Es klingt völlig absurd: Eine Spedition entlässt einen ihrer Lkw-Fahrer fristlos, weil er durch eine Heldentat zu spät zum Ladetermin erscheint. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung.
Am vergangenen Montag ereignet sich auf der A 6 bei Ansbach ein schwerer Unfall: Ein Kleinwagen rast in das Heck eines Lkws. Der Pkw fängt Feuer, doch die Wagentür lässt sich nicht öffnen: Die Fahrerin und ihr Bruder sitzen im brennenden Auto fest.
Kay S. wird Zeuge des Unfalls und eilt den Verletzten sofort zu Hilfe. Mit einer Brechstange aus seinem Laster gelingt es ihm, die Insassen zu befreien.
Der Heldenmut wird jedoch alles andere als belohnt: Weil er es nicht mehr rechtzeitig zum Ladetermin schafft, wird der Brummi-Fahrer am nächsten Tag von seinem Chef gefeuert. Der rechtfertigt sich gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Der Fahrer war schon zu spät dran, als er zu dem Unfall kam. Der Unfall ist für die Kündigung nicht relevant." Kay S. will das nicht auf sich sitzen lassen und sich einen Anwalt nehmen.
Heldentat kostet Lkw-Fahrer den Job - WEB.DE