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#1
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| Hallo! Ich habe mein Ingenieurs-Studium so gut wie abgeschlossen und mich nun gefragt wie es weiter gehen soll. Ich habe bei vielen Kommilitonen, die schon seit einigen Monaten fertig sind, gesehen wie schwer es offenbar ist einen Job zu bekommen. Ich habe den Vorteil gegenüber vielen Kommilitonen, dass ich schon mein Praxissemester im Ausland absolviert habe (dadurch relativ gute Englisch-Kenntnisse) und meine Diplomarbeit in der Industrie (dadurch wenigstens etwas praktische Erfahrung). Hatte auch 2 sehr viel versprechende Bewerbungsgespräche in letzter Zeit aber leider immer nur 2. geworden. Dabei habe ich allerdings bemerkt dass viel Wert auf meine Englisch.Kenntnisse und Arbeitserfahrung gelegt wurde und nicht auf mein Studium. Deshalb stellen sich mir nun folgende Fragen: 1. Ist es ratsam, falls ich längere Zeit nach meinem Studium keinen Job finden sollte, erneut ein Praktikum zu absolvieren um irgendwie Arbeitserfahrung zu sammeln? 2. Oder evtl. sogar als CTA (chemisch-technischer-Assistent)? Ich habe vor meinem Studium solch eine Berufsausbildung gemacht und einige Stellenausschreibungen klingen vom Arbeitsgebiet her sehr Interessant und ich würde diese Arbeitserfahrung sicherlich auch gebrauchen können. Die Frage ist nur, ob es im Lebenslauf schlecht aussieht wenn ich mich quasi unter Wert verkaufe und nach meinem Studium wieder als Praktikant oder CTA arbeite oder eher als gut betrachtet wird, da ich versucht habe Arbeitserfahrung zu sammeln. Danke!! Gruß Siegertyp |
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#2
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| Die Biographien, die früher möglich waren, sind heute eben nicht mehr möglich. Früher hatte man mit dem Abitur auch einen Studienplatz sicher und mit einem Studium auch einen Mordsarbeitsplatz. Das ist aber inzwischen Schnee von gestern. Heute muss man nehmen, was sich bietet, und wenn du dabei einigernmassen die Spur hälst, ist es doch gut. Heute hast du Kosten am Hals, die man früher nicht gehabt hat. Heute zahlst du umgerechnet >300,-- Deutsche Mark, und das jeden Monat, für die Pflichtkrankenversicherung, und wenn du nicht blechst, kommt der Vollstreckungsbeamte vom Zoll, aber ohne Kaffee und Kuchen mitzubringen ... Irgendwie und irgendwann muss das Geld verdient werden, als Alternative bleibt nur ALG II = Hartz IV. Ausserdem brauchst du Rentenanwartschaften, in deinem Leben wird es noch genug Rentenlöcher geben ... Fazit: Jobaufnahme empfohlen.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Was studierst Du denn genau? Es gibt viele Ingeneurstudiengänge. Eigentlich sollen gerade in dem Bereich Fachleute gefragt sein. Hat der CTA etwas mit Deinem Studiengang gemein oder würdest Du völlig fachfremd arbeiten, wenn Du einen CTA-Job annimmst? Zitat:
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#4
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| Hallo, Danke für eure schnellen Antworten! Biotechnologie. Eigentlich was mit Hand und Fuß aber viele meiner Kommilitonen sind schon seit mehreren Monaten auf Jobsuche... Zitat:
Ich weiß eben nicht wie das im Lebenslauf aussieht und bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen, wenn man erklären muss warum man nach dem Studium "nur" als CTA gearbeitet hat. Zitat:
Danke! |
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#5
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| Hallo siegertyp, bei Biotechnologie wundert es mich nicht so sehr. Fast alle Ingeneurbereiche haben gute Jobaussichten, eine Ausnahme ist Biologie. Das jedenfalls habe ich mehrfach gelesen. Also, ich bin kein Experte, ich bin selbst nur Student (mit zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen in völlig unterschiedlichen Richtungen, ein keineswegs linearer Weg) und kann Dir darum auch nur sagen, was ich machen würde. Ob Praktika möglich sind, siehst Du, wenn Du Dich dafür bewirbst bzw. nach Ausschreibungen suchst. Sofern es mindestens sechs Monate sind, die man