1 Euro Job macht meine Zukunft kaputt!
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1 Euro Job macht meine Zukunft kaputt!

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  #1  
Alt 24.02.2009, 20:02
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Standard 1 Euro Job macht meine Zukunft kaputt!


Hallo

Erst mal zu meinen persönlichen Angaben:

Geschlecht: Männlich
Alter: 31 Jahre
Ausbildung: Nichts
Letzter Job: 1 Euro Job vor 3 Jahren

So nun zum Eigentlichen. Momentan habe ich mächtig Stress mit der Arge und einem angebotenem 1 Euro Job den ich letzten Endes annehmen musste um einer Kürzung meines Geldes aus dem Weg zu gehen. Ich muss bei dem Job durch die Stadt laufen und den Müll einsammeln. Ab dem 31. Mai wäre ich dann wieder arbeitslos da die Beschäftigung nur bis dahin geht. Danach ist wieder Schicht im Schacht. Nun zu dem damit verbundenem Problem...

Ich habe seit Anfang November eine Schulung in einem Tattoo Studio begonnen. Dort bekommt man während man das Handwerk erlernt ja kein Geld. Das kommt erst mit den ersten Kunden denen man ein Tattoo sticht. Das Ganze müsste man in anderen Studios sogar bezahlen. Geht ab 1500 Euro los. Ende offen.

Nun hat das Tattoo Studio aufgrund meines Talentes aber reges Interesse an mir. Also bekomme ich diese Schulung gratis mit einer Zusicherung auch in dem Studio weiterhin arbeiten zu können. Spricht wenn ich dann ausgelernt habe kann ich dort weiter arbeiten bis ich genug Geld verdiene um von der Arge unabhängig zu sein. Ich denke das diese Zusicherung schon eine Zukunftsperspektive für mich darstellt.

Nun kam aber die Arge dazwischen. Die wissen über den Job im Tattoo Studio bescheid aber wollen das nicht. Also bekam ich den 1 Euro job zugewiesen. Der würde mir aber meine Zukunft im Tattoo Studio verbauen. Ich muss in Übung bleiben sonst kann ich das alles vergessen. Dann schwindet meine Zukunft und der feste Job dahin und zum Tausch bekomme ich den 1 Euro Job bis 31. Mai und steh dann wieder dumm da.

Nun wollte ich schauen was ich da machen kann. Ich habe zum einen den Plan das ich mich selbständig in der Branche machen könnte. Konzept ist schon in Arbeit. Auf der anderen Seite kann man ja auch einen Wiederspruch gegen den 1 Euro Job einlegen. Würde ich auch im Notfall machen. Nun wollte ich aber mal in die Runde fragen was ich noch alles machen kann da ich mich was das angeht auch nicht auskenne. Es geht wie geschrieben um meine Zukunft und mein Berufsleben was durch diesen 1 Euro Job auf dem Spiel steht.

Ich würde mich sehr freuen wenn mir da jemand weiterhelfen kann. In welcher Form auch immer.

Falls mir jemand eine Email schreiben will dann bitte zu demonbeleth666@gmx.de. Ansonsten hier was posten oder mir eine Nachricht zukommen lassen

Vielen Dank schon mal an alle!!!
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  #2  
Alt 24.02.2009, 20:32
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Ehrlich gesagt erschließt sich mir aktuell das Problem nicht ganz, je nachdem wie lange diese "Einarbeitung" im Tatoo Studio dauert...

Immerhin ist das Ganze praktisch ein Praktikum und eine feste Zusage zur weiteren Anstellung scheint zu bestehen, oder?

Was genau weiß die ARGE denn? Dass du momentan keine Zeit zum Arbeiten hast - also de facto nicht vermittelbar bist - weil du mehrere Stunden am Tag in einem Tatoo Studio rumhängst?

Oder wissen die, dass du aktuell ein Praktikum machst und die feste Zusage auf eine spätere Beschäftigung in der Tasche hast?

Hast du dir schon mal was schriftliches von denen geben lassen darüber, wie es sich verhält, das du der ARGE hättest vorlegen können?

Denn den Standpunkt der ARGE sehe ich aus Richtung Unvermittelbarkeit kommen.. sprich: Du beziehst Leistung, die aktive Arbeitssuche voraussetzt, bist aber eigentlich gar nicht verfügbar, wegen der Sache im Tatoo Studio...
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  #3  
Alt 24.02.2009, 20:41
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Also...

