Jugend nicht hängen lassen


JugendlicherEine bekannte Tatsache ist, Ausbildungsplätze sind rar gesät. Der Mangel an freien Ausbildungsplätzen lässt viele Jugendliche Jahr für Jahr in eine angstvolle Zukunft blicken. Daraus resultierend folgt eine heranwachsende Zahl junger Leute, die nach dem Schulabgang resignieren und sich wenig Gedanken um den weiteren Weg ins Berufsleben machen. Viele Jugendliche sind bereits während der Schulzeit des motiviert, sehen keinen Sinn darin die Schulbank zu drücken >> Wofür auch, Ausbildungsplätze gibt es nicht genügend << und verlassen die Schule dementsprechend, entweder ohne Abschluss oder mit einem so schlechten Notendurchschnitt, dass die Chance auf einen Ausbildungsplatz enorm schwindet.

Doch nicht nur die Jugend sieht schwarz, auch Unternehmer. Sie beklagen sich zunehmend über eine zu geringe Anzahl an geeigneten Bewerbern um einen Ausbildungsplatz. Oft lassen schon die Bewerbungsunterlagen zu wünschen übrig und den Bewerbern fehlt es an fachlicher und sozialer Kompetenz. Ebenso wenig verfügen viele über kein Allgemeinwissen mehr und haben es nicht verstanden, dass jeder für sich und seinen Einstieg ins Berufsleben gute Leistungen erbringen muss. Gewissenhaftes Arbeiten, Sauberkeit am Arbeitsplatz und Pünktlichkeit ist für so manchen nicht mehr selbstverständlich.

Fakt ist, wer einen Ausbildungsplatz ergattern möchte, muss sich gegenüber der starken Konkurrenz mit guten schulischen Leistungen behaupten können. Liegen diese Kriterien nicht vor, macht das die Situation nicht gerade leichter. Für immer nichts tun und in den Tag hinein leben mag für den einen die Erfüllung vom Leben sein. Es gibt aber auch genügende junge Menschen für die das nicht als optimale Lösung gilt und die gerne einen Beruf erlernen möchten, doch keine Chance bekommen. Der Berufswunsch steht fest, nur das Abschlusszeugnis (wenn eines vorhanden ist), welches sich er mangelhaft liest, erfüllt die Voraussetzung nicht. Was tun und wie können leistungsschwache Schulabgänger potentielle Ausbilder von der Eignung ihrer Person überzeugen?

Auch Unternehmer haben erkannt, dass die Zahl der absoluten Schulabgänger stetig zurückgeht und denken um. Menschen mit guten schulischen Leistungen haben die Nase meist vorn, können sich überraschender Weise aber auch als untauglich erweisen. Menschen mit schulischen Defiziten haben beim Kampf um eine Ausbildung oft die schlechteren Karten. Trotzdem müssen auch ihnen Chancen am Arbeitsmarkt eingeräumt werden. Deshalb verlangen immer mehr Unternehmen ein Probearbeiten oder Praktikum, bevor eine Auswahl getroffen wird. Hierbei kann genau beobachtet werden, ob der Ausbildungskandidat sich für die Ausbildung eignet oder nicht. Wie sehr er sich engagiert und gewillt ist etwas zu lernen. So können auch Schüler deren Bewerbungsunterlagen durch ein mangelhaftes Zeugnis auffallen, ihre Eignung als Auszubildender unter Beweis stellen und schulische Defizite aus bügeln. Warum also nicht erst einmal um einen Praktikumsplatz und anschließend um einen Ausbildungsplatz bewerben?

Damit auch bereits schulpflichtige Kinder verstehen, was sie nach der Schulzeit erwartet, machen sich mittlerweile auch zahlreiche Unternehmen stark. Sie treten zum Beispiel verstärkt an Schulen heran, um den Schülern in einem so genannten Informationsunterricht klar zu machen, welche Anforderungen in der Wirtschaft an sie gestellt werden oder auch was es heißt, sich ordentlich zu bewerben. Es ist wichtig, bereits den Schulpflichtigen zu erklären, warum gute schulische Leistungen und das Gefühl Eigenverantwortung tragen zu können so wichtig sind. Auch Eltern sollten sich wieder eingehender mit dieser Thematik auseinander setzten und ihren Kindern ein Gutes Vorbild sein, auch wenn diese selbst vielleicht gerade keiner Beschäftigung nachgehen können.

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Bisher gibt es 4 Kommentare. »

  1. Trotz meiner guten schulischen Leistungen hatte ich es schwer einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

    Deshalb verstehe ich auch nicht, dass in den Medien von Unqualifizierten geredet wird.

    Sollte einem die Ausbildung nicht das nötige Wissen vermitteln? In den diversen Fernsehsendungen werden Dinge verlangt, die meistens erst in der Ausbildung erlernt werden. Ein gewisses Maß kann man voraussetzen (Allgemeinwissen) ok, aber gleich übertreiben.

  2. Die Jugend muss allerdings lernen auch an sich selbst zu arbeiten!!!

    Die wenigsten haben "heute" einen gutes Allgemeinwissen, leider.

  3. Wie sieht es den mit dem Verhältnis mit den Ausbildungsplätze aus? Gibt es denn genügend freie Ausbildungsplätze???

    Nicht nur "Fordern" sondern "Fördern"!!!

  4. Meiner Meinung nach sind hier viel mehr die Eltern gefordert. Die Kiddies müssen erstmal richtig in der Schule lernen. Fernsehen und Playstation spielen sollte stark reduziert werden, damit sich der Lernstoff mehr in den Köpfen der Kiddies festigen kann.

    Der Ausbildungsbetrieb bekommt doch schon einen Menschen, den sich nur noch zum Teil richtig lenken lässt. Ein Großteil der Jugend ist der Ansicht, sie könnten alles. Die Realität sieht wie so oft anders aus. Einfachste mathematische Rechnung werden zum Teil nicht verstanden. Ja, was will denn der Tischler dann mit so einem Buben? Für Extra-Mathestunden ist in der Firma bestimmt keine Zeit.

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