in dem Betrieb arbeiten will, halte ich das auch für realistisch. Probleme gibt es nach meiner Erfahrung nur, wenn man weniger Zeit dafür veranschlagen will. In weniger als sechs Monaten lässt sich eben nicht viel machen, kein Projekt beenden, der größte Teil ist Einarbeitungszeit und dann bist Du wieder weg. Wenn Du sicher gehen willst, ob Du eine Chance hast, kannst Du auch mal bei relevanten Betrieben nachfragen. Wenn dein Job als CTA im gleichen Bereich wie Dein Studium liegt, ist das vielleicht sogar besser als ein unbezahltes Praktikum. Als Praktikant "verkaufst" Du Dich noch mehr unter Wert, weil Du überhaupt nichts bekommst. Der einzige Vorteil, den ich in einem Praktikum sehe, ist, dass Du vielleicht eher die Chance hast, auch Ingeneurstätigkeit auszuüben. Hier kommt es aber ganz auf das Praktikum an, Du musst schon ein gutes finden. Im schlechtesten Fall bist Du nur Kaffeekocher. Zitat:
Sollte es so weit kommen, sei einfach ehrlich. Das ist das beste, was Du machen kannst. Es ist doch nachvollziehbar und ich denke nicht, dass es ein Makel ist - im Gegenteil. Möglicherweise lernst Du über die Arbeit Leute kennen, die Dich weiterbringen können. Möglicherweise bekommst Du dadurch die Berufserfahrung, die Deiner Bewerbung noch den letzten Schliff gibt. Solange Du nachvollziehbar erklären kannst, warum Du diesen Weg gegangen bist und sogar noch Vorteile für Dich raus schlägst, ist das vollkommen in Ordnung. Leg den Fokus auf die Vorteile - gerade beim Bewerbungsgespräch. Du kannst zum Beispiel sagen, Du hast die gewünschte Stelle für Dich noch nicht gefunden, wolltest aber auch in der Zeit nicht untätig rumsitzen, sondern Deine praktischen Fähigkeiten erweitern. Guck mal nach, ob Deine Hochschule sowas wie ein "Career Office" anbietet. Bei uns gibt es das. Dort wird man kostenlos bzgl Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsgesprächen, sogar Jobsuche beraten. Wenn es das an der Hochschule nicht gibt, findest Du evtl derartige kostenlose Angebote bei Beratungen. ASI Wirtschaftsberatung macht das zum Beispiel. Ich habe beides für Bewerbungsgespräche und -unterlagen in Anspruch genommen und es hat mir sehr geholfen. Deine Chancen steigen dadurch. Besuch auch mal Jobmessen und nutze persönliche Kontakte (z.B. zum Professor?), sofern vorhanden. Ich bin mit meinen Professor, bei dem ich als HIWI arbeite, eher zufällig auf das Thema zu sprechen gekommen und er hat mir anschließend angeboten, mich zu empfehlen. Ein unschätzbarer Vorteil. Es kann ebenfalls helfen, Kontakt zu Absolventen zu suchen. Sei es über StudiVZ (o.ä.) oder über die Hochschule selbst. Die Leute arbeiten schon in Betrieben, können Tipps geben und auch Empfehlungen aussprechen. Grüße Ezra |
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#6
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| Hallo Ezra, Danke für deine Antworten! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Gruß |
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#7
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| Scheue dich nicht ein Praktikum anzunehmen. Damit kannst du schauen, welche Stellen zu dir passen und welche vielelicht eher nicht. Ausserdem kannst du so die nötige Motivation zeigen und Berufserfahrungen sammeln, allemal besser als eine Lücke im Lebenslauf zu haben. Und mit einer guten Praktikumsstelle verkaufst du dich auch nicht unter Wert. Du bist doch bestimmt ein cleveres kerlchen und kannst schon einschätzen welches Praktikum für dich rentabel ist und welches eher nicht.. das hängt ja auch von Aufgabenbereichen ab und nicht nur von der Betitelung der Beschäftigung! Vier Erfolg dir weiterhin! |
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#8
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| Glaubst Du, das ist nach über einem Jahr noch relevant? |
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#9
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| sorry is mir nicht aufgefallen!! Vielleicht liest ja jemand mit gleichen Fragen den Thread noch mal.. |
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