Ausbildung mobbing langzeitkrank was tun

Dieses Thema im Forum "Ausbildung" wurde erstellt von piepel, 7. Februar 2017.

  1. piepel

    piepel Neues Mitglied

    Hallo und Hilfe!
    Frage: meine erwachsene tochter hat 1,5 jahre ausbildung hinter sich plus vorab 1 jahr praktikum im selben betrieb. Aufgrund von
    erhöhtem arbeitsstress und ungerechtem druck von der arbeitgeberin
    verliert meine tochter jetzt massiv haare und bekommt sogar eine medizinische perücke und
    der arzt hat gesagt, idealerweise wechselt sie den ausbildungsplatz…sie
    ist jetzt erstmal von woche zu woche krankgeschrieben…wie sind ihre rechte wenn sie
    womöglich monate braucht, um fit zu werden um wieder stark genug für
    ausbildung zu sein? Sie hätte aussicht auf einen platz ab sommer…wer
    zahlt bis dahin??? Wie erhält sie ihr recht aufrecht die ausbildung
    weiterzumachen??? An wen kann man sich wenden??? Was passiert wenn sie einen aufhebungsvertrag macht und erst im sommer wieder loslegt. Gibt es ausbildungsteilzeit aus gesundheitlichen gründen?
    Es ist nicht ihre schuld dass sie jetzt krank ist!!! Kann sie sich 6
    monate krankschreiben lassen…sie braucht das vermutlich tatsächlich
    solange…wer zahlt dann? Sollte ausbildungsvertrag aufrechtgehalten
    werden??? Vielleicht könnte sie nur zur schule gehen um den stoff mitzubekommen für die zwischenprüfung?? Der arzt sagte ok, aber ihre chefin sagt nein. Entweder ganz oder gar nicht krank...Wir wissen nicht weiter.

    Beste Grüße
     
  2. henry150

    henry150 Mitglied

    Ich bin kein Anwalt und Rechtsberatung geht hier nicht. Ab zur IHK, da gibt es Hilfen und ggfls. Entzug der Ausbildungsberechtigung für den Betrieb. Wenn wirklich Mobbing in der Ausbildung stattfindet und damit die Krankheit begründet ist , dann notfalls mitGewerkschaft (wenn Mitglied) oder Anwalt vorgehen (falls in der Rechtschutzversicherung). M.W. gilt auch für Azubis die 6 Wochen Lohnfortzahlung und dann Krankengeld. Offensichtlich steht bei Dir oder deiner erwachsenen Tochter das Geld sehr im Vordergrund. Mir würde bei meiner Tochter die Gesundheit vorgehen.
    Dann auch bei Krankenkasse/Sozialamt und Jobcenter / Agentur für Arbeit erkundigen.
    Sinnvollerweise sollte die Tochter aber zu den genannten Stellen. Sie ist ja erwachsen.
     
  3. piepel

    piepel Neues Mitglied

    Hallo henry
    Vielen dank für deine Antwort. Geld kann keine rolle spielen weil alleine schon die perücke 1000€ kostet...Aber meine tochter möchte gerne diese ausbildung weitermachen. Ihr arzt und ihr fachlehrer haben ihr geraten zu einer anderen firma zu wechseln. Ab sommer hätte sie einen platz. Um zum examen zugelassen zu werden braucht sie die zwischenprüfung. Wie kommt sie an den schulstoff??? Und was ist wenn sie einen aufhebungsvertrag unterschreibt....dann war alles für die katz. Die tierärztekammer sagte beim ersten gespräch vor 6 monaten sie kennen leider die umstände in den tierarztpraxen aber sie können nichts tun. Beim erneuten kürzlichen anruf sagte eine extrem unfreundliche dame man muss vors gericht...wie soll ein mensch der plötzlich seine haare bis zur glatze verliert aus angst vor der allmächtigkeit ihres arbeitgebers sie vor gericht verklagen??? Sie soll keinen stress mehr haben...also suchen wir einen sanften weg. Wollen aber auch nicht, dass sie sich durch falsches verhalten selber steine in den weg legt. Wir kennen einfach die gesetze und möglichkeiten nicht. Darum die fragen hier im forum in der hofnung jemand kennt sich aus.
    Liebe Grüsse
    Piepel
     
  4. henry150

    henry150 Mitglied

    Hallo Piepel,
    es ist leider so - wenn es sich um eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten macht, dann darf eine Prüfung auch noch einmal gemacht werden. Für die Tochter gibt es für mich nur eins: Wechsel der Ausbildungsstelle. Den Stoff für die Zwischenprüfung kann sie auch aus den Schulbüchern holen. Da ist ja nur die Teilnahme wichtig, nicht aber die Note.
    Keine Gedanken machen - von der IHK bestätigen lassen - das Sie kann auch bei Krankheit zur Zwischenprüfung kann. Dann ist viel Eigeninitiative gefragt.
    Deiner Tochter viel Glück.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2017
  5. derWolf

    derWolf Moderator

    Hallo Piepel,

    ... du hast von Henry ja schon einige gute Hinweise erhalten, hier zusätzlich noch ein Urteil zum Thema Echthaarperücke und ob bzw. wann sie die Krankenkasse bezahlen muss "Sozialgerichts Koblenz (Az.: S 9 KR 706 50/15, S 9 KR 920/16)".
     
  6. Marienkäfer

    Marienkäfer Neues Mitglied

    Hallo Piepsel,

    ich würde keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Ich weiß nicht, wie das speziell in einer Ausbildung gewertet ist, doch normalerweise gilt das als beidseitiges Einverständnis für die Aufhebung des Arbeitsvertrages und wird beim Arbeitsamt als selbstverschuldete Arbeitslosigkeit angesehen. Ich würde mir wie oben bereits erwähnt Hilfe bei der IHK, Krankenkasse und Co. suchen. Man wird euch dort helfen, da kann der Betrieb nichts mehr dran machen.
    Abgesehen davon möchte das Unternehmen mit Sicherheit keinen Ärger mit der IHK.

    Euch beiden gute Besserung und viel Glück weiterhin!
     
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