Die Mitarbeiter des schwedischen Autobauer Saab sollen ihre ausstehenden Gehälter durch die Ausgabe neuer Aktien erhalten. Der niederländische Sportwagenbauer Spyker - mittlerweile umbenannt in Swedish Automobile - kündigte am Mittwoch an, fünf Millionen neue Anteilsscheine an den Investmentfonds GEM Global Yield Fund auszugeben.
Damit dürfte das schwer angeschlagene Unternehmen etwa 6,4 Millionen Euro einnehmen. Nutzen will Swedisch Automobile das Geld den Angaben zufolge, um das Augustgehalt seiner 1600 Verwaltungsangestellten zu bezahlen.
Saab steht vor der Pleite. Die ehemalige Tochter des US-Konzerns General Motors schreibt seit Jahren rote Zahlen. Spyker hatte die Traditionsfirma im vergangenen Jahr für 400 Millionen Euro übernommen, konnte das Steuer trotz Finanzspritzen neu gewonnener chinesischer Partner aber nicht herumreißen. Ein Teil des Geldes der Investoren aus China kam dem Unternehmen zufolge auch nicht rechtzeitig an - weshalb die Beschäftigten auf ihr Geld warten mussten. Die Bänder des Werkes in Trollhättan stehen zudem seit Anfang Juni still. Saab verkaufte im vergangenen Jahr 30.000 Autos. Derzeit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Aufträge für 11.000 Wagen.