Bei der Wahrheit bleiben im Vorstellungsgespräch immer von Vorteil?
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Bei der Wahrheit bleiben im Vorstellungsgespräch immer von Vorteil?

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  #1  
Alt 23.02.2010, 16:32
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Hallo an all die netten User hier,

ich habe diese Woche mein erstes Vorstellungsgespräch seit langem (studiere seit Oktober '09 an einer Hochschule).

Meine letzte Arbeitstelle wurde in der letzten Woche der Probezeit seitens des AG gekündigt, da ich stressbedingt so ein oder zwei (ok ich gebs zu: einige) Böcke geschossen hatte und man mir Überforderung attestierte.

Wenn jemand hierzu mein Arbeitszeugnis sehen mag: Arbeitszeugnis (Kündigung durch AG in Probezeit)

Was jetzt natürlich KO-Kriterium beim Bewerbungsprozess ist, denn wenn ich wahrheitsgemäß schildere, weswegen meine letzte Stelle gekündigt wurde, denken sich die meisten Personaler/Chefs halt "Um Gottes Willen", was is denn des für ne Handlampe?", (meine Erfahrung aus bisherigen Vorstellungsgesprächen) was man ihnen ja nicht mal verübeln kann.

Deswegen bin ich für das Gespräch diese Woche noch am Überlegen, wie ich dies geschickter formulieren könnte.

Auf keinen Fall möchte ich irgendwas zusammenflunkern oder die letze Firma schlechtreden, aber ich mag mich halt auch nicht von vornherein aus dem Rennen katapultieren...

Hat vielleicht schon mal jemand ähnliches hinter sich gebracht und kann mir dazu ein paar Tips geben?

Mein Dank wäre unermeßlich...

Liebe Grüße
Balomar

Geändert von Franky (30.06.2010 um 17:52 Uhr)
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  #2  
Alt 23.02.2010, 17:18
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Balomar, deine Einstellung gefällt mir.
... und wenn du jetzt die Zeit deiner letzten Tätigkeit für dich reflektierst, zu welchem Schluss kommst du wenn du dich fragst woraus diese Minderleistung resultierte?
Das Wissen hierum sollte die Basis für jede weitere Überlegung bilden...
__________________
... schöne Grüße

Wolf





Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung.
Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar.
Ich bin kein Jurist.
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  #3  
Alt 23.02.2010, 18:44
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Hallo Wolf,

es ist für einen selbst immer schwieriger als für Außenstehende, eigene Defizite zu erkennen bzw. zuzugeben. Aber ich hatte seit meiner letzten Tätigkeit genug Zeit das ganze etwas differenzierter zu betrachten und bin zu folgendem Schluss gekommen, welche Gründe zum Verlust meiner Stelle führten:

> Neigung zu (extremen) Fehlern unter Stressituationen (wenn alles auf einmal fertig werden soll)
Paradebeispiel: 5 Angebote innerhalb einer Stunde fertigmachen und das Telefon rasselt im Minutentakt...komm ich nicht mit rum...
> meine angeborene Trägheit (bin einer von der gemächlichen Sorte)
> mangelhafte Kommunikationsbereitschaft (wurschtel gerne allein vor mich hin) bzw. schließe mich zu wenig mit anderen Abteilungen kurz)
>Neigung dazu "unangenehme" Dinge auszusitzen
>kleineres Autoritätsproblem

Bin übrigens drei Tage, bevor ich meine Kündigung erhielt, dazu aufgefordert worden, schriftlich einige Punkte aufzuführen, bei denen ich an mir selber Verbesserungsbedarf sehen würde. Dem bin ich nachgekommen, nur leider ist's wohl doch nicht so der Bringer gewesen...

Insgesamt also einige Scharten die ich bei mir auswetzen muss...

Nur ist leider nun mal so dass man den Personaler/ Chef/ Abteilungsleiter von dem überzeugen muss, was man kann, ich selbst würde ja als Geschäftsführer ja auch niemanden einstellen, der mir seine persönlichen und fachlichen Defizite herunterbetet...

Wäre es vielleicht ein richtiger Ansatz, dies Punkze zu schildern und im gleichen Zuge Verbesserungsvorschläge einfliessen zu lassen?

Sehe momentan keine vernünftigere Lösung...

Freundliche Grüße
Balomar
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  #4  
Alt 07.03.2010, 02:50
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Hi,

Fehler sind Potentiale...
Die Frage ist, wie man zu ihnen steht.


Du willst ehrlich sein - also musst du das Kind beim Namen nennen.
Allerdings würde ich von "Verbesserungsvorschlägen" absehen, es ist nämlich nicht der Job deines potentiellen AG, dich arbeitsfähig zu "verbessern" - der will gefälligst Leistung sehn für sein Geld.

Der Ansatz KANN also nur sein im selben Atemzug zu erklären, weshalb sich das geändert hat und du jetzt anders/besser arbeiten kannst.

Beispiel:

Ich war mit der eigenverantwortlichen Strukturierung und Priorisierung meiner Arbeitszeit und -kraft vollkommen überfordert. Das führte zu Fehlern. In der Zwischenzeit habe ich mich mit zielorientierten Arbeitsmethoden und Zeitmanagement ausseinander gesetzt, würde mich zur Sicherheit noch eine Führungskraft wünschen, die mich in der Umsetzung unterstützen und monitoren kann.
__________________
All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move.
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