Job-Rotation


Job-Rotation Arbeitsplätze wechselnJob-Rotation ist ein Begriff, der aus der englischen Sprache entstammt. Hier wird eine Arbeitsorganisation bezeichnet, bei der sich die Mitarbeiter nach einem bestimmten Rotationsverfahren an den Arbeitsplätzen abwechseln. Hier wird häufig kein Gruppenbezug zur Ausübung der Tätigkeit gewünscht. Das kann verschiedene Hintergründe haben. Zum einen dient die Job-Rotation generell als Prävention, wenn die Tätigkeit an sich mit einer erhöhten Gefahr der Ausübung krimineller Handlungen verbunden ist. Bei der Job-Rotation wird die Verführung zur Ausnutzung der Position durch den kontinuierlichen Wechsel sowie automatische Kontrolle der Mitarbeiter untereinander verhindert. Auch als Qualifikationsmaßnahme im Rahmen der Personalentwicklung kann die Job-Rotation eingesetzt werden. Das geschieht oftmals dann, wenn ein Mitarbeiter gezielt auf eine Führungsposition hin eingearbeitet werden soll. Auch durch Arbeitsmarktpolitik der Arbeitsagenturen kann die Job-Rotation als Qualifizierungsmaßnahme genutzt werden, damit Mitarbeiter für unterschiedliche Arbeitsplätze qualifiziert werden und dabei eine gewisse Flexibilität trainieren. Der Öffentliche Dienst setzt auch vermehrt auf Job-Rotation, um die Mitarbeiter an unterschiedlichen Arbeitsplätzen sinnvoll einsetzen zu können und eine bereichsübergreifende Tätigkeit zu ermöglichen.

Job-Rotation bringt viele Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit sich. Der Arbeitnehmer erfährt sich an unterschiedlichen Arbeitsplätzen und in unterschiedlichen Bereichen als ständig neues Glied in der Kette der Arbeitsabläufe. Das schult die Flexibilität und bringt auch viele Vorteile für die Karriere mit sich. Unterschiedliche Arbeitsgebiete zu bearbeiten und sich ständig in neue Sachverhalte einzuarbeiten trainiert in der aufmerksamen Erledigung der Arbeiten. Eine Routine, wie sie an unterschiedlichen Arbeitsplätzen verstärkt zu beobachten ist, wird hier nur sehr bedingt eintreten. Eine kontinuierlich hohe Motivation ohne Gewohnheitsfaktor bringt dem Arbeitnehmer die Tätigkeit in der Job-Rotation ebenso. Für den Arbeitgeber bedeutet die Job-Rotation, dass die Mitarbeiter für mehrere Arbeitsplätze qualifiziert sind und so Ausfälle schnell und unkompliziert kompensiert werden können. Bereichsegoismen werden so gesprengt und die Erhöhung der Produktivität stellen weitere Vorteile für den Arbeitgeber dar.

Leider hat aber auch die Job-Rrotation eine Kehrseite der Medaille, denn auch Nachteile müssen bei dieser Art der Arbeitsauübung akzeptiert werden. So können sich Mitarbeiter schnell überfordert fühlen. Auch mangelnde Bereitschaft der Job-Rotation aus Angst vor Veränderung kann sich bemerkbar machen. Der Zeitaufwand für Routinearbeiten ist auch größer, als wenn jemand täglich die gleiche Arbeit tut. Mitarbeiter müssen häufig größeren Arbeitsaufwand betreiben, Unruhe unter Mitarbeitern und Integrationsprobleme neuer Mitarbeiter können auch negative Folgen dieser Arbeitsweise sein.

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Bisher gibt es 4 Kommentare. »

  1. Wissenswert wäre auch, wie lange unterschiedlich Bereiche von einem Mitarbeiter besetzt werden, ehe der zum nächsten wechselt?

  2. Also heißt das, wenn keine Job Rotation gemacht wird, dann kann es dazu kommen das ein Mitarbeiter immer mehr mit seinem Arbeitsplatz zusammenwächst und sich irgendwann wie Don King fühlt? Er sieht sich mit der Zeit sehr wichtig, die Position ist durch ihn optimal besetzt, er kann nicht übertroffen werden.

    Stimmt das so oder nicht?

    PS: Den Begriff habe ich nämlich noch nie zuvor gehört, aber würde gerne verstehen, was das genau ist.

  3. Das könnte passieren auch wenn das eher die Ausnahme sein wird. Der Mitarbeiter wird dann alle paar Wochen aus dem Trott geholt, der sich ab und zu einschleicht.

    Gruß

    Jens

  4. Ich weiß nicht ob das so Ideal ist. Wenn eine Arbeit in Fleisch und Blut übergeht, ist das doch nur von Vorteil. Schnelle Erledigung der Aufgaben = mehr Zeit für Zusatzaufgaben. Im Endeffekt lässt sich aus der "normalen" Arbeitsverteilung ein ebenso hoher Nutzen gegenüber Jobrotation ziehen.

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