Die von der Arge wissen das ich im Tattoo Studio arbeiten und lernen will. Haben mir selbiges aber nach 2 Monaten Genähmigung verboten da ich dort in der Lehrzeit kein Geld verdiene. Spricht ich darf zwar ins Studio privat aber nicht lernen oder dort arbeiten, da es mir dann als Schwarzarbeit ausgelegt wird.

Praktikum kann die Arge laut meines Sachbearbeites nur 4 Wochen bei dem gleichen Arbeitsgeber genähmigt werden. Diese 4 Wochen hatte ich schon. Das Studio soll mich nun sofort einstellen und ein volles Gehalt bezahlen laut des Sachbearbeiters der Arge. Das ist aber nicht möglich da ich dafür erst Kunden bedienen können muss damit Geld in die Kasse kommt. Anders ist das fürs Studio nicht tragbar.

Ich war mit der Inhaberin persönlich bei der Arge die die Richtigkeit meiner Aussagen bestätigt hatte. Aber wie geschrieben dadurch das ich "noch" nicht dort verdiene, hat mir das Arbeitsamt eine Studio Sperre gegeben und stattdessen einen 1 Euro Job.

Die Einarbeitung wäre bis ca. anfang August.

Geändert von Beleth (24.02.2009 um 20:42 Uhr) Grund: Was vergessen
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  #4  
Alt 24.02.2009, 20:44
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Wie lang dauert diese Einarbeitungskiste denn insgesamt..?

Ich meine, fakt ist, du kannst in deiner Freizeit machen, was du möchtest - aber wenn du im Leistungsbezug bist, dann musst du vermittelbar sein. Und das bist du nicht, wenn du 6 Monate lang quasi vollzeit in dem Studio bist...
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  #5  
Alt 24.02.2009, 20:47
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Das Problem ist doch ganz einfach:

Wenn du willst, dass dir die ARGE/Jobcenter Miete, Nebenkosten, Heizung, Regelsatz und Krankenversicherung zahlt, musst du der ARGE - sprich: dem Arbeitsmarkt - zur Verfügung stehen.

Stehst du der ARGE nicht zur Verfügung, verlierst du alle Ansprüche, mit anderen Worten: du bist erledigt.

Rechtsgrundlage dazu ist die Erreichbarkeitsanordnung.

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...ltungsrats.pdf
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  #6  
Alt 24.02.2009, 20:51
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Ich suche nach einer Lösung nicht nach dem Problem. Das ist mir bereits bekannt. Das ganze würde bis Anfang August dauern dann wäre ich dort angestellter. Wenn ich diese Schulung nicht durchziehe wird nichts aus der ganzen Geschichte und ich bin nach dem Integration Job wieder Arbeitslos.
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  #7  
Alt 24.02.2009, 21:02
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Das klingt jetzt hart aber: Und?

Soweit ich das richtig verstehe, bist du seit mind. 5 Jahren arbeitslos - denn vor 3 Jahren war deine letzte Beschäftigung ein anderer 1-Euro-Job, da musst du also schon auf ALG II gewesen sein, also mindestens den ALG I Bezug schon hinter dir gehabt haben.

Jetzt verlangt die ARGE von dir, dass du für einen befristeten Zeitraum für arbeitsähnliche(!) Zeiten zur Verfügung stehst und du sagst, du kannst nicht, du hast was anderes zu tun... Das heißt, man muss davon ausgehen, dass du einen angebotenen Job auch ablehnen würdest, weil du ja was anderes zu tun hast, bzw. einen angebotenen Job nicht machen "könntest", weil du keine Zeit hast.. und das, weil du etwas tust was dich - nach eigener Aussage - auch dann nicht sofort aus dem Leistungsbezug bringen wird, wenn du anfängst dort zu arbeiten.

Du hast jetzt schlicht das Problem, das jeder normale Arbeitstätige hat: Wenn er sich (Weiter)bilden will, muss er das irgendwie mit seinen Pflichten unter einen Hut bringen.

