Kindergelderhöhung
Zurück   Arbeit und Karriere Forum > Sonstige Themen > Tägliche Schlagzeilen > Politik und Wirtschaft


Kindergelderhöhung

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Bookmark and Share
  #1  
Alt 12.11.2009, 07:28
Benutzerbild von wellen
Guru
 
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 1.810
Bedankte sich: 30
204 Danksagungen in 201 Beiträgen
wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Kindergelderhöhung


http://static1.ftdcdn.de/images/ftd-logo.png

Fast die Hälfte der Eltern will das zusätzliche Kindergeld nicht direkt dem Nachwuchs zugutekommen lassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der FTD.

Demnach planen 48 Prozent der Väter und Mütter, das Geld für den täglichen Bedarf zu nutzen, zu sparen oder für Urlaub, Schuldentilgung oder Renovierung zu verwenden.

Das Ergebnis der Umfrage ist brisant - und dürfte die Debatte um die richtige Kinder- und Familienförderung anheizen. Seit Langem ist strittig, ob staatliche Förderung in die Kinderbetreuung fließen oder direkt an die Eltern gehen soll. Erst am Montag hat die neue Bundesregierung eine Erhöhung des Kindergelds um je 20 Euro beschlossen. Für das erste und das zweite Kind gibt es ab 2010 monatlich 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere 215 Euro.

Die Forsa-Umfrage fand Anfang November unter 1004 Eltern statt. Insgesamt 49 Prozent der Befragten gaben an, das zusätzliche Geld in der Haushaltskasse für die Kinder verwenden zu wollen.

Forsa-Chef Manfred Güllner bezeichnete das Ergebnis als "bedenklich". Wenn so viele Eltern ihren Nachwuchs vom Kindergeldaufschlag nicht direkt profitieren lassen wollten, müsse die Politik ihre "geldfixierte Familienpolitik" überdenken.

Besonders viele Beamte wollten das erhöhte Kindergeld für "andere Zwecke" verwenden, sagte Güllner. Den Verdacht, dass vor allem ärmere oder schlechter gebildete Haushalte zusätzliches Staatsgeld statt für Kinder für andere Ausgaben einsetzten, habe die Umfrage nicht bestätigt.

"Eine gezielte Förderung von Kindern funktioniert nicht mit Geld", sagte auch der Chef des Deutschen Jugendinstituts in München, Thomas Rauschenbach. "Es wäre besser, wenn der Staat stattdessen Kindern mehr kostenlose Angebote macht, beispielsweise Schwimmunterricht, Mittagessen in der Schule."

Die Gesamtkosten des Familienförderpakets der schwarz-gelben Koalition belaufen sich auf 4,6 Mrd. Euro. Auch eine Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrags auf 7008 Euro ist vorgesehen. Zudem soll es ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld für Eltern geben, die sich zu Hause um ihre kleinen Kinder kümmern.
Quelle: Finanzial Times

Gruss


wellen
__________________
Die Schule ist nur die Saat -
der Beruf ist die Ernte

Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande.
- keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !!
Wehret den Anfängen!
„Principiis obsta, sero medicina paratur"
Mit Zitat antworten

  #2  
Alt 12.11.2009, 08:24
Benutzerbild von river
Profi
 
Registriert seit: 17.05.2009
Ort: zu Hause
Beiträge: 282
Bedankte sich: 19
20 Danksagungen in 19 Beiträgen
river befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

ganz ehrlich. ich werde die 20 euro auch für was anderes gebrauchen müssen.
Mit Zitat antworten

  #3  
Alt 12.11.2009, 08:27
Benutzerbild von wellen
Guru
 
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 1.810
Bedankte sich: 30
204 Danksagungen in 201 Beiträgen
wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
"Eine gezielte Förderung von Kindern funktioniert nicht mit Geld", sagte auch der Chef des Deutschen Jugendinstituts in München, Thomas Rauschenbach. "Es wäre besser, wenn der Staat stattdessen Kindern mehr kostenlose Angebote macht, beispielsweise Schwimmunterricht, Mittagessen in der Schule."
Gegenfrage Herr Rauschenbach:
Was bitte sollen die nicht mehr schulpflichtigen Kinder ausser Suppenküche bekommen ) Kostenlose Discobesuche mit Limonadengutscheinen ?
__________________
Die Schule ist nur die Saat -
der Beruf ist die Ernte

Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande.
- keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !!
Wehret den Anfängen!
„Principiis obsta, sero medicina paratur"
Mit Zitat antworten

  #4  
Alt 12.11.2009, 08:36
Benutzerbild von wellen
Guru
 
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 1.810
Bedankte sich: 30
204 Danksagungen in 201 Beiträgen
wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:

