Google-Tools für eine effektivere Stellensuche


Stellensuche mit Google

Wer bei der Stellensuche ganz normal googelt, bekommt meist nur die Jobangebote auf den Webseiten der gängigen Online-Stellenbörsen angezeigt, die bei Google gut gerankt sind und von jedermann schnell gefunden werden können. Mit verschiedenen kostenlosen Tools und Suchoperatoren von Google ist es jedoch möglich, die Stellensuche zu optimieren und auch die offenen Stellen zu finden, die abseits der bekannten Stellenbörsen angeboten werden und vielleicht sehr viel besser dem eigenen Profil entsprechen.

Google-Tools zur effektiveren Stellensuche

• Google Blogs

Über die Blogsuche von Google (http://blogsearch.google.de) können zum Beispiel Jobangebote besser gefunden werden, die in Blogs und Foren veröffentlicht werden. Die Suche kann direkt auf der Ergebnisseite nach Erscheinungsdatum gefiltert und als Atom- oder RSS-Feed angezeigt, abonniert und mit einem Feed-Reader (z. B. Google Reader oder Feed-Programm des Browsers) ständig aktuell abgerufen werden.

• Google Groups

Freie Stellen, die in Newsgroups oder Foren ausgeschrieben werden, sind zudem über die Gruppensuche von Google (http://groups.google.de) zu finden. Sowohl bei der normalen Suche in allen (Google-)Gruppen als auch bei der Suche in (Google-)Gruppen einer bestimmten Kategorie (v.a. „Wirtschaft und Finanzen – Stellenanagebote“) können Jobsucher fündig werden.

Stellensuche mit den erweiterten Sucheinstellungen und Suchoperatoren von Google

Normalerweise zeigt Google bei jeder Web-, Blog- und Gruppensuche alle Ergebnisse an, die den oder die eingegebenen Begriffe enthalten. Wer nach einem Job mit sehr spezifischen Kriterien sucht, kann seine Suchergebnisse insofern verfeinern, als er mehrere Begriffe in das Suchfeld eingibt. Daneben bieten die erweiterte Suche (rechts neben dem Suchbutton) bzw. die Eingabe von Suchoperatoren direkt ins Suchfeld die Möglichkeit, die Ergebnisse einzuschränken oder zu erweitern.

Bei der Stellensuche sind insbesondere folgende Sucheinstellungen und -operatoren hilfreich:

• Wortgruppen-Suche: Wenn die Jobbezeichnung aus mehreren Wörtern besteht, kann nach einer kompletten Wortgruppe gesucht werden, indem im Suchfeld alle Wörter zwischen Anführungszeichen gesetzt werden (z. B. Stellenangebot „Fachinformatiker mit Fachrichtung Systemintegration“).

• Oder-Suche: Existieren für ein und denselben Job mehrere Bezeichnungen, sollte nach irgendeiner davon gesucht werden, indem die Begriffe jeweils durch den Operator OR getrennt werden (z. B. Stellenangebot Bürokaufmann OR „Kaufmann für Bürokommunikation“).

• Ausschluss-Funktion: Sollen bestimmte Begriffe nicht im Stellenangebot vorkommen, können sie in der Google-Suche auch ausgeschlossen werden, indem die unerwünschten Begriffe mit einem Minuszeichen ins Suchfeld geschrieben werden (z. B. Stellenangebot Ingenieur -Praktikum).

• Sprach- und Ländereinstellung: Wird beispielsweise eine englische Jobbezeichnung wie „Junior Key Account Manager“ gesucht, sollen aber nur bzw. bevorzugt Stellenanzeigen auf Deutsch oder von deutschen Seiten angezeigt werden, kann dies unterhalb des Suchfelds („Seiten / Blogs / Gruppen auf Deutsch“ bzw. „Seiten nur aus Deutschland“) eingestellt werden. Für die meisten anderen Sprachen bzw. Ländern ist diese Einstellung in der erweiterten Suche möglich.

