Finanzierung des Studiums - wie?
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Finanzierung des Studiums - wie?

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  #1  
Alt 13.04.2010, 15:45
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Standard Finanzierung des Studiums - wie?


Hallo Allerseits,

ich spiele in letzter Zeit immer öfter mit dem Gedanken studieren zu gehen. Das klingt nun erst einmal banal einfach - aber bei mir tuen sich dann immer diverse Fragen auf, wie ich mir das ganze am besten finanzieren könnte, und ob es überhaupt sinnvoll wäre.
Um das Problem einmal aufzuzeigen, möchte ich euch kurz meinen Werdegang aufzeigen - und anmerken wo ich Probleme sehe:

Abitur habe ich leider keines - musste leider in der 13. Klasse aus familiären Gründen abbrechen.
Fachhochschulreife habe ich bekommen, da ich nach dem Abbruch des Abiturs dann noch eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert habe.
Nach der Ausbildung wurde ich von meinem Arbeitgeber unbefristet übernommen, und arbeite dort seit ca. 2 Jahren Vollzeit als Programmierer.

Nun habe ich aber
1. irgendwie das Bedürfnis mich noch weiter zu qualifizieren, da ich merke, dass ich Gehaltstechnisch nicht weiter vorran komme...
2. das Problem, dass mir die Arbeit als Programmierer nicht wirklich Spaß macht. Und ich eigentlich nicht in diesem Berufsfeld bis zur Rente arbeiten möchte... das erkenne ich derzeit sehr deutlich.

Derzeit verdiene ich soweit genug, dass ich mir eine eigene Wohnung mit meiner Freundin zusammen leisten kann, wobei ich hier den größten Teil finanziere, da meine Freundin nicht soviel verdient... Ich hänge zB in Veträgen wie Internet, Kabelfernsehen und so nen kram (man kann es sich ja als Arbeitnehmer leisten). Für nen Studium könnte man sich ne kleinere Wohnung suchen - aber ich denke so ca. 600 Euro werde ich benötigen wenn ich mich arg einschränke.

Nun habe ich das Problem dass ich nicht genau weiss was ich studieren möchte - aber ich denke das ist das kleinste Problem - ich weiss zumindest dass ich eine Richtung einschlagen möchte wo ein wenig Kreativität gefragt ist (z.B. Mediendesign, Architektur, o.ä.). Das ich nur an einer FH studieren kann, ist ein wenig ärgerlich - aber ich denke das sollte nun auch kein Drama sein...
jedoch frage ich mich nun ständig wie ich mir das Studium finanzieren soll...
- Neben dem Job studieren, würde mein AG nur zulassen, wenn ich Informatik oder sogar Elektrotechnik studiere - bloss das will ich nicht
- Als Werksstudent könnte ich dort auch nur arbeiten, wenn es im Berufsfeld bleibt
- Meine Eltern wollen mir nicht weiter helfen, was ich durchaus verstehe
- Bafög-Anspruch weiss ich nicht genau - aber meine Eltern verdienen da wohl definitiv zu viel ... wobei dies genau auch der Knackpunkt wäre wo ich nicht genau Bescheid weiss.
Ich bin 26 Jahre alt - meine Eltern verdienen zu viel als das ich Baföganspruch hätte - wollen mich aber nicht unterstützen, da ich schon eine Ausbildung absolviert habe... besteht hier evtl. eine Chance dass man einen Antrag auf Vorrausleistung stellen kann? Oder wie sieht es mit Eltern unabhängigem Bafög aus?

Irgendwie lande ich immer bei der Frage der Vinanzierung - und da hörts dann auf - und das Thema wurmt mich leider sehr... besonders weil mir der Beruf derzeit zunehmend immer weniger Spaß macht - und ich gerne mal was frisches und neues machen würde.

Habt ihr vielleicht Tips - oder Ratschläge wie ich da weiter vorgehen könnte?

Danke schon einmal im Vorraus für die Hilfe.

mfg

Rooky
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  #2  
Alt 13.04.2010, 17:13
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Halöchen,

ich habe zwar nicht studiert, allerdings war meine Ausbildung kostepflichtig und daher kenne ich das Problem sehr gut!
Hast du mal über einen Bildungskredit nachgedacht?
Schau mal hier:
BVA Internet: Bildungskredit - finanzielle Förderung für Ausbildung und Studium


Wäre immerhin ein kleiner Zuschuss und vielleicht hast du neben dem Studium noch Zeit für nen 400€-job?!
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  #3  
Alt 13.04.2010, 18:58
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danke, das werd ich mir mal anschauen ...

so nen 400 euro job sollte eigentlich nicht so das problem sein - aber es ist halt die frage wie schnell man so einen job dann auch findet ... könnte ja auch passieren, das nen umzug in ne andere stadt ansteht (hier an der FH gibt es größtenteils nur technische Studiengänge) ... und am meisten sorgen mach ich mir halt um die überbrückung der ersten monate... das ich noch ein wenig arbeiten muss ist mir klar - ich denke das bereichert das Studium dann ohnehin

so nun lese ich erstmal deinen link durch - danke ...

weitere ideen sind natürlich gern gesehen ^^
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  #4  
Alt 14.04.2010, 05:36
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Bildungsfonds sind auch erwähnenswert, da man diese nur bei Erfolg zurückzahlen muss. D.h. die Rückzahlung richtet sich nach dem Gehalt, das man nach dem Studium bekommt.