Forsa-Chef Manfred Güllner bezeichnete das Ergebnis als "bedenklich". Wenn so viele Eltern ihren Nachwuchs vom Kindergeldaufschlag nicht direkt profitieren lassen wollten, müsse die Politik ihre "geldfixierte Familienpolitik" überdenken.
Gegenfrage Herr Güllner:
"geldfixierte Familienpolitik" heisst in diesem Falle klipp und klar dass alle
240 € pro Kind jährlich mehr bekommen.
Ist es sinnvoll Familienpolitik überhaupt in einem der reichsten Staaten der Erde
zu betreiben und muss von allen Eltern nicht erwartet werden dies selbst in der Hand zu haben ?
Die Familie ist die kleinste Einheit eines Staates - ihr muss Raum gegeben werden und keine politische Führung die zwecks unterschiedlicher Parteieninteressen nur in die Hose gehen kann.
Die paar Hunderter werden doch eh durch anderweitige Erhöhungen wieder aufgefressen.


Wo haben sie Ihren Professorentitel gekauft - Herr Güllner ??
Ihre Worte: müsse die Politik ihre "geldfixierte Familienpolitik" überdenken - sind nämlich nichtssagender und zudem mutloser Humbug - etwas mehr Klartext und Mut wären für einen Professor angebracht.
__________________
Die Schule ist nur die Saat -
der Beruf ist die Ernte

Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande.
- keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !!
Wehret den Anfängen!
„Principiis obsta, sero medicina paratur"

Geändert von wellen (12.11.2009 um 09:04 Uhr)
Mit Zitat antworten

  #5  
Alt 12.11.2009, 08:51
Benutzerbild von wellen
Guru
 
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 1.810
Bedankte sich: 30
204 Danksagungen in 201 Beiträgen
wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Besonders viele Beamte wollten das erhöhte Kindergeld für "andere Zwecke" verwenden, sagte Güllner. Den Verdacht, dass vor allem ärmere oder schlechter gebildete Haushalte zusätzliches Staatsgeld statt für Kinder für andere Ausgaben einsetzten, habe die Umfrage nicht bestätigt.
Also dann : Einfach die Kindergelderhöhung gestaffelt nach Einkommen

Was muss der gutsituierte Beamte welcher eh mit Vorteilen bedacht ist
noch mehr erhalten ?
__________________
Die Schule ist nur die Saat -
der Beruf ist die Ernte

Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande.
- keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !!
Wehret den Anfängen!
„Principiis obsta, sero medicina paratur"
Mit Zitat antworten

  #6  
Alt 23.11.2009, 11:20
Benutzerbild von coquette
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 04.03.2009
Ort: Hannover
Beiträge: 191
Bedankte sich: 3
30 Danksagungen in 28 Beiträgen
coquette befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Boah, bei so etwas krieg ich echt ne Krise...

Ich zahl als alleinerziehende (aber wenigstens nicht schlecht verdienende) Mutter etwa 200 € für die Betreuung im Hort, nochmal 40 € für die Schule im Monat. Dann kommen noch Vereinsbeiträge, Versicherungen etc. zu. Da liegt man schon über der Grenze von 300 €. Früher habe ich monatlich teilweise über 500 € für ne Tagesmutter hingelegt.

Was sind da 20 €? Nichts. Und was heißt dem Kind zu Gute kommen? Wenn ich mit meinem Sohn in den Urlaub fliege, er auf Klassenfahrt geht etc, dann kommt das ihm doch auch zu Gute?!

Aber tatsächlich lege ich das Kindergeld auch "beiseite" und bestreite diese Ausgaben wie auch Klamotten etc. aus meinem laufendem Einkommen---

Ich finde allein Erziehende die arbeiten wollen werden da total bestraft.

Und ich wohn in ner Stadt, wo von der Stadt aus auch das zweite Kindergartenjahr bezahlt wird und es genug Kita-Plätze gibt. Natürlich bin ich für eine kostenlose Kinderbetreuung, die würde mir persönlich mir helfen.

Und bei älteren Kindern, also Schulkindern, könnte man das Geld gut in die Schulkassen stecken, für Essen, Trinken, Klassenfahrten, Reinigung, Projekte und und und. Tatsächlich sind die Schulen bei uns in nem miserablen Zustand.

Aber was mach ich denn mit den Kindern die älter sind, nicht mehr zur Schule gehen? Studiengebühren weg? Lohnsteuer für Azubis weg?

*grummel*
__________________
Liebe Grüße,

coquette


Vollblut-Personalerin (alle Antworten nach bestem Wissen und Gewissen, ohne Gewähr)


The big things you can see with one eye closed. But keep both eyes wide open for the little things. Little things mark the great dividing line between success and failure

Jacob M. Braude
Mit Zitat antworten

Antwort




Themen-Optionen





Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 08:35 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.5 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.2 ©2009, Crawlability, Inc.
Template-Modifikationen durch TMS
Copyright (c) arbeits-abc.de Alle Rechte vorbehalten.