Bewerbung aus dem Ausland II

Dieses Thema im Forum "Bewerben im Ausland" wurde erstellt von AllyPally, 20. Juli 2015.

  1. AllyPally

    AllyPally Neues Mitglied

    Ich lebe und arbeite, seit meinem Studienabschluss in Deutschland, nun seit knapp 10 Jahren im Europaeischen Ausland. Suche nun seit 2 Jahren in Deutschland eine Stelle, intensiv beworben v.a. im letzten Jahr. Das groesste Problem ist aber, dass ich einfach keine Einladungen zum Bewerbungsgespraech bekomme, nicht einmal wenn die Stelle nahezu 100%ig auf mein Erfahrungsprofil passt, sehr gutes Englisch oder internationale Projekterfahrung gewuenscht wird, etc. Und da man in dieser Phase der Bewerbung natuerlich wenig bis gar kein konkretes Feedback bekommt, faellt es mir schwer die Gruende einzuschaetzen und das Ganze wird immer frustrierender und ist ja auch sehr zeitintensiv.

    Stellen die auf meinen Erfahrungshintergrund passen sind haeufig als "Referent" oder auch "Projektmanager/-koordinator", ggf. auch "Wissenschaftlicher Mitarbeiter", bei Verbaenden, Vereinen, Stiftungen, etc, im Bereich Umwelt, Energie oder Stadt- und Raumplanung. Die kommunale Verwaltung faellt aufgrund meines FH Abschlusses gehaltsmaessig fuer mich weitgehend aus, bei Stellen auf Regierungsebene ist dieser meist sowieso ein Ausschlusskriterium bei einer Bewerbung, Berufserfahrung irrelevant. Grundsaetzlich bin ich auch an der Privatwirtschaft interessiert, sehe da aber weit weniger haeufig passende Stellen (oft geht es zu sehr in den Bereich PR, was ich zwar als Teilbereich mit Machen kann, mir aber als Hauptaufgabe weniger liegt).

    Ich habe inzwischen mehrfach meinen Lebenslauf und Anschreiben ueberarbeitet, von einem professionellen Berater sowie Bekannten aus verschiedenen Branchen checken lassen (kaum Korrekturen), und passe diese auch immer auf die Stelle an. So habe ich zeitweise das Gefuehl, dass mein momentaner Aufenthaltsort, oder der (zu) lange Auslandsaufenthalt Hinderungsgruende sind. Kann dies andererseits nur zum Teil nachvollziehen. Z.B. fuer ein Stelle in Berlin kann ich in in 2 Flugstunden anreisen. Eine Zugfahrt von Frankfurt oder ein Flug von Muenchen dauern etwa ebenso lang. Haben Bewerber aus diesen Orten dann die selben Probleme? Auch wird ueberall sehr gutes Englisch und oft auch internationale oder EU-weite Erfahrung oder Verstaendnis verlangt - wo soll das denn herkommen wenn nicht aus dem Ausland? Ein sich daraus ergebendes Problem sind vielleicht zum Teil die fehlenden professionellen Netzwerke innerhalb Deutschlands, von denen der Arbeitgeber hofft zu profitieren. Aber wie kann ich dies versuchen auszugleichen? Wie den Arbeitgeber ueberzeugen? Und was wenn es doch andere Gruende sind?

    Auch weiss ich, dass bei einigen Stellen auf die ich mich beworben hatte ueber hundert Bewerbungen eingingen, zum Teil sogar mehrere hundert. Ich hoffe allerdings, dass dies nicht bei allen Stellen so schlimm ist. Denn wie soll man da noch (positiv) auffallen, ob gerade im Ausland oder nicht wird das ja schwer…

    Einfach hier alles aufzufgeben und arbeitslos nach Deutschland zu gehen, und dann womoeglich ebensowenig erfolgreich zu sein (z.B. wenn der Standort gar nie der Hauptgrund fuer die Absagen war), erscheint mir zu riskant. Ich habe evtl die Moeglichkeit eines Sabbaticals, wo ich z.B. fuer 6 Monate “frei haben” koennte (die ich in Deutschland verbringen koennte) und dann aber meinen Job zurueckbekomme falls sich nichts ergibt (dass ich mich in der Zeit bewerben wuerde weiss natuerlich mein Arbeitgeber nicht). Aber auch da ist es fraglich wie moegliche neue Arbeitgeber diese “Auszeit” beurteilen oder wie es schliesslich im Lebenlauf aussieht. Auch muesste es natuerlich durch Nebenjobs vor Ort finanziert werden etc. Also auch nicht wirklich der bevorzugte Weg.

    Ich habe schon jegliche Online-Rategeber und Foren durchkaemmt, Beratungsorganisationen direkt ansgeschrieben (wobei die meisten keine neuen Ideen hatten)... Also versuche ich es nun einmal hier …

    Danke A.
     
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