Wenn Dir die Gesamtstudienzeit egal ist, könntest Du durch Arbeit alles finanzieren, brauchst dann aber länger. Es kann leider auch sein, dass es an der FH nicht ganz so leicht ist, sich die Geschwindigkeit anzupassen.

Ein Fernstudium neben Deinem Beruf ist auch überlegenswert (kostet natürlich ebenfalls) oder ein duales Studium, bei dem Du Ausbildungsgehalt bekommst.
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Ezra für den nützlichen Beitrag:
Rooky (15.04.2010)

  #5  
Alt 14.04.2010, 10:30
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das mit dem bildungsfond klingt ja recht gut - muss man halt bloss auch beantragen und dann bewilligt bekommen - aber wäre ne alternative die ich mir auf jedenfall mal vormerke - und dann auch mal nachfragen werde, wie meine Chancen auf Bewilligung stehen ...

über ein studium neben dem beruf habe ich auch schon öfter nachgedacht - aber derzeit würde ich mir das nicht zutrauen - da es ja eine echte doppelbelastung ist... anders würde es aussehen, wenn man studiert und sich nebenbei was dazuverdient... ich denke das könnte klappen...

ausserdem hab ich nen problem, weil ich nicht weiss wie ich folgendes ziel zB erreichen könnte:
Angenommen ich würde gerne Architektur an der FH studieren, da besteht dann als Aufnahmebedingung, dass man ein X Monate langes Praktikum vorher absolviert haben muss...
Abgesehen von der Beschaffung eines Praktikumsplates, würde ja auch dann mein derzeitiger Job wegfallen müssen, da ich ja sonst keine Zeit für ein Praktikum hätte... bloss dann frage ich mich, wie ich alleine die Zeit des Praktikums überbrücken soll - besteht hier ne Chance, etvl. von der Arbeitsagentur unterstützung zu bekommen?

Es ist derzeit so, dass ich in meinem Job seit nem Jahr kurz vorm Burnout stehe - dabei überarbeite ich mich dort nicht ... bloss mir schwinden die Kräfte, da es mir absolut keinen Spaß mehr macht. Ich merke wie ich immer vedammt schnell krank werde - wie mir derzeit der Spaß am Leben flöten geht ... und wie ich immer weniger Kraft habe, etwas zu verändern.

Daher würde ich ja auch gerne was andere studieren - bloss viele der Studiengänge die mich interessieren, benötigen halt nen Praktikum im vorwege ... und ich bin echt planlos wie ich das Ziel am besten angehe - weil ich echt Angst habe mit der Idee auf die Schnauze zu fliegen...
Job kündigen, und denen beim Arbeitsamt sagen, dass ich gerne studieren will geht ja auch nicht... die würden mir ja ne Sperre für nen paar Monate geben.

Irgendwie weiss ich einfach nicht weiter, wie ich das alles am besten angehen soll... ich fühl mich in meinem Beruf gefangen. Ich weiss das ich mich eigentlich nicht beklagen sollte - unbefristeter Vertrag - genug verdienst... davon träumen andere Leute heutzutage - aber ich leide psychisch drunter - weil das einfach nichts für mich ist... ist evtl. schwer nachzuvollziehen
Ich sehe derzeit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr - und das nagt an den Nerven . Von daher bin ich über jeden Tip dankbar ;-)
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  #6  
Alt 20.04.2010, 22:46
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Standard Finanzierung Praktikum und Studium

Wenn Du noch ein Jahr durchhältst, kannst Du Elternunabhängiges BAFöG bekommen:

Elternunabhängiges BAföG - FAQ - BAföG - Studis Online

Auf der Seite wird als eine der möglichen Voraussetzungen für Elternunabhängiges BAFöG genannt:

Zitat:
Wenn Ihr BAföG für ein Studium beantragt, nachdem Ihr nach einer Berufsausbildung mind. 3 Jahre erwerbstätig wart; zusammen mit der Ausbildung müsst Ihr auf mind. 6 Jahre kommen.
M.E. müsste in der Zeit eines Pflicht-Praktikums ebenfalls BAFöG gezahlt werden, siehe hier:

Praktikum - Studienfinanzierung - Studis Online
__________________
Liebe Grüße, Melete

Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür.

Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags.

Geändert von Melete (20.04.2010 um 23:18 Uhr)
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  #7  
Alt 22.04.2010, 19:46
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Du bist ja Fachinformatiker, guck doch mal an der Fachhochschule, ob in dem Bereich keine studentischen Aushilfen (HIWI) gesucht werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die dich mit Kusshand nehmen, weil du ja schon berufliche Vorerfahrung hast. Vielleicht reicht das ja, um zusätzlich zum elternabhängigen BAFÖG (wenn du welches bekommst) das erste Jahr bis zum elternunabhängigen BAFÖG zu überbrücken.

