Jobhopping: Wie viele Jobwechsel verträgt ein Lebenslauf?

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Deutsche Arbeitnehmer wechseln heutzutage durchschnittlich alle 4 Jahre ihren Arbeitgeber. Die Gründe dafür können verschiedenster Art sein und auch je nach Branche lassen sich Unterschiede in der Häufigkeit und den Gründen für den Wechsel ausmachen. Als Jobhopping wird dieses neue Phänomen bezeichnet, welches in allen industrialisierten Ländern zu beobachten ist. Die Zeiten, in denen Sie nach dem Studium in ein Unternehmen eingestiegen und dort vierzig Jahre später wieder in Rente gegangen sind, neigen sich ihrem Ende zu. Befristete Arbeitsverträge, Umstrukturierungen, Fachkräftemangel – viele Faktoren tragen zum neuen Jobhopping-Phänomen bei. Und dennoch ist es im Lebenslauf bislang oft nicht gerne gesehen, wenn ein Bewerber zu viele Stationen auflistet. Ob es nun die Angst ist, viel Geld in das Einlernen des Neueinsteigers zu investieren und diesen dann zu verlieren, oder einfach noch die Gewohnheit aus den vergangenen Jahrzehnten: Jobhopping wird in vielen Bewerbungen nicht gerne gesehen. Wie können Sie Ihre Jobwechsel also im Lebenslauf richtig darstellen?

Inhaltsverzeichnis:
1. Weshalb wechseln deutsche Arbeitnehmer ihren Job?
2. Wie häufig „darf“ ein Arbeitnehmer den Job wechseln?
3. Karriereturbo oder Hindernis?
4. Ob förderlich oder nicht, liegt auch am Alter…
5. Ist Jobhopping nicht ein Zeichen von Flexibilität?
6. Grundregeln eine positive Darstellung in der Bewerbung
7. Beispielformulierungen für Anschreiben und Lebenslauf

Weshalb wechseln deutsche Arbeitnehmer ihren Job?

Erst einmal müssen Sie sich selbst darüber klar werden, weshalb Sie aktuell Ihren Job wechseln möchten und wieso Sie das auch in der Vergangenheit schon mehrmals getan haben. Erst dann können Sie die Gründe in positiver Art und Weise verpacken und im Lebenslauf sowie Bewerbungsgespräch entsprechend überzeugend darlegen. Die häufigsten Gründe für einen Jobwechsel lassen sich grob nach dem Lebensalter der jeweiligen Person einteilen:

  • Bei den 18- bis 25-Jährigen ist meist das Gehalt die größte Motivation zum Wechsel der Arbeitsstelle.
  • Die 30- bis 55-Jährigen beschäftigen sich vermehrt mit Gefühlen von Stress, Über- oder Unterforderung sowie der mangelnden Wertschätzung. Letzteres trifft auch auf die 60- bis 65-Jährigen Arbeitnehmer zu.
  • Im mittleren Alter, meist im Rahmen der Familiengründung, sind zudem private Gründe häufig die Ursache für das Jobhopping.
  • Hinzu kommen gesundheitliche Gründe, welche vor allem ab 40 Jahren häufig eine tragende Rolle spielen.
  • Zuletzt sind sich die Arbeitnehmer jeden Alters in einem Punkt einig: Die Suche nach einer neuen Herausforderung im Arbeitsleben.

Wie häufig „darf“ ein Arbeitnehmer den Job wechseln?

Egal welche Gründe Ihre Jobwechsel am Ende hatten, mindestens drei Jahre sollten Sie es wenn möglich in einem Unternehmen aushalten, um die Wechsel später in einer Bewerbung sinnvoll darlegen zu können. Sie fragen sich nun, weshalb genau drei Jahre als Faustregel gelten? Ganz einfach: Es handelt sich dabei um den Zeitraum, den große Projekte in der Regel einnehmen. Ein Jahr wird dabei zur Einarbeitung veranschlagt, eines, um das Projekt anzustoßen und ein letztes, um dieses nachhaltig zum Erfolg zu bringen und positive Spuren im Unternehmen zu hinterlassen. Jobwechsel, die also nach drei bis mehr Jahren stattfinden, lassen sich gut mit dem Arbeitsrhythmus eines Projektes begründen. Das hängt aber natürlich auch stets von Ihrer Branche ab.

