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#1
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| Hallo, ich habe mal ein Frage zur einer Umschulung. Ich muss vorher denke ich etwas zu meiner Situation sagen. Ich wollte eigentlich studieren, dies musste ich aber nach den 2 Semester abbrechen, das ganze ist schon 5 Jahre her. Ich habe das Studium nicht abgebrochen, weil ich keine Lust mehr hatte oder weil es zu schwer war, sondern weil ich eine rheumatische Erkrankung bekommen habe (Morbus Bechterew). Das ganze war eine lange Zeit recht schwerwiegend und hat sehr lange gedauert bis es im Griff war, (nicht lauffähig, "bewegungsunfähig") zumal die Diagnose alleine schon fast 1 1/2 Jahre in anspruch genommen hat, wo mir nicht wirklich geholfen werden konnte (wurde mit Muskelkater Ölen etc, behandelt, hab zuhause vor mich hinvegetiert (im Bett) um es mal so zu sagen ...). Mir gehts dank eines relativ neuen Medikamentes besser (Remicade), sprich, es ist im Stillstand und muss "nur" alle 10 Wochen eine Infusion bekommen (geht auch abends nach der Arbeitszeit), sonst nichts. Ist soweit alles wieder "normal". Ich hab schon recht früh mit beiden beinen im Leben gestanden, (eigene Wohung, etc...), wegen dieser Krankheit, bin ich dann zu meinen Eltern zurück. Ich habe nie irgendwelche Gelder beantragt, wir haben das alles in der Familie gelöst. Soweit mal zu meiner Vorgeschichte. Irgendwie muss es ja weitergehen und so habe ich mich mal selbst erkundigt was man da so machen kann. Eine Ausbildung hätte ich natürlich schon gerne, nochmal Studieren, wäre erstmal das letzte was ich machen wollte. Ich Muss ja auch mal was festes in der Tasche haben, bin jetzt 28. Da bin ich auf eine Stelle gestoßen, die mich etwas irritiert. Diese Stelle bietet eine Ausbildung zum IT-System-Kaufmann an (richtige Ausbildung, 2 Jahre mit IHK Prüfung), als Umschulungsmaßnahme für Studienabbrecher im Bereich Informatik, die das Studium aus guten Grund (nicht weil man keine Lust mehr hatte) abbrechen musste. Bis jetzt dachte ich, man bräuchte für Umschulung eine abgeschlossene Ausbildung, bei dieser Stelle stand dabei - Voraussetzung: Abitur, abgebrochens Informatik-Studium (Begründet). Also habe ich da mal eine Bewerbung hingeschrieben (per E-Mail). Einen Tag Später kam auch schon eine Antwort, das ich mich telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzten sollte, da ich angeblich in Ihr Profil passen würde. Mir wurde gesagt, das ich mich mit dem Arbeitsamt umgehend in Verbindung setzten sollte, weil die ja die kosten übernehmen sollten (Rehamaßnahme?). Was ich eigentlich wissen möchte, gibts es in solchen fällen wie meinen wirklich Umschulungen? Habe ich chance da rann zu kommen, habt Ihr Tipps wie ich am besten vorgehen sollte oder brauch ich mir da gar keine Hoffungen zu machen? Mir ist wichtig das hier verstanden wird, das ich bis jetzt "nichts" habe, nicht weil ich kein Lust hatte, sondern weil es einfach nicht ging bis jetzt. Mir ist schon klar das der Arbeitnehmer die kosten für meine Ausbildung tragen wird, bei so einer Umschulung, toll find ich das auch nicht. Ich will aber auch so schnell wie möglich wieder mit beiden Beinen im Leben stehen. Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen. |
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#2
