird dir das bei der Geschichte verweigern. Und das ist definitv finanziell vorteilhafter für Dich. Du bekommst so nach diesen 6 - 8 Wochen wo dann die Krankenkasse eigentlich dein Gehalt bezahlt, ich glaub das sind dann 75 % vom brutto, dein volles Gehalt jeden Monat weiter vom Chef. Wenn der als Chef versagt und sich nicht um seine Mitarbeiter schert, so wie es rüberkommt, würd ich sagen, hat er gelitten. Ich möchte Dir keine Angst machen, aber ich hatte, dank des Mobbings eines netten Bezirksleiters bei uns damals im Unternehmen Frühwehen seit Mitte des 3. Monats. Was sowas im schlimmsten Fall bewirken kann, kann sich jeder selber denken. Ist aber alles gut gegangen, dank eines Beschäftigungsverbot bis zum Einsetzen des Mutterschutzes. Und in deinem Erziehungsurlaub hast Du jede Menge Zeit dir nette Kollegen auszusuchen und dich auf eine neue Stelle zu bewerben ![]() Ich wünsche Dir viel Glück. P.S. Zitat:
Geändert von river (10.11.2010 um 14:58 Uhr) Grund: blöde Tippfehler *örghs* |
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#9
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| Danke für euer Mitgefühl und die Tipps. Ich kann selbst noch nicht begreifen, was das passiert. Man muss sich das vorstellen, alles in Ordnung, ich arbeite seit über 5 Jahren mit denen zusammen, alles lustig, man kann sich aufeinander verlassen etc. Und nur durch meine Mitteilung, dass ich schwanger bin, hat sich alles komplett gedreht. Ich hab mich jetzt erst mal im Internet übers Beschäftigungsverbot informiert, es wäre eine Alternative. Nur hab ich gelesen, dass der Chef da wohl auch zustimmen muss, also das Verbot muss auch begründet sein. Was du erlebst hast, River, darauf verzichte ich gern. Frühwehen, das wär die Hölle für mich! Bin eh sehr nervös, hab Angst das was schief geht, alles ist ungewohnt in der ersten Schwangerschaft. Das ist alles einfach ne schockierende Geschichte. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt: Dass ich bis zum Mutterschutz schön arbeiten gehe, 1 bis 2 Jahre Elternzeit, und dann im gleichen Betrieb weiterarbeite ... Dass ich so behandelt werde, das hab ich in meine Planung nicht mit einbezogen und auch niemals erwartet. |
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#10
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| Guten Abend, ich bin wieder arbeiten gegangen, leider. Resultat: noch mehr Stress wie vorher, Beleidigungen wg. vorangegangener Krankmeldung. Ergebnis: Blutungen und Krankenhaus. Jetzt wieder krankgeschrieben, aber nur noch bis Ende nächster Woche. Dem Baby gehts dem Himmel sei Dank gut. Herz hat man schon schlagen sehen ![]() Zweite Krankmeldung innerhalb kurzer Zeit kam natürlich überhaupt nicht gut an. Weil ich nicht zu Hause ans Tel ging, wird jetzt überall rumerzählt ich habe Urlaub auf gelben Schein gemacht. Jetzt denke ich ernsthaft über ein Beschäftigungsverbot nach, aber das muss ja so formuliert sein, dass es der Arbeitgeber auch akzeptiert. Laut meinem Chef haben wir einen der leichtesten Jobs die es gibt (Callcenter, Termin- und Leistungsdruck, Lautstärke, naja) und bezüglich Mobbing soll ich mich nicht so anstellen, sondern mich auch mal in die anderen reinversetzen. Schlicht und ergreifend sieht es so aus: ich will da nicht mehr hin. Nicht unter diesen Arbeitsbedingungen, die sich nicht ändern. Ich möchte nicht, dass mein Baby Schaden nimmt oder sogar stirbt! Welche Gründe könnte mein Arzt anführen im BV? Schreiben würde er es sofort. Ich habe noch eine Fehlbildung der Wirbelsäule, die in der Schwangerschaft oft zu Problemen führt, bisher merke ich aber nichts. Dachte, er könnte das vielleicht hinschreiben, dass ich nicht sitzen kann. Oder, dass die Fahrt zu lange und zu gefährlich ist, wg. ständiger Kreislaufproblemen (die ich tätsächlich habe). Fahre über 70 km einfach. Und fast nur Autobahn ohen STandspur. Ich habe auch im Internet schon recherchiert, allein die Blutungen können schon Grund genug für ein BV sein. Achso: ich wäre durchaus bereit, von zu Hause aus zu arbeiten, dann hätte ich zwar immer noch den Termindruck etc. aber die ekelhaften Kollegen los. AG möchte dies nicht, aber wenn ich z. B. wg. der langen Anfahrt ein BV hätte, dann muss er doch? Technisch ist es möglich, es gibt einige wenige Kollegen, die von zu Hause aus arbeiten. |
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