Karriereturbo oder Hindernis?

Das bedeutet nun aber nicht, dass Sie alle drei Jahre Ihren Job wechseln sollten, um möglichst schnell Karriere zu machen. Im Gegenteil: Etwa die Hälfte der hochrangigen Unternehmensführungskräfte blickt auf eine klassische Hauskarriere zurück.

Wer sein Leben lang einem Konzern treu bleibt, macht häufig schneller und eher Karriere als die modernen Jobhopper. Ein Wechsel der Arbeitsstelle sollte daher eher der Verbesserung der Situation dienen, sei es aus finanzieller, gesundheitlicher oder privater Sicht.

Als Karriereturbo können Jobwechsel also nicht bezeichnet werden. Ein Hindernis sind sie allerdings auch nicht – zumindest nicht unbedingt. Wer die richtigen Stellen wählt und seine Wechsel in einer Bewerbung gut begründen kann, hat durchaus auch mit regelmäßigen Jobhops eine Chance auf den beruflichen Aufstieg. Empfohlen werden dann allerdings seltenere Wechsel, bestenfalls alle fünf bis zehn Jahre.

Ob förderlich oder nicht, liegt auch am Alter…

Ob häufige Jobwechsel nun förderlich für die Karriere oder ein Hindernis im Lebenslauf sind, hängt sehr stark mit dem Lebensalter und der beruflichen Station in der Karriereplanung zusammen. Berufseinsteiger erhalten eine sogenannte „Schonfrist“. Denn gerade zu Beginn der Laufbahn im Arbeitsleben muss erst einmal die richtige Ausrichtung gefunden werden. Eine Orientierung auf Schwerpunkte, einen Wohnort oder den richtigen Arbeitgeber ist zu diesem Zeitpunkt häufig mit einer größeren Anzahl an Jobwechseln verbunden. Doch auch hier gilt: Im Bewerbungsgespräch muss die Frage nach dem „Wieso“ gut begründet werden. Stichworte, wie „Schwerpunktwechsel“ oder „Befristung“, können hier durchaus gleich im Lebenslauf angefügt werden.

Ist Jobhopping nicht ein Zeichen von Flexibilität?

Für manche Personaler mag das zutreffen, für andere nicht. Das liegt ganz individuell jeweils an der Branche, an der ausgeschriebenen Stelle sowie an der Art und Häufigkeit Ihrer Jobwechsel. Ausschlaggebend ist dabei also nicht allein die Anzahl der Jobwechsel. Auch die Nachvollziehbarkeit Ihrer Erklärungen und plausible Entscheidungen für einen positiv verlaufenden Karriereweg können Jobwechsel in ein positives Licht rücken. Andererseits werden erfahrene Arbeitnehmer, die wiederholt bereits nach kurzer Zeit ihre Stelle wechseln, schnell als unzuverlässig und sprunghaft abgestempelt. Wichtig ist dann stets die richtige Erklärung:

Sind die Jobwechsel zum Beispiel konjunkturbedingt aufgrund von wirtschaftlich instabilen Zeiten, so kann der Bewerber mit dem Verständnis des neuen Unternehmens rechnen, denn diese sind über die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt durchaus informiert. Fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen außerdem alle positiven Indizien hinzu, die Sie über die Jahre sammeln konnten. Der Klassiker ist das Arbeitszeugnis. Erhält ein Arbeitnehmer trotz dem häufigen Wechsel durchweg gute Zeugnisse, so wird der Werdegang gewiss eher akzeptiert als bei fehlenden oder durchschnittlichen Bewertungen. Besonders hilfreich sind zudem Formulierungen, dass der Arbeitnehmer aus betrieblichen Gründen das Unternehmen verlassen muss und dass dieses den Weggang bedauert.