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| Meine unmassgebliche Meinung:, Du bist kein Umschüler. Grund: du hast noch keine Ausbildung in einem anerkannten Beruf. Du kannst dich aber an die Agentur für Arbeit wenden und nachfragen, ob du gefördert werden kannst. Du müsstest dich beraten lassen, was da für dich in Frage kommt: Bildungsgutschein, BAB, BaFÖG, vielleicht sogar ALG II. Es ist die Aufgabe der Agentur, Leute in den "ersten" Arbeitsmarkt zu vermitteln. Daher die Förderung, um evtl. Bedürftigkeit vorzubeugen und zu vermeiden. Es stimmt mich etwas skeptisch, wenn eine Ausbildung gegen Vergütung angeboten wird. Das ist eigentlich nur bei vollschulischen Veranstaltungen üblich. Wenn das ein Betrieb ist, der im Rahmen des dualen Systems ausbildet und dabei gerne die Fördermittel der Arbeitsagentur mitnimmt, so würde ich das als ein Übel betrachten, dass einer näheren Untersuchung und Betrachtung wert wäre. Den Betrieb würde ich vorher ganz genau unter die Lupe nehmen ! (Kommissar Google) Man müsste dann auch prüfen, ob eine Ausbildung gegen Geld auch sinnvoll ist. Was hilft einem die schönste Ausbildung, wenn man anschliessend wegen einer wie immer gearteten Behinderung/Gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Anstellung erhält ... Meine Ansicht dazu habe ich mal in einem anderen Thread geäussert: Behindertenausweis - Vor oder nachteil? Fördergelder müssen vorher beantragt und genehmigt werden, also nicht einen Ausbildungsvertrag abschliessen und dann die Unterstützung beantragen. Dann wäre der Zug abgefahren. Dann noch ein Wort zur Krankenversicherung. Ich hoffe für dich, dass du in der gesetzlichen Krankenversicherung bist. Wenn du in der privaten Versicherung bist, solltest du eine Beratung in Anspruch nehmen, ob du da wirklich gut aufgehobnen bist. Die privaten KV haben bisher eindeutig nachgewiesen, dass sie ihre Mitglieder im Alter skrupellos behandeln, auch wenn dies durch die Gesundheitsreform nicht mehr so ist, weiss man nicht, was die Zukunft bringt: Man sollte also darauf achten, dass man in der richtigen Versicherung ist !!
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Danke erstmal für die Antwort. Ich habe natürlich noch nichts "unterschrieben", also kein Vertrag abgeschlossen. Mir wurden ja gesagt, ich sollte mich erst mit der Arbeitsagentur in Verbindung setzten, bevor da überhaupt was geht. Das mit der Umschulung hat mich ja auch selbst stuzig gemacht (wegen den Voraussetzungen) bei der Anzeige, nur steht diese Anzeige auf der Seite der Arbeitsagentur (Job-Börse). Nun, sicherlich darf man diese rheumatische Erkrankung nicht unterschätzen, da ich aber das Glück hatte mit einem neuen Medikament behandelt zu werden (war in einer Studie), habe ich keine Probleme mehr. Hoffentlich wird mir das jetzt nicht zum Verhängniss. Zugelassen ist das Medikament glaube ich erst seit Frühjahr 2006. Aber gut, muss man sehen was die Agentur dazu sagt, wo ich schon morgen ein Termin habe. Bin ja froh das ich ein recht gutes Abitur habe, somit werd ich schon irgendwie was passendes finden und wenn es ein neues Studium ist. Das versteh ich nicht ganz "Man müsste dann auch prüfen, ob eine Ausbildung gegen Geld auch sinnvoll ist. Was hilft einem die schönste Ausbildung, wenn man anschliessend wegen einer wie immer gearteten Behinderung/Gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Anstellung erhält ... " Soll ich umsonst arbeiten oder wie ist das gemeint? P.S Ich bin bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Geändert von tsiepo (09.08.2007 um 19:19 Uhr) |
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#4
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| Zitat:
Ich würde dann erwarten, dass du aus dem Auswahlverfahen herausfällst und als Bewerber abgelehnt wirst. Ich vermute, dass dies eine ständige Erfahrung für dich werden wird. Daher stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, in eine Berufsausbildung eine stattliche Summe Geldes zu investieren, wenn der Erfolg, nämlich eine entsprechende Arbeitsstelle anzutreten, möglicherweise sehr fraglich ist. Sowas würde sich nur dann lohnen, wenn du eine entsprchende Förderung von der Arbeitsagentur erhälst, aus eigenen Mitteln wäre das nicht ratsam.
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