Kündigungsschreiben Arbeitnehmer: Kostenloses Muster

Von jedem Arbeitnehmer wird sie gefürchtet, doch auch so mancher Arbeitgeber nimmt sie nicht gerne in Empfang: die Kündigung.

Natürlich hat man als Arbeitnehmer das Recht, einen anderen Arbeitsplatz zu suchen, weil die Perspektiven nicht mehr stimmen, weil man sich entwickeln will, weil man mehr verdienen will, weil ein Standortwechsel ansteht oder weil man etwas Neues machen will. Trotzdem dürfte das Unbehagen auf Seiten eines guten und loyalen Arbeitnehmers bleiben, wenn man das Kündigungsschreiben verfasst und dem Arbeitgeber zukommen lässt, denn schließlich bleibt nach der Vorlage der Kündigung noch eine längere Zeit der Zusammenarbeit, in der man vernünftig miteinander klarkommen muss.

Je nach Kündigungsfrist kann diese Zeit einige Monate in Anspruch nehmen, und nicht immer ist eine sofortige Beurlaubung des kündigenden Mitarbeiters das passende Mittel der Wahl für beide Vertragspartner.

  • Wie also muss ein gelungenes Kündigungsschreiben aussehen?
  • Welche Inhalte sollten enthalten sein?
  • Und auf welche Formalien gilt es zu achten?

Die Sache mit der Form

Davon ausgegangen, dass der Arbeitnehmer eine ordentliche Kündigung im Rahmen seiner Kündigungsfrist ausspricht, muss eine Kündigung immer in Schriftform verfasst sein. Außerdem muss sie eine handschriftliche Unterschrift aufweisen. Eine Begründung der Kündigung ist dagegen nicht erforderlich, sofern es sich um eine ordentliche Kündigung handelt. Wie also sieht ein ordentliches Kündigungsschreiben genauer aus?

Die Muster-Kündigung

Vorname Nachname
Straße und Hausnummer
PLZ Ort

Ort und Datum

Arbeitgeber
Abteilung und Ansprechpartner
Straße und Hausnummer
PLZ Ort

Personalnummer und Abteilung

Kündigung meines Arbeitsvertrags vom …

Sehr geehrte(r) Frau/ Herr …,hiermit kündige ich zum … das mit Ihnen abgeschlossene Arbeitsverhältnis unter Wahrung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist von … Wochen zum Quartalsende (Monatsende, Jahresende).

Zeitgleich bitte ich um die Vergütung des mir zustehenden Resturlaubs über … Tage meines Jahresurlaubs und um die Anfertigung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses.

Ich bedanke mich für die sehr angenehme und konstruktive Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen persönlich und dem Unternehmen alles Gute für die Zukunft und weiterhin viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Was sich auf den ersten Blick als freundlich verpackte unangenehme Tatsache liest, hat auf den zweiten Blick durchaus seine Berechtigung. Denn ist der Arbeitgeber nicht bereit, die Kündigung zu akzeptieren, wird er Form- und Fristfehler geltend machen. Im schlimmsten Fall wäre eine juristische Auseinandersetzung die Folge, die das bestehende Vertrauensverhältnis zerstören würde. Darauf soll man es nicht ankommen lassen.

Wo liegen also die Fallen bei einem Kündigungsschreiben, und was gilt es zu vermeiden, damit die Kündigung unverändert akzeptiert wird – wenn auch vielleicht von Seiten des Arbeitgebers mit einem Zähneknirschen?

Die Tücke steckt im Detail

  1. Name und Anschrift von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehören in jede Kündigung, sie sind ein Teil der offiziellen Formvorschriften für jeden Brief. Hat der Arbeitnehmer eine Personalnummer, wird auch sie erwähnt, damit das Schreiben eindeutig zugeordnet werden kann.
  2. Von besonderer Bedeutung ist das Datum auf dem Briefkopf. Es kann maßgeblich sein, wenn es um die Einhaltung der Kündigungsfrist und um die fristgemäße Zustellung der Kündigung geht. Deshalb ist hier das korrekte Datum anzugeben, an dem das Schreiben versandt wird, doch dabei ist unbedingt die Kündigungsfrist einzuhalten, die später im Schreiben erwähnt wird.
  3. Der Betreff muss kurz und knapp formuliert sein, auch das gehört zu den offiziellen Formvorschriften. Mit dem Schlagwort der Kündigung ist alles gesagt, das Datum des Arbeitsvertrags hilft wiederum, das Vertragswerk eindeutig zu identifizieren.
  4. Der Brief beginnt mit der korrekten Anrede, die um einen akademischen Titel erweitert wird, sofern dieser vorhanden ist. Hier sollte man unbedingt den richtigen Ansprechpartner wählen, damit die Kündigung bei der zutreffenden Person ankommt. Im Zweifel informiert man sich vorher, ob der disziplinarische Vorgesetzte oder der Personalchef der richtige Ansprechpartner ist.
  5. Von besonderer Bedeutung sind in dem kurzen Kündigungstext das Datum und die Einhaltung der Kündigungsfrist. Sie geht aus dem Arbeitsvertrag oder aus dem geltenden Tarifvertrag hervor und muss unbedingt eingehalten werden. Deshalb ist auch das Datum des Kündigungsschreibens von großer Bedeutung. Eine Kündigung, die nicht fristgerecht datiert und vorgelegt ist, ist im schlimmsten Fall unwirksam. Das wird für beide Vertragspartner zu Unannehmlichkeiten führen, die man in jedem Fall vermeiden sollte. Wer seine Kündigungsfrist sauber recherchiert und einhält, hat nichts zu befürchten, doch so viel Genauigkeit muss bei einem Schreiben dieser Gewichtsklasse sein.
  6. Zum Abschluss wird die Kündigung persönlich und handschriftlich unterschrieben.

Damit sind alle Formvorschriften eingehalten, das regelmäßige innerbetriebliche Verfahren kann mit der Abgabe der Kündigung seinen Gang gehen.

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