Grundregeln für eine positive Darstellung in der Bewerbung

Aus welchen Gründen Sie gewechselt haben, wie häufig und in welcher Branche – all das kann nun in der Bewerbung positiv oder negativ dargestellt werden. Damit Sie wissen, worauf Sie in Ihrer Bewerbung achten müssen, wenn Sie bereits mehrere Jobwechsel vorzuweisen haben, und wo die absoluten No-Gos liegen, haben wir für Sie die Grundregeln für Jobwechsel in der Bewerbung zusammengetragen:

+ Machen Sie einen roten Faden zwischen den verschiedenen Stationen in Ihrem Lebenslauf sichtbar und verdeutlichen Sie so, dass die Jobwechsel Ihrer beruflichen Orientierung im Sinne eines durchdachten Karriereplans gedient haben. Gibt es eine Konstante? Dann heben Sie diese doch zum Beispiel durch Fettschrift hervor.

+ Sammeln Sie eventuelle ähnliche Stellen oder Projekte und stellen Sie diese als gesammelte Liste in einem Zeitraum dar. Sie können dann jedes einzelne Projekt mit Stichpunkten erklären und müssen nicht jede Stelle einzeln erläutern. Das schafft Ruhe, Zusammenhänge und einen optischen Vorteil.

+ Zählen Sie alle Stellen auf, heben Sie aber die wirklich wichtigen und relevanten Stationen in Ihrem Lebenslauf mit kurzen Beschreibungen, Stichworten oder optischen Highlights hervor. So erzielen Sie ein optisch ansprechendes Ergebnis und müssen sich hinterher nicht wegen fehlenden Angaben rechtfertigen oder um Ihren Job bangen.

+ Bedenken Sie außerdem, dass nicht nur Ihr Lebenslauf einen guten Eindruck machen muss, auch das Anschreiben gehört zu einer Bewerbung dazu. Dies können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen und direkt in einem kurzen Satz Ihre zahlreichen Jobwechsel erklären. Rechtfertigungen hingegen sind nicht notwendig, vor allem nicht bei einer betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber.

+ Gehen Sie auf Kündigungen durch den Arbeitgeber kurz ein, wenn diese im Lebenslauf oder den Arbeitszeugnissen sichtbar werden. Legen Sie die Gründe kurz und sachlich dar.

+ Während Sie keine Daten verschweigen dürfen, können Sie natürlich jederzeit bei Ihren Anlagen und vor allem den Arbeitszeugnissen aussortieren. Fällt eines nicht so gut aus oder wird die Kündigung durch den Arbeitgeber deutlich, so lassen Sie es lieber weg. So sparen Sie sich hinterher kritische Fragen.

Lassen Sie aber niemals ganze Stellen weg. Auch dann nicht, wenn Sie diese nur für zwei oder drei Monate ausgeführt haben. Denn sollten diesen irgendwann dennoch einmal zur Sprache kommen, so darf der Arbeitgeber Ihnen ganz legal fristlos kündigen. Der Grund: Sie wurden unter Vortäuschung falscher Tatsachen eingestellt.

Viele Bewerber entscheiden sich dafür, einfach die Monatsangaben der einzelnen Stellen wegzulassen. Dennoch fallen die gleichen Jahreszahlen aber schnell ins Auge und der ein oder andere Personaler wird kritisch hinterfragen, weshalb Sie unvollständige Angaben machen. Das ist alles andere als gut für Ihr Image.

Lassen Sie davon ab, sich für Kündigungen zu rechtfertigen, Schuldige zu suchen oder gar schlecht über Ihren früheren Chef zu sprechen.