• Suche nur in bestimmten Teilen von Veröffentlichungen: Vor allem bei der Blog- und Gruppensuche kann es sinnvoll sein, wenn nur in bestimmten Teilen von Postings gesucht wird. Zum Beispiel können Suchbegriffe mit speziellen Suchoperatoren nur im Titel (allintitle:), nur im Hauptteil (allintext:) und nur in der URL (allinurl:) gesucht werden.

• Zeitbegrenzung: Wenn nur aktuelle Stellenangebote angezeigt werden sollen, kann über die erweiterten Sucheinstellungen eine Zeitbegrenzung vorgenommen werden.

Bei der Blog- und Websuche können über die per Klick wählbaren Zeiträume (z. B. in den letzten 24 Stunden, in der letzten Woche) hinaus mit einem kleinen Trick auch andere bzw. kürzere Zeiträume eingestellt werden:

1. Zunächst wie gewöhnlich die erweiterte Suche aufrufen und die Suche mit dem gewünschten Begriff starten.
2. Anschließend in der URL-Adresszeile des Browserfenster mit der Ergebnisseite nach dem Parameter qdr=all suchen.
3. Die Zeitangabe all durch m (Monate), w (Wochen), d (Tage), h (Stunden), n (Minuten) oder s (Sekunden) sowie die gewünschte Zahl ersetzen und die Seite aktualisieren.

Beispielsweise zeigt dann qdr=h3 die veröffentlichten Inhalte der letzten 3 Stunden an. Zeitangaben unter einer Stunde liefern allerdings unabhängig von der Zahl der tatsächlich vorhanden Veröffentlichungen meist nicht mehr als 10 Ergebnisse.

• Suche nach Stellenanzeigen im PDF-Format: Dies ist nur bei der Websuche möglich, aber besonders praktisch, da Unternehmen ihre Jobangebote häufig im PDF-Format auf ihre Homepage stellen. Wer gezielt danach suchen möchte, muss im Suchfeld zusätzlich zum Suchbegriff einfach nur filetype:pdf angeben.

Sonstige nützliche Google-Tools zur Stellensuche

• Google Alerts

Wer einmal eine oder mehrere gute Suchmöglichkeiten gefunden hat, kann sich mit Hilfe von Google Alerts (http://www.google.de/alerts) die Ergebnisse von Web-, Blog- und Gruppensuchen bequem bei Veröffentlichung, einmal täglich oder wöchentlich an die eigene E-Mail-Adresse schicken lassen (auch ohne Google-Mail-Account möglich) und muss so nicht mehr ständig manuell suchen.

• Google Base

Bei Google Base, dem Google-Kleinanzeigendienst, gibt es unter anderem auch eine eigene Jobbörse unter der Kategorie Stellenangebote (http://www.google.de/base/s2?a_n0=stellenangebote&a_y0=9&hl=de&gl=de). Die Handhabung ist relativ einfach; gefiltert werden kann sowohl nach Suchbegriffen als auch nach Anbietern, Postleitzahl, Jobart, -funktion und -industrie. Die Ergebnisse können entweder im Tabellen- oder in Kartenansicht auf Google Maps angezeigt werden. Allerdings finden sich hier derzeit fast nur Angebote externer Stellenbörsen (aubi-plus.com, arbeitsplatz24.com, austriajobs.at und germanpersonnel.de) und das Anzeigen von RSS-Feeds funktioniert leider nicht. Zudem empfiehlt es sich bei der Suche nach konkreten Jobbezeichnungen mit den Suchoperatoren allintext: bzw. allintitle: zu arbeiten, da es sonst sein kann, dass die Suchbegriffe nicht gefunden werden, obwohl entsprechende Jobs vorhanden sind. Reinschauen lohnt sich aber trotzdem, weil kein Angebot älter als 7 Tage ist.

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