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#1
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| moin moin, suche gerade nach einer positiven beschreibung für meine schwächen: z.b. für "neugierig" kann man m.e. wissbegierig sagen - in der neuen tätigkeit zu viel nachfrage (wieso weshalb warum) aber wie kann man z.b. ungeduld, zu viel reden, nicht immer nein sagen - wie kann man das positiver ausdrücken. danke schonma für die antworten roger Geändert von scorpionpower (25.10.2009 um 08:13 Uhr) |
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#2
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| Grundsätzlich würde ich zunächst behaupten, dass eine bestimmte Eigenschaft in dem einen Beruf eine Schwäche sein könnte und in einem anderen eher eine Stärke darstellt. Als Beispiel: Ständige Neugier ist im kreativen, aber auch im forschenden Bereich eine Tugend - im Produktionsprozess (als Teil eines Herstellungs- oder Dienstleistungsangebotes) teilweise ein Fluch. Daher würde ich die persönlichen Eigenschaften eines Menschen nicht auf einen Beruf anpassen wollen, sondern eher den Berufswunsch den Eigenschaften anpassen. Natürlich kann und soll man "negative" Eigenschaften ändern oder verbessern und "zu viel reden" ist vermutlich nirgends zu gebrauchen, weil es darauf hindeutet, dass jemand nicht zuhören kann. Wenn also die Anforderungen des Berufes zum persönlichen Profil "eigentlich" passen, darunter nur wenige (noch) nicht ganz stimmen, so kann man durch eine einfach Formulierung die Schärfe einer (Noch)Schwäche abmildern. Diesmal am Beispiel der Ungeduld: "Ich erkannte recht früh, dass meine Ungeduld eine Schwäche ist und habe seit dem an mir gearbeitet. So habe ich inzwischen gelernt ..." Der Trick liegt darin, die Schwäche zuzugeben und die Erkenntnis, das man eine solche hat in die Vergangenheit zu legen und aus der heutigen Sicht eine Beschreibung anhängt, die deutlich macht, wie man sich bereits zum Positiven verändert hat. Noch etwas: Nach meiner Auffassung sollte man nicht so sehr auf die Schwächen starren, sondern eher die Stärken und ausbaufähigen Potentiale im Auge behalten. Jemand der mir schildert, wie gerne er eine Fremdsprache lernen möchte, werde ich nicht vorwerfen, er könne sie noch nicht. |
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#3
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| Wenn ein Arbeitgeber nach Schwächen fragt, sollte man vorsichtig sein. Eigentlich dienen solche Fragen nur dazu, den Bewerber klein zu machen und einzuschüchtern. Dem Bewerber soll von Anfang an klar gemacht werden, dass er nichts zu sagen hat. Maßgeblich ist nur das, was der Bewerber kann und ob er in der Lage ist, den Job fachlich auszufüllen. Meiner Ansicht nach sollte man sich nicht auf dümmliche Spielchen einlassen. Sowas geht immer zu Lasten des Arbeitnehmers aus.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#4
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| @nontestatum: Vorsicht mit solchen Pauschalisierungen! Natürlich gibt es Arbeitgeber, die mit den Schwächen ihrer Mitarbeiter einen Machtmissbrauch füttern und das auch schon im Bewerbungsgespräch erkennen lassen. Hier würde ich aufstehen und gehen, denn dort würde ich nicht arbeiten wollen. Nach meiner Meinung fragen die Arbeitgeber aber zurecht nach den Stärken und (!) den Schwächen eines Bewerbers. Wer sagt, er hätte keine Schwächen, ist in seiner Selbstwahrnehmung unrealistisch und in seiner Selbsteinschätzung unehrlich. Welchen Wert ein potentieller Mitarbeiter hat und an welcher Stelle er im Unternehmen seinen Platz finden könnte, hängt auch davon ab, wo ich seine Stärken am besten einsetzen könnte. Dabei zählt eben nicht nur sein fachliches Können, sondern auch seine Persönlichkeit - und die teilt sich in Stärken und Nichtstärken. Was nützt mir ein Fachmann, der sein Wissen aber vor lauter Schüchternheit nicht vor einer großen Anzahl Menschen erklären kann. Damit ist er nicht "wertlos". Ich kann ihn dann nicht für die Darstellung meines Unternehmens gegenüber Fachleuten z.B. auf einer Messe nutzen, sondern muss ihm ein eher weniger öffentliches Betätigungsfeld anbieten. So wird "Präsentationsfähigkeit" zum wichtigen Unterscheidungsmerkmal und hat nichts mit seinem fachlichen Können zu tun. Und die Frage danach, hat nichts mit "dummen Spielchen" zu tun. |
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