Praktika vor Studiumbeginn sind soweit ich weiß im Bereich von drei Monaten anzusiedeln, also klappt das vermutlich bis zum Wintersemester nicht mehr. Warum bewirbst du dich nicht fürs Sommersemester, also beginnend April nächstes Jahr. Dann bist du die BAFÖGprobleme los. Hast Zeit für ein Praktikum und genügend Zeit etwas Geld zu sparen um die drei Monate Praktikum zu finanzieren.

Ansonsten gäbe es vielleicht noch die Möglichkeit einer Berufsakademie, aber ich weiß nicht, ob es Angebote für Dein Wunschfach gibt.
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  #8  
Alt 23.04.2010, 11:06
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Zitat:
Du bist ja Fachinformatiker, guck doch mal an der Fachhochschule, ob in dem Bereich keine studentischen Aushilfen (HIWI) gesucht werden. Vielleicht reicht das ja, um zusätzlich zum elternabhängigen BAFÖG (wenn du welches bekommst) das erste Jahr bis zum elternunabhängigen BAFÖG zu überbrücken.
Gerade in den ersten Semestern kommt man aber sehr schlecht als studentische Hilfskraft dran. Zum einen müssen erst die Professoren auf Dich aufmerksam werden - zumindest bei uns wurden die meisten studentischen Hilfskräfte von den Professoren angesprochen, sobald sie positiv aufgefallen waren. Eine Chance, sich zu bewerben, gibt es selten. Wenn doch, werden aber auch diejenigen genommen, die in den entsprechenden Prüfungen schon gute bis sehr gute Leistungen vorzuweisen haben und die den Profs als zuverlässige, pünktliche Studenten aufgefallen sind. Nicht immer, aber meistens beinhaltet eine solche Stelle außerdem die Korrektur von Belegen der jüngeren Semester. Das heißt man muss schon mindestens ein Jahr studieren, um das überhaupt leisten zu können, so dass man dies schlecht als Überbrückung für das erste Jahr nutzen kann.

Noch ein Minus: Abrechnen kannst Du von einem Semester oft nur drei Monate. Es ist selten, dass ein Student auch für die Semesterferien angestellt wird.

Leben kann man als studentische Hilfskraft von dem Geld jedenfalls nicht. Es ist "nur" ein nettes Zubrot.
Wenn man es schafft, dranzukommen, ist das trotzdem sehr positiv - wegen des guten Kontakts zum jeweiligen Professor.

Geändert von Ezra (23.04.2010 um 11:12 Uhr)
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  #9  
Alt 23.04.2010, 14:56
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Zitat:
Zitat von Ezra Beitrag anzeigen
Gerade in den ersten Semestern kommt man aber sehr schlecht als studentische Hilfskraft dran.
das gilt aber doch meist nur für Studenten ohne Vorkenntnisse. Wenn sich jemand bewirbt, der eine Berufsausbildung und Berufserfahrung mitbringt sieht das doch anders aus. Außerdem sparach ich ja davon, sich vor Studienbeginn bei den Professoren zu erkundigen.

Zitat:
Zitat von Ezra Beitrag anzeigen
Leben kann man als studentische Hilfskraft von dem Geld jedenfalls nicht. Es ist "nur" ein nettes Zubrot.
Schrieb ich doch! Zubrot zum eventuellen elternabhängigen Bafög.
Im Übrigen werden bei uns ganz viele Stellen nur für die Semesterferien besetzt, weil dann durch den Urlaub viele Leute ausfallen.
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  #10  
Alt 23.04.2010, 16:37
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Zitat:
das gilt aber doch meist nur für Studenten ohne Vorkenntnisse.
Das eben nicht. Die Gründe habe ich ausführlich beschrieben.
1. Die Profs nehmen ungern jemanden, den sie nicht kennen und sie gehen oft nach Prüfungsnoten im Studiengang (d.h. man muss erstmal überhaupt Prüfungen geschrieben haben, vorher hat man kaum eine Chance).
2. Eine Fachinformatiker-Ausbildung ist lange nicht ausreichend, um die Belegkorrekturen durchführen zu können. Ein Studium verlangt da einfach mehr und als Korrekteur musst Du logischerweise voll im Stoff stehen.

Eine Chance sehe ich höchstens bei solchen Stellen, die in der Verwaltung oder in gesonderten Aufgabenbereichen gesucht werden, wo tatsächlich das Wissen eines Fachinformatikers von Nutzen sein kann. Hab ich aber bei uns bisher nur einmal erlebt, dass das ausgeschrieben wurde.
Mag ja sein, dass das bei euch auch anders ist, aber da muss sich der TO sowieso selbst erkundigen.

Zitat:
Im Übrigen werden bei uns ganz viele Stellen nur für die Semesterferien besetzt, weil dann durch den Urlaub viele Leute ausfallen.
Dann ist das bei euch anders.
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