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#1
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| Hallo, Die Frage warum ich so lange studiert habe begegnet mir immer wieder. Und ich schaff es scheinbar nicht so recht sie zufriedenstellend zu beantworten. Faktisch ist es so, das ich deshalb "so lange" studiert habe, weil mein Masterplan im Studium war, dass ich auf keinen Fall in Zugzwang geraten will. Das heisst ich habe mir meinen eigenen Rithmus rausgesucht in dem ich Klausuren geschrieben habe, ergo so 4-5 Klausuren je Semester, so dass ich zwar länger gebraucht habe, es aber auch recht problemlos durchbekommen hab und auch noch ein Leben nebenher hatte. Und da jeder in meinem Studiengang gejammert hat das es ja so furchtbar wäre Praxisprojekt und Abschlussarbeit wärend den Vorlesungen machen zu müssen, dachte ich bin ich schlauer und hab mir dafür jeweils ein Semester frei gemacht. (Als kleines Nebenargument war ich noch ein Semester im Ausland aber naja...) Wenn ich das so aber im Vorstellungsgespräch angebe scheint das so zu wirken als wär ich schlicht faul. Ich Persönlich seh das eher als eine vorausschauende Methode aber naja... Wie kann man so etwas also am Besten dem Gegenüber beibringen? |
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#2
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| Hi, mich würde vielleicht noch interessieren wie viele Semester du denn studiert hast, was die Regelstudienzeit ist und wie so deine Noten waren? Mal angenommen du hast 10 Semester studiert, hattest eine Regelstudienzeit von 6 Semestern, hast aber nur 1er und 2er dann sehe ich da überhaupt kein Problem, WENN neben dem Studium die entsprechenden praktischen Erfahrungen gesammelt wurden. Ich habe selbst 10 Semester lang studiert und normalerweise hätten es 6 sein sollen, aber ich habe während des Studiums insgesamt zwei Praktikas von jeweils 6 Monaten, ein Werkstudentenjob über 1 Jahr und meine Thesis in einem Unternehmen geschrieben was auch nochmal 6 Monate lang ging. Es ist ja bekannt, dass sehr viele Unternehmen am liebsten einen 20 jährigen, in kürzester Zeit fertig studierten und zusätzlich noch jemanden mit 3 bis 4 jähriger Berufserfahrung wünschen. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es aber nun mal nicht. Entweder man studiert innerhalb kürzester Zeit und hat keine bis wenig praktische Erfahrung, oder man lässt sich länger Zeit und kann noch einige Referenzen vorweisen. Ich würde einfach so argumentieren, dass du gute Noten schreiben wolltest, nebenher noch Praxis- und Auslandserfahrung sammeln wolltest und dir dafür die Zeit genommen hast, weil es in so kurzer Zeit nur schwer möglich gewesen wär. Schließlich möchte man, so wie du es schon sagst, auch noch ein Leben neben dem Studium.... In diesem Sinne... Einen schönen Abend noch. |
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Cypria (24.01.2012) | ||
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#3
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| Ich habe 12 Semester Studiert. Regelstudienzeit ist die Hälfte. Bei den Noten ist eigendlich alles vorhanden von 1,0 bis 3,8. Die meisten liegen bei etwa 2 - 2,8. Nebenher hab ich den ein oder anderen Nebenjob gemacht, aber nichts Fach-relevantes. Ob ich mich in der Fachschaft engagiert habe wurde ich auch schon gefragt, hab wahrheitsgemäss mit nein geantwortet. Da bei den Noten ja alles dabei ist kann ich entsprechend auch nicht mit "dafür sind meine Noten aber super" argumentieren, auf den Gedanken war ich auch bereits gekommen. |
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#4
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| Ok, deine Situation ist dann schon etwas anderes. Da du keine fachrelevant praktische Erfahrung hast, kannst du die lange Studienzeit so nicht erklären. Das macht aber gar nichts... Hier würde ich trotz allem versuchen so gut es geht bei der Wahrheit zu bleiben und diese unter Umständen noch etwas "auszuschmücken", aber nicht zu lügen bzw. etwas dazu zuerfinden. Zum Beispiel würde ich an deiner Stelle jetzt so argumentieren, dass du dein Studium zum größten Teil selbst finanzieren musstes, weil dich deine Eltern nicht so unterstützen konnten/wollten wie es vielleicht nötig gewesen wäre. (Das war z.B. bei mir auch so der Fall) Darum hast du auch immer wieder einige Nebenjobs während dem Studium gehabt, wofür viel Zeit drauf ging. (Jetzt kommt der wichtigste Satz) Letzten Endes hast du dir lieber etwas mehr Zeit gelassen um dein Studium erfolgreich und mit guten Noten zu beenden, anstatt nach wenigen Semestern abbrechen zu müssen weil du zu schlechte Noten hast, oder dir vielleicht das Geld aus geht... (So oder ähnlich könnte man vielleicht auch deine Situation beschreiben....) Wichtig ist meiner Meinung nur, dass du zu 100% hinter dem stehst was du auf die Frage antwortest. Mir ist es schon häufig passiert, dass ich nur ein sehr gutes und glaubwürdiges Argument gebraucht habe um auf diese Frage zu antworten. Wenn du den Sachverhalt verständlich erklärst und begründen kannst warum du dich so entschieden hast wird kaum jemand noch weiter nachfragen. |
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Cypria (25.01.2012) | ||
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#5
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| Einige Nebenjobs sind halt nicht so viel und nicht so regelmässig, besserte mir halt wirklich "nur" das Geld auf und nicht so das es für mich Überlebenswichtig gewesen wäre. Wenn ich es also in die Richtung ausschmücke lüge ich faktisch. Dann müsste ich auch die Nebenjobs im Lebenslauf rauslassen, weil es ist offensichtlich das das nicht die ganze Studiumszeit abdeckt. Ich wollte halt alles unter einen Hut bekommen. Es ist auch nicht so das ich langeweile geschoben hätte. Ich war gut ausgebucht mit meinem Studium und den Aufgaben die man aufbekam, bzw. dem Lernen. Ich wollt es halt nur schlauer machen wie andere und nicht ins schleudern geraten. Und so Kram nebenher mit dem man sich auseinandersetzen muss wenn man erstmal lernt wie es ist, wenn man ausgezogen ist, gibts ja auch noch. Und ein Leben nebenher hab ich auch noch hinbekommen. Wenn ich so drüber nachsinne kanns auch gut sein das ich deshalb auch etwas bewusst langsam gemacht hab weil man mir immmer bedeutungsschwanger gesagt hat "Naja... versuchen kann mans ja" Aber damit zu argumentieren klappt glaub ich gar nicht. Das geht nach hinten los. |
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#6
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| was big daddy vorgeschlagen hat klingt vernünftig. wenn man deinen ersten post liest - sorry, jetzt nicht falsch verstehen - könnte man wirklich denken, du wolltest dir nur "keinen stress machen". arbeitgeber wollen aber immer gerne hören, dass man stressresistent ist und sich in die arbeit wirft, auch wenn es langsamer ginge. hab selber auch während des studiums verbummelt praxiserfahrungen zu sammeln, die relevant sind. :/ |
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#7
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| Wie hast du das Problem dann gehandhabt? Wärend dem Studium hätte ich auch nie daran gedacht das Praxiserfahrungen so wichtig sind. Von Beginn an hat man bei uns gepredigt bekommen das bisher noch JEDER der hier Studiert hat einen Studiertenjob bekommen hat. Unter so Voraussetzungen macht man sich auch noch weniger Gedanken drum. |
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