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| Die Deutsche Bahn hat einem Zeitungsbericht zufolge ein großes Problem mit frustrierten und schlecht motivierten Mitarbeitern. Nach einer internen Untersuchung sind fast 70 Prozent der Mitarbeiter unzufrieden mit der Situation. Dies ist deutlich mehr als bei anderen ehemaligen Staatsunternehmen wie beispielsweise der Deutschen Post. Die "Financial Times Deutschland" zitiert am Dienstag aus der Erhebung, die Konzernmarketingchef Ulrich Klenke zusammengestellt haben soll. Ein Sprecher des Konzern bestätigte gegenüber der Zeitung die Existenz der Umfrage, wollte zu einzelnen Daten aber keine Stellung nehmen. Das schlechte Ergebnis soll für das Unternehmen offenbar Konsequenzen haben. "Wir haben einen breiten Lern- und Veränderungsprozess angestoßen", zitiert die Zeitung den Sprecher. Lange Entscheidungswege Dem Blatt zufolge schneidet die Bahn in der Umfrage deutlich schlechter ab als andere ehemalige Staatsbetriebe wie etwa Post über Telekom. Mitarbeiter in diese Unternehmen klagen regelmäßig über lange Entscheidungswege, komplizierte Strukturen und mangelnde unternehmerische Freiheiten. Im Klartext: Die Arbeit erscheint oftmals langweilig und geichzeitig lanstrengend. Für die Bahn dürfte es vor diesem Hintergrund noch schwieriger werden, qualifizierte Bewerber zu finden. Auch andere Gründe lösen dem Bericht zufolge Frust aus. So würde Deutsche Bahn gemachte Versprechen und Zusagen nur unzureichend einhalten. Und dies sowohl den Mitarbeitern als auch den Kunden gegenüber. Dies gehe aus einem Studie der Werbeagentur Serviceplan hervor, die die Bahn laut "Financial Times Deutschland" in diesen Tagen ebenfalls intern präsentierte. Deutsche Bahn will handeln Die Führung des Konzerns nehme die kritischen Rückmeldungen "sehr ernst", wie es heißt. Schließlich sind demotivierte mit regelmäßigem Kundenkontakt besonders schädlich. Die Bahn wurde daher nach einigen Angaben schon aktiv. In mehrtägigen Dialogrunden, "häufig mit dem kompletten Vorstand", sei zunächst der Austausch mit den Mitarbeitern gesucht worden, um "konkrete Veränderungen im Sinne der Mitarbeiter und der Kunden der DB" anzustoßen. In den nächsten Monaten seien weitere Konferenzen mit nochmals rund 4.000 Mitarbeitern vorgesehen. Die Resonanz darauf sei positiv. |
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