Kritik im Job


Kritik im Job – niemand mag sie wirklich gern. Kein Wunder, denn Kritik ist in allen Fällen etwas Negatives und Kritik auszuhalten bedeutet eine kritische Sichtweise der eigenen Arbeit einzunehmen. Da wir wohl alle fast immer unser Bestes zur Ausführung unserer Arbeiten geben, kann eine Kritik am Ergebnis dieser Bemühungen natürlich ziemlich frustrierend sein. Hinzu kommt noch, dass Kritik häufig von Vorgesetzten ausgesprochen wird, was sie letztlich nicht wirklich angenehmer werden lässt. Der Vorgesetzte ist nun einmal eine Person, die in der Hierarchie über einem selbst steht. Schnell fühlt man sich da in eine hilflose Position katapultiert. Wem wäre es nicht lieber, alle Arbeiten zur Zufriedenheit aller auszuführen und Kritik nicht ausgesetzt zu werden? Leider ist das aber nicht möglich.

Was aber ist Kritik überhaupt? Grundsätzlich ist es eine Meinungsäußerung über eine ausgeführte Arbeit oder einen Arbeitsstil, der mit der eigenen Meinung nicht übereinstimmt oder aber die ausgeführte Arbeit nicht so ankommen lässt wie gewünscht. Kritik kann dabei unsachlich sein, also die Person insgesamt angreifen oder aber konstruktiv sein. Konstruktive Kritik ist nie böse gemeint oder gegen eine bestimmte Person gerichtet. Diese Kritikform dient der Verbesserung einer Arbeit oder gewisser Abläufe und somit dem gemeinsamen Ziel, das nämlich eine optimale Auftragserfüllung im Sinne des Betriebes dient.

Kritik kann direkt oder aber indirekt ausgesprochen werden. Direkte Kritik muss dabei nicht verletzend sein. Es ist durchaus möglich, dass jemand eine Idee hat, die ein Arbeitsergebnis verbessert und dies direkt anspricht. Diese Kritik kann auch direkt angesprochen insgesamt positiv wirken und bei der Person, deren Arbeit kritisiert wurde, ein positives Gefühl hinterlassen. Indirekte Kritik lässt sich an ausweichenden oder eher umschriebenen Formulierungen erkennen. Hört man eher ein “Ja, das ist ganz ok so” oder “Belassen wir es erst einmal dabei”, kann an diesen Äußerungen meistens eine Kritik abgelesen werden. Entweder ist die Person, die diese Äußerung macht, generell ein sehr kritischer Mensch. Dann sollte man noch einmal genau nachfassen, wie diese Beurteilung nun genau zu verstehen ist. Manche Menschen mögen einfach nicht mit der berühmten Tür ins Haus fallen und formulieren mit sogenannten Weichmachern wie z. B. “eigentlich” oder “ganz gut”. Hier ist es für die eigenen Erfolge hilfreich, einfach noch einmal nachzufassen, um das Ergebnis der eigenen Arbeit noch einmal korrigieren zu können.

Kritik wirkt auf die meisten Menschen verletzend, weil sie sich häufig in ihrer gesamten Person kritisiert fühlen. Die Kritik an einer bestimmten Arbeit bzw. an einem Ergebnis beziehen sie zum einen nicht nur auf diese Arbeit, sondern auf ihre Tätigkeit generell und zum anderen fühlen sich viele Menschen mit einer ausgesprochenen Kritik auch in ihrer Person kritisiert. Natürlich gibt es Kritiker, die ihre Meinung sehr harsch und allgemeingültig formulieren. Diese Kritik sollte man aber niemals so auf sich sitzen lassen, sondern hier noch einmal gezielt nachfragen, ob der Kritiker wirklich der Meinung ist, dass man selbst insgesamt zu kritisieren sei. Meistens lassen sich dann auch die bösesten Zungen besänftigen und zu einer konstruktiven Kritik bewegen, die letztlich nur dem Ziel dient und nicht die Person an sich kritisiert. Gute Kritik hingegen sollte man auszuhalten lernen. Hält man sich vor Augen, dass Kritik letztlich immer die Folge von Interesse an der Sache ist, so stellt sich schnell heraus, dass die eigene Arbeit immerhin der Kritik würdig ist und somit nur in ihren Feinheiten noch überarbeitet werden muss. Außer der Tatsache, dass eine Arbeit komplett abgelehnt wurde – was dann wiederum zu verständlicher Frustration führt – ist Kritik immer eine Chance zu Verbesserung. Auch – und so krass das auch klingen mag – wenn die gesamte Arbeit abgelehnt wurde, ist Kritik letztlich eine Form des Lernprozesses.

Ständig hervorgebrachte Kritik – zum Beispiel von Vorgesetzten – kann natürlich sehr deprimierend sein und dazu führen, dass man selbst sich am Arbeitsplatz nicht mehr wohlfühlt. Hier ist ein Gespräch – zunächst nur mit dem Kritiker – sinnvoll, dass die eigene Arbeit einmal komplett aus dessen Sicht beleuchtet. Ist hier kein Ergebnis zu erzielen, sollte man sich nicht scheuen, in der Hierarchie weiter nach oben zu gehen und ein gemeinsames Gespräch suchen. Konstruktive Kritik ist am besten auszuhalten, wenn man sie als das betrachtet, was sie ist: Ein Verbesserungsvorschlag, der die eigenen Arbeitsergebnisse optimiert und einfach als Erfahrung für die weitere Arbeit zu betrachten ist.

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Derzeit gibt es 1 Kommentar. »

  1. Sehe das genauso. Kritik ist, solange sie sachlich herangetragen wird, nichts schlimmes. Allerdings sollte Kritik nicht bei jeder Kleinigkeit geäußert werden. Das könnte der Arbeitsmoral mehr schaden, als die ein oder andere gewonnene Erkenntnis.

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