Piercings und Tattoos gehören mittlerweile in unseren Alltag wie Computer und Mobiltelefone.
Viele Menschen tragen Nasenringe, kleine Stecker in der Augenbraue oder in der Zunge oder haben Tattoos auf dem Rücken, dem Arm oder an der Wade. Längst ist die Gesellschaft toleranter geworden und akzeptiert diese Art von Körperschmuck. Aber wie sieht es im Berufsleben aus?
Piercings und Tattoos im Bewerbungsgespräch
Ein Bewerbungsgespräch dient dazu, den Bewerber kennenzulernen, sich ein Bild von ihm und seiner Persönlichkeit zu machen, einen ersten Eindruck zu erhalten. Aus diesem Grunde ist es wichtig, als Bewerber authentisch zu bleiben und sich natürlich zu geben. Die Kleidung zu einem Bewerbungsgespräch sollte dementsprechend gewählt werden. Sie sollte der Berufsbranche angepasst sein, aber der Bewerber sollte sich darin nicht verkleidet vorkommen. Aber was ist mit bereits vorhandenen Piercings und Tattoos? Herausnehmen und verdecken? Hier muss jeder, der sich um eine Stelle bewirbt, eine eigene Entscheidung treffen.
Einige Fragen, die sich jeder stellen sollte, können bei der Entscheidung helfen:
- Wie wichtig ist mir das Piercing in Bezug auf die Stelle oder den Ausbildungsplatz?
- Bin ich bereit, für den Beruf auf den Körperschmuck gänzlich zu verzichten, ihn für die Arbeitszeit abzulegen oder zu verstecken?
- Wirke ich bei einem Bewerbungsgespräch authentisch, wenn ich mein Piercing lediglich zu diesem Termin entferne und es nach der Einstellung am Arbeitsplatz öffentlich tragen möchte?
- Wie wichtig ist es mir, meine Persönlichkeit mit einem Piercing oder einem Tattoo zu unterstreichen und dies öffentlich zur Schau zu stellen?
Niemand kann vorhersagen, ob ein Bewerbungsgespräch aufgrund eines Piercings oder eines sichtbaren Tattoos negativ verlaufen wird oder nicht. Dies ist abhängig von der Einstellung des Personalleiters oder Firmenchef. Allerdings sollte jeder, der auch im Berufsleben nicht auf diese Art von Körperschmuck verzichten möchte, auch im Bewerbungsgespräch dazu stehen.
Gibt es Berufe in denen Piercings oder Tattoos verboten sind?
Grundsätzlich sind Piercings und Tattoos Privatsache und unterliegen ebenso wie die Bekleidung dem Persönlichkeitsrecht. Allerdings gibt es Berufsbranchen, in denen es aufgrund traditionell konservativer Vorstellungen und Einstellungen oder auch aufgrund hygienischer Vorschriften zu Einschränkungen diesbezüglich kommen kann. Dies betrifft Berufe mit Kundenverkehr wie Angestellte im Einzelhandel, Angestellte im Bankenwesen, medizinisches Personal und ähnliche Berufsgruppen. Wer beispielsweise in einer Bank eine beratende Tätigkeit mit Kundenkontakt innehat, wird entsprechende Bekleidungsvorgaben vom Vorgesetzten erhalten. Diese Vorgaben sind zulässig, wenn sie dem Branchen- oder Verkaufskonzept des Unternehmens entsprechen, und können das Entfernen von Piercings zumindest während der Arbeitszeit und das Verdecken von Tattoos mit einschließen. Allerdings muss letzteres vom Arbeitgeber plausibel begründet werden.
Anders verhält es sich in medizinischen und pflegerischen Berufen. Hier gelten bestimmte Hygienevorschriften, die beispielsweise das Tragen von Ringen an den Händen untersagen. Für das Tragen von Ohrringen oder Piercings gibt es allerdings noch keine einheitlichen Regelungen. Hier entscheidet die Toleranz des Arbeitgebers. Bei Tätigkeiten im erzieherischen Bereich, insbesondere bei der Arbeit mit Kleinstkindern oder im sportpädagogischen Bereich kann ein Gesichtspiercing an Nase oder Lippe ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen, da Kleinstkinder noch unkontrolliert greifen oder es beim Sport zu Verletzungen kommen kann. Hier sollte der Betreffende über ein Entfernen des Piercings nachdenken.
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Tattoos gehören doch heute zum Alltag dazu. Die jüngere Generation (als Kunde) dürfte damit also eher weniger Probleme haben auch einen Verkäufer zu sehen, der Tattoos und Piercings hat.
Für die ältere Generation ist das nicht so, klar. Die sind empört.
Das finde ich auch. Es sollte jeden selbst überlassen sein wie er rumlaufen will. Es sei denn wegen Hygienevorschriften…
Ich finde es unterstreicht die Persöhnlichkeit des einzelnen und sollte daher nicht verboten sein… Denn schlichlich will ich so rumlaufen und es soll jeder sehn.
Ich finde Tattoos im Handel nicht gerade passend, aber sollten auf keinen Fall verboten sein, oder nicht akzeptiert werden. Es gibt leider das ein oder andere Tattoo das wirklich fehl am Platz ist, und ich möchte nicht unbedingt nackte Frauen oder Hundebabys auf dem arm eines Verkäufers sehen wenn ich einkaufen bin!
Der Nachtrag von Kleeblatt trifft's auf den Punkt:
U30-Leute und lockere Ü30-Chefs haben damit sicher kein Problem.
Im Gegenteil: Tattoos sind Ausdruck der eigenen Individualität und ganz sicher kein Merkmal unterer Gesellschaftsschichten mehr.
Trotzdem haben ältere Menschen oft Berührungsängste und sehen die Seriösität des Bewerbers kritisch.
Ach hört mir doch auf, ich bin 24 Ingenieur und würde niemals sowas in meinem Arbeitsumfeld dulden. In der Produktion mag das i.O. gehen.
Seht es ein Leute.. Tattoos und Piercings sind ein Stigmata des Prekariats, wundert euch also nicht wenn ihr so behandelt und nicht für voll genommen werdet.
Sorry Martin, aber das ist eine armseelige Einstellung und eine grandiose Verallgemeinerung.
Ich bin 23 und studiere Wirtschaftsingenieurswesen…also angehender Ingenieuer.
Stigmata des Prekariats?
Entschuldige…Menschen so über den Kamm zu scheeren zeigt nur eine deutliche Form von Charakterschwäche.
Ein Freund studiert übrigens Psychologie => mit dem hatte ich das Thema Verallgemeinerung und Vorurteile auch schon.
Ich weiss nicht, woher deine Einstellung kommt.
Aber die Gründe für so etwas sind meistens in der Kindheit zu suchen…du solltest dir ernsthaft Gedanken darüber machen.
Ein