Beantworten Sie keine Fragen, die nicht gestellt wurden. Wenn die Stationen in Ihrem Lebenslauf nicht erwähnt werden, so suchen Sie sich ein anderes Gesprächsthema. Das ist letztendlich sonst nur kontraproduktiv.

Was am längsten währt, ist schlussendlich immer noch Ehrlichkeit. Stehen Sie zu Ihrem Lebenslauf, begründen Sie Ihre Jobwechsel möglichst positiv und achten Sie darauf, dass Sie mögliche Fragen authentisch und gleichbleibend beantworten. Wenn sich Ihre Angaben im Anschreiben, dem Lebenslauf, den Zeugnissen und dem Bewerbungsgespräch decken, so können Sie auch als Jobhopper den Personaler von sich überzeugen.

Beispielformulierungen für Anschreiben und Lebenslauf

Damit Sie einen kurzen Eindruck davon erhalten, wie die Begründung eines Jobwechsel im Bewerbungsschreiben oder als Stichpunkte im Lebenslauf aussehen könnte, haben wir einige Beispiele für Sie zusammengetragen:

  • Da unsere Filiale an diesem Standort zum Quartalsende geschlossen wird, suche ich eine neue Stelle in meinem Fachbereich
  • Um mich mehr auf Shop-Systeme zu spezialisieren
  • Da ich mich beruflich weiterentwickeln möchte
  • Wegen einer bevorstehenden Übernahme der Firma und damit verbundener Umstrukturierungen, suche ich eine neue Herausforderung in meinem Fachbereich
  • Da die neue Stelle angenehmere Arbeitsbedingungen und gleichzeitig eine bessere Entlohnung bot
  • Da meine jetzige Stelle nicht weiter verlängert wurde
  • Um mehr über den Ex- und Import zu lernen
  • Nach jahrelanger ehrenamtlicher Führungstätigkeit, steht für mich auch der berufliche Wechsel in diesen Bereich an
  • Um mehr Personalverantwortung zu tragen
  • Aus betrieblichen Gründen konnte ich nach der Ausbildung nicht übernommen werden
  • Da mein Arbeitsverhältnis wegen Konkurs der Firma aufgelöst wird, kann ich kurzfristig die Stelle in Ihrem Haus übernehmen
  • Um meine Branchenkenntnisse in Richtung … zu erweitern
  • Nach meiner Familienphase
  • Da die neue Stelle mehr Entwicklungsmöglichkeiten bot
  • Da mein letztes Arbeitsverhältnis befristet war könnte ich sofort bei Ihnen anfangen
  • Nach jahrelanger nebenberuflicher Tätigkeit im Bereich … möchte ich meinen beruflichen Schwerpunkt jetzt vollständig dorthin verlagern. Ihre Stelle bietet mir die optimale Gelegenheit dafür
  • Durch Personalabbau infolge von Rationalisierungsmaßnahmen, verlor ich meinen letzten Arbeitsplatz
  • Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in meiner jetzigen Firma, kann ich kurzfristig bei Ihnen anfangen

Beitrag von

Mirijam Franke

Mirijam Franke ist freiberufliche Texterin und Autorin. Die studierte Medienwirtschaftlerin aus Friedrichshafen am schönen Bodensee stieg nach ihrem Abitur bereits im zarten Alter von 18 Jahren als Lektorin in der Industrie ein. Seit Oktober 2014 unterstützt sie unser Team von Arbeits ABC mit Textbeiträgen und Ratgebern rund um die Arbeitswelt.

11 Kommentare

  1. Alle vier Jahre zu wechseln kann man heutzutage vor allem in Bezug auf die jüngere Generation fast schon als treu bezeichnen. Kein Arbeitgeber wird jemanden als Jobnomaden ansehen,der vier Jahre seine Leistung erbracht hat.

