Eigenkündigung: wie gehe ich mit meinem alten AG um?
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Eigenkündigung: wie gehe ich mit meinem alten AG um?

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  #1  
Alt 22.05.2007, 17:57
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Standard Eigenkündigung: wie gehe ich mit meinem alten AG um?


Hallo Forum,

ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch und bin mir überhaupt nicht sicher, wie ich die Kündigung meiner alten Stelle "erzählen" soll. Ich fasse mal kurz die Erlebnisse meiner alten Arbeit zusammen:

- Ich bin für ein halbes Jahr Prokurist und eingesetzter Geschäftsführer einer deutschen Niederlassung eines ausländischen Unternehmens gewesen
- Der Unternehmensbesitzer hat mir das komplette Rechnungswesen vorenthalten (Aussage von ihm war, dass er mir Zeit geben möchte, mich einzuarbeiten und den Vertrieb zu strukturieren)
- Nach 2 Monten habe ich dann mir selbst Einblick in die Zahlen verschafft und gesehen, dass das Unternehmen komplett überschuldet und zahlungsunfähig ist. Sozialversicherungen für die MA wurden nicht gezahlt, Lohnsteuer auch nicht. Teilweise wurden scheinbar Handlungen unternommen, die zumindest hart an der Grenze der Legalität waren.
- Den Mutterkonzern im Ausland gibt es gar nicht (Recherche meines Anwaltes), Aussage des Besitzers: Es befindet sich in Eintragung und dass würde halt dauern
- Auf Raten meines Anwaltes habe ich fristgerecht gekündigt, um einer evtl. persönlichen Haftung zu entgehen
- ich warte noch auf drei Monatsgehälter, die ich wahrscheinlich nicht sehen werde. Ein Arbeitszeugnis werde ich wohl auch nicht bekommen
- die Angelegenheit ist beim Anwalt, der versucht, zumindest das Gehalt einzutreiben

Wie gesagt, jetzt habe ich Morgen ein Vorstellungsgespräch. Dort wird man mich ja nach meinem alten Arbeitsverhältnis fragen. Ich weiß, man soll nicht schlecht über den alten AG reden. Aber in so einem Fall muss ich ja irgendwie erklären, warum ich ziemlich überstürzt (ohne Nachfolgejob) gekündigt habe.

Ich freue mich über jeden Rat.

Viele Grüße
Condor
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  #2  
Alt 22.05.2007, 18:51
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Ich würde das so ausdrücken, dass ich in einer verantwortungsvollen Position war und dass es sich ergab, dass meine Ansichten und die Ansichten des Unternehmers von einem geregelten Geschäftsbetrieb nicht kongruent waren und man möge mich aus Gründen des Vertrauensschutzes gegenüber dem alten Arbeitgeber bitte dazu nicht mehr befragen. Wenn noch Fragen wären, könne man sich ja an den alten Arbeitgeber wenden.

Für mich sei das Kapitel Firma XYZ abgeschlossen.
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  #3  
Alt 22.05.2007, 19:42
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Verspiele ich mir damit vielleicht aber jede Sympathie im Gespräch? Ich blocke ja dann das Thema komplett ab.
Würde das für den Personaler in Ordnung sein (für mich ja auf jedem Fall)?
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  #4  
Alt 22.05.2007, 20:05
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Ich sage mal so: ich habe noch in keiner (!) Firma gearbeitet, die nicht Dreck am Stecken gehabt hätte. Alles nur Betrüger, Banditen, Gangster und Ganoven, warum denen die STAATSANWÄLTE und die Steuerfahndung nicht auf die Schliche kommt, ist und wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Wenn dein Gesprächspartner nicht sofort begreift, was du ihm sagen willst, dann ist der einfach nur unfassbar dumm und du bewirbst dich bei der falschen Firma.

Du bist ja sowieso verpflichtet, verschwiegen zu sein und Geschäftsgeheimnisse zu wahren, ganz besonders bei deiner gehobenen Position.

Wenn man sich also weigert, aus dem Nähkästchen zu plaudern, dann kann das eigentlich nur posiiv bewertet werden, weil man davon ausgehen muss, dass die Verschwiegenheit auch beim nächsten Arbeitgeber geübt wird.
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