Mindestlohn von 8,50 Euro: Wie sieht dann meine Lohnabrechnung aus?

Super, seit dem 01.01.2015 steht mir der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 € pro Stunde zu! Wie sieht dann meine Lohnabrechnung aus?

Liebe Leserinnen und Leser der Webseite Arbeits-ABC.de,

als „Macher“ dieser Seite schwebt uns ein neues Projekt vor, welches es im Internet unseres Wissens nach in dieser Form bislang noch nicht gegeben hat. Mit dem Online Seminar Lohn und Gehalt exklusiv bei Arbeits-ABC.de möchten wir eine Informations-, Lern- und Übungsplattform schaffen, bei der jeder mitmachen kann und soll.

Und damit sich jeder bereits im Vorfeld einen Eindruck verschaffen kann, was ihn in Zukunft erwartet, nehmen wir ein brandaktuelles Thema zum Anlass, das Online-Seminar Lohn und Gehalt mit einem praktischen Beispiel Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schon heute vorzustellen.

Es war eine der Bedingungen, unter der die derzeitig in Berlin regierende Große Koalition überhaupt zustande gekommen ist: die prinzipielle Einführung eines vom Arbeitgeber zu zahlenden gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohnes in Höhe von 8,50 € pro Zeitstunde, gültig für viele Branchen, gleichermaßen anzuwenden in West und Ost.

„Selbstverständlich“ gelten vorerst Einschränkungen, etwa bestehende Tarifverträge mit darunter liegenden Löhnen betreffend. Hier gelten Übergangsfristen bis zum 31.12.2017, danach gilt der Mindestlohn für alle Arbeitnehmer. Ebenfalls ab 2017soll eine Mindestlohnkommission die Höhe des Mindestlohnes überprüfen und ggf. alle zwei Jahre anpassen. Ausgenommen von der Zahlung des Mindestlohnes von 8,50 € pro Zeitstunde ab dem 01.01.2015 sind vorerst Beschäftigte der Fleischwirtschaft oder auch Schornsteinfeger, Arbeitnehmer in Pflegeberufen oder im Wach- und Schließgewerbe. Auch Zeitungszusteller erhalten erst ab dem 01.01.2017 den vollen Mindestlohn; ähnlich lange Übergangsfristen gelten auch für Saisonarbeiter.

Ausgenommen vom Anspruch auf die Zahlung des Mindestlohnes sind:

  • Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung
  • Auszubildende für die Dauer der Ausbildung
  • Beschäftigte in verbindlich vorgeschriebenen Praktika während der Ausbildung, freiwillige Praktika von weniger als drei Monaten Dauer
  • Langzeitarbeitslose von mehr als einem Jahr Dauer in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung
  • Ehrenamtlich Tätige, da sie nicht als Arbeitnehmer gelten

Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber vor, dass Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum siebten Tag, der auf den entsprechenden Arbeitstag folgt bei geringfügig und kurzfristig Beschäftigten aufgezeichnet werden müssen. Diese Nachweise sind mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren. Ausnahmen gelten für Arbeitnehmer mit „mobiler“ Tätigkeit, also solchen, die wie z. B. Post- oder Paketzusteller oder im Transportgewerbe ihre Arbeitszeit in eigener Verantwort einteilen.

Die vollständigen Informationen finden Sie als Leserinnen und Leser des Online-Seminars Lohn und Gehalt auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:

http://www.der-mindestlohn-gilt.de/ml/DE/Startseite/start.html

Für alle, die seit dem 01.01.2015 Anspruch auf Zahlung von 8,50 € pro Zeitstunde haben, zeigen wir zwei unterschiedliche Lohnabrechnungen auf der Basis des gesetzlichen Mindestlohnes. Wie viel bekommt z. B. Leo Lohn ausgezahlt, der im Januar 2015 40 Stunden Vollzeit pro Woche gearbeitet hat und als Lediger ohne Kinder Lohnsteuer nach Steuerklasse I zahlt und was bleibt einer diesmal allein erziehenden Gundula Gehalt mit Steuerklasse II und zwei Kinderfreibeträgen bei einem gleich hohen Bruttoentgelt „unter`m Strich“? Hier ist das Ergebnis:

Sind Sie neugierig geworden hinsichtlich dessen, was Sie in Zukunft beim Online-Seminar Lohn und Gehalt erwartet? Dann sollten Sie ab jetzt regelmäßig Arbeits-ABC.de lesen, damit Sie keinen Beitrag verpassen!

Weitere nützliche Informationen zum Thema Mindestlohn finden Sie auch unter folgendem E-Book.

4 Kommentare

  1. Silvia Mathe on

    Auch mit 1120€ im Monat kann hier Keiner Leben. Das ist immer noch Abzocke. Man kann überleben, aber nicht leben, braucht Zusatzjobs und fällt nach jahrelangem Abmühen mit 60 J. vom Stuhl, damit keine Rente, die eh zu wenig ist, ausbezahlt werden muss.

  2. Heike Stylingfee on

    ….dann sollen sie an den Preisen generell etwas ändern, damit sich arbeiten wieder lohnt um zu leben…..das ist doch kein Leben mehr, die meisten Menschen gehen nur noch arbeiten damit sie was zu futtern haben…..Freizeitgestaltung, Urlaub, den eigentlich jeder braucht uvm. ist gar nicht mehr machbar……aber die Diäten da oben erhöhen, die die eh schon genug haben bekommen immer mehr und die Kleinen werden mit einem Minikaka Betrag abgespeist…..ist doch zum kotzen!

  3. Daniela Keith on

    Wir suchen seit Monaten 2 Verkäufer Bürojob Elektrobranche. Es bewerben sich einfach keine halbwegs qualifizierten Leute. Damit wäre man aus dem Niedriglohnsektor raus. Aber scheinbar wollen auch viele nicht…

  4. Daniela Keith on

    Und mal etwas zu den klischeehaften “Erntehelfern” die ja meist aus Polen oder so stammen: bei 8.50 sind die im Gegensatz zu den deutschen Arbeitern Großverdiener. Oder will man deutsch Spargelstecher anheuern? Wohl kaum.

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