Und wenn das Studio dafür kein Verständnis hat, sprich, es keine Möglichkeit gibt, die Ausbildung neben dem 1-Euro-Job weiter zu machen oder meinetwegen in den Abendstunden oder am Wochenende oder weiß-der-Geier, dann bleiben dir nur zwei Möglichkeiten:

- entweder du gehst raus aus dem Leistungsbezug, machst deine unentgeltliche Ausbildung im Studio und fängst dann dort an, oder

- du bleibst im Leistungsbezug und stehst der ARGE entsprechend zur Verfügung.
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  #8  
Alt 24.02.2009, 21:10
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Hi

Wie geschrieben das Problem an der Sache ist mir bekannt. Ich bin auf der Suche nach einer Lösung inc. Gesetzgebungen dazu. Selbst wenn ich den Job nun ablehne bekomme ich weiterhin Leistungen von der Arge. Selbige werden ja nicht gestopt sondern gekürzt. Darum geht es ja auch nicht.

Mich interessiert ein offizieller Weg meinem Berufswunsch und meinem Job weiterhin nachgehen zu können, ohne das Terror in meinem Leben der unberechtigt ist entsteht.

Eine Abendschulung gibt es in dem Bereich nicht. Tattoo Studios haben halt normale Öffnungszeiten und innerhalb eines Tattoo Studios würde diese Schulung ja stattfinden.

Grüße
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  #9  
Alt 24.02.2009, 22:13
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Hallo Beleth,

... du suchst in deiner verqueren Situation einen offiziellen Weg um eine offiziell nicht anerkannte Ausbildung zu betreiben, seisdrum.

Vergiss deine Suche nach Gesetzeslücken oder irgendwelchen Urteilen des Sozialgerichtes von Hintertupfingen von denen du glaubst/hoffst dass sie sich auf deinen Fall übertragen lassen... das bringt dir nichts.

Worin besteht für dich das Problem nach Feierabend ins Studio deiner Wahl zu fahren, der Laden wird kaum 16:30 schließen, und zu üben? Dann müssen eben für diesen überschaubaren Zeitraum, es geht um nur drei Monate, sonstige Interessen hintenan stehen.

Und vielleicht lässt sich über diese ach so harte Zeit der Doppelbelastung ja irgendwann mal ein Text schreiben?


Wolf







Zitat:
Zitat von Beleth Beitrag anzeigen
Hi

Wie geschrieben das Problem an der Sache ist mir bekannt. Ich bin auf der Suche nach einer Lösung inc. Gesetzgebungen dazu. Selbst wenn ich den Job nun ablehne bekomme ich weiterhin Leistungen von der Arge. Selbige werden ja nicht gestopt sondern gekürzt. Darum geht es ja auch nicht.

Mich interessiert ein offizieller Weg meinem Berufswunsch und meinem Job weiterhin nachgehen zu können, ohne das Terror in meinem Leben der unberechtigt ist entsteht.

Eine Abendschulung gibt es in dem Bereich nicht. Tattoo Studios haben halt normale Öffnungszeiten und innerhalb eines Tattoo Studios würde diese Schulung ja stattfinden.

Grüße
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... schöne Grüße

Wolf





Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung.
Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar.
Ich bin kein Jurist.
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  #10  
Alt 25.02.2009, 06:16
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Hi derWolf

Text schreiben? Smilie mit Horns up? Ich wurde erkannt....

Das Problem liegt darin das wenn ich ab 16.30 Uhr übe das ganze nur 2 Stunden am Tag wären während ich normalweise 8 Stunden am Tag übe. Bei 8 Stunden am Tag dauert das ganze bis ca. Anfang August. Wenn ich nur 2 Stunden habe dann dauert das Ganze ca. 2 Jahre da ich die Zeit ja mal 4 Rechnen muss. Innerhalb dieser 2 Jahre werden mir dann immer wieder neue 1 Euro Jobs angedreht die das ganze unnötigerweise erschweren und hinauszögern.

Ich habe mich an ein paar Anwälte für Sozialrecht gewendet und werde nun sehen was das Ganze bringen wird. Ebenso ist nun die lokale Zeitung und einige Anlaufstellen für Sozialrecht in die ganze Geschichte insolviert. Zudem werde ich ein gespräch mit dem Teamleiter meines Sachbearteiers der Arge anstreben und mein Konzept für meine Selbstständigkeit ausarbeiten. ich denke das ich im Laufe der Zeit hier schreiben werde was sich getan hat um anderen eine Hilfestellung zu sein die ein ähnliches Problem haben.

Grüße
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