  2. tja – endlich mal mein Lieblingsthema…ich war meiner Zeit schon weit voraus..meine berufliche “Karriere” begann 1960 mit der Lehre als Werkzeugmacher und bis heute habe ich es – nachweislich – auf 64 Jobs in meinem Leben gebracht. klar , man kann darüber streiten, aber spannend war es immer.Viel gesehen, gelernt, erfahren – aber keine Karriere gemacht. Ist Karriere aber sinnvoll? am Ende bleibt in allen Fällen nichts übrig. Nur – für mich – ein aufregendes, abwechslungsreiches Leben. Ist für mich viel wichtiger als ein großes Erbe anzuhäufen….

  3. Tja, dann falle ich leider unter den Begriff “Jobhopper”. Jedoch nach einer technischen Ausbildung bin ich erst vor ein paar Jahren darauf gestoßen was ich wirklich machen möchte. Event Marketing! Habe einige Unternehmen dadurch kennengelernt, Große als auch Kleine und daraus habe ich gelernt, was ich von dem Arbeitgeber erwarte. Jedoch stellt sich immer wieder heraus, das dies nur Schall und Rauch ist…

  4. Ich habe in den 90er Jahren mein Examen zur Altenpflegerin gemacht. Ich wollte einen festen Arbeitsplatz. Ich bekam keinen. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden. Ich habe in verschiedenen Arbeitsbereiche gearbeitet. Viele Erfahrungen gesammelt. Ansonsten findet ich das Jobhopping hin oder her. Arbeitgeber sollten von Anfang an ” Feste Arbeitsverhältnisse schaffen”. Nicht nur für verheiratete mit Familie ! Nicht alles war schlecht was abgeschafft wurde. Tarifverträge… statt der Mindestlohn, der nichts bewirkt für den Geldbeutel!

  5. Die Statistik ist etwas irreführend, da viele Arbeitnehmer der älteren Generation in den alten Bundesländern den Durchschnitt mit ihrer langjährigen Betriebszugehörigkeit nach oben setzen.Tatsächlich liest man in Bewerbungen nicht selten von Arbeitsverhältnissen im Rahmen von einem Jahr. Vor allem im Bereich der jüngeren Generation wirken sich zwei Punkte auf die Länge der Betriebszugehörigkeit aus: Zum einen brechen Auszubildende und Ausgelernte in den ersten Jahren die Ausbildung und das Arbeitsverhältnis bei Gegenwind schneller ab, während vor einigen Jahren die Wehrpflicht oder der Zivildienst die jüngere Generation in puncto Durchhaltevermögen und Widerstandskraft besser auf die Arbeitswelt vorbereitet hat.Zum anderen verleitet der Bezug von Hartz 4 und sonstigen Leistungen, deren Betrag ähnlich dem Gehalt eines Auszubildenden anzusetzen ist, ohne tagtäglich früh aufstehen und Leistung erbringen zu müssen , den Wert einer Ausbildung nicht mehr zu schätzen. Dazu sorgen die Jobcenter mit ihren Wiedereingliederungszuschüssen dafür, daß Maximalprofit vor Nachhaltigkeit zählt und das Arbeitsverhältnis von Seiten des Arbeitgebers am Ende mangels Qualität schneller beendet wird und die gelernten Fachkräfte,die eher für langjährige Betriebszugehörigkeit stehen,mangels Zuschüssen nicht berücksichtigt werden.Am Ende ist eine Bewerbung nur der Türöffner. Entscheidend sind das persönliche Auftreten und die Leistung oder die Höhe des Zuschusses vom Jobcenter.

  6. Arbeitgeber machen befristete Arbeitsverträge, führen Umstrukturierungen etc…. Jobhopping ist bei Arbeitnehmern seit Jahren angesagt und dann ist es bei den selbigen Arbeitgeber im Lebenslauf oft nicht gerne gesehen, wenn ein Bewerber zu viele Stationen auflistet? Und dann gibt es Ratgeber für Arbeitnehmer, um das Jobhopping zu erklären, welches durch diese Arbeitgeber verursacht wurde? Verrückt oder…

  7. da back ich mir ein digges Ei drauf…..der Job muss passen….sonst arbeitet man sich ins Unglück und die Folgen sind übel…..gläubt mich das mal nach 18 Jahre in einem Laden…..

  8. Also nur mal by the way: in der heutigen Zeit gibt es doch schonmal so gut wie keine langfristigen Stellenangebote mehr – fast alle Jobs werden befristet oder auf ein Projekt ausgelegt, angeboten – wer also mehr als 2-3 Jahre in einem Unternehmen verweilt, hat seine Schuldigkeit getan, sich bestmöglichst verkauft und darf sich dann gerne wieder einen neuen Arbeitgeber suchen. Jetzt mal “Butter bei die Fische”: Jobs, die man bis zur Rente ausüben kann, gibt es doch in der Masse gar nicht mehr – sind wir doch mal ehrlich. Lang bleiben, darfst Du bei einem Unternehmen nur, wenn Du Dich für angemessen “wenig” Geld, gerne zeitlich versklaven läßt und nicht unangenehm mit (un-)konstruktiven Fragen oder Anregungen auffällst – und wer hat da schon Bock drauf ?!? Darum wechseln auch so viele Arbeitnehmer nach kurzer Zeit wieder oder werden gewechselt. Dann als Arbeitgeber sagen: “…dass sehen wir aber nicht so gerne, die vielen Wechsel in Ihrer Vita, finde ich schon ein bißchen dreist, unglaubwürdig und vor allem absolut unzeitgemäß. Sollte doch der neue Arbeitgeber froh sein, dass er vielfältig einsetzbare und flexible, neue Mitarbeiter bekommt…ist doch eh nur für max. 4 Jahre…

  9. ich bin auch ein jobhopper und es nervt mich dass man dadurch irgendwie gebrandmarkt wird. Bei Personen ab 40 kommt dann auch noch dieser süffisante Satz: man sollte langsam mal wissen was man will.
    Die AG schreien immer wieder nach Flexibilität, Motivation un pille palle (eben das übliche Stellenausschreibungsgewäsch) und dann entpuppt sich der job eh als ein Hiwi-Jobangebot. Hier in Deutschland ist es eh ganz schlimm, anstatt mal einfach die Person einzuladen und einfach mal auf die Intuition und den Bauch hören und nicht immer eine Rechtfertigung für die Jobwechsel fordern – aber Intuition is ja auch nich jedermanns Sache. Der Witz ist dass sogar schon sog. Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittler nun auch auf diesen Zug aufspringen und auch eine Rechtfertigung haben wollen, obwohl gerade in dieser Branche (ZA) dieEinsätze doch eh nur über eiin paar Monate sind. Und ausserdem sind diese Jobs auch sehr schlecht bezahlt. In anderen Ländern juckt es niemanden (ausser es ist eine deutsche Firma) wie alt du bist, warum du so oft gewechselt hast, etc. auch als Quereinsteiger haste mehr chancen und du wirst als Mensch betrachtet und wenn du gut bist – super!

  10. @Jörg Mette @Steub
    DEM ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

    Heutige Arbeitgeber wollen eierlegende Wollmilchsäue, Alleskönner, Überflieger… Auch ich bin ein Jobhopper… …vielfach gelockt durch große Versprechungen in Stellenanzeigen… Ganz schnell stellte sich jedoch heraus, dass es sehr viel heißer Luft war: Gutes Betriebsklima? Fehlanzeige! Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten? Fehlanzeige! Attraktive Vergütung? Fehlanzeige!
    Ich bin ganz schnell fertig mit solchen Betrügern und Hafensängern und kündige meist nach wenigen Monaten fristlos… Und? Ich lebe immer noch…
    Nun, sollen die Arbeitgeber weiter winseln und stöhnen ob des “Fachkräftemangels”, den sie selbst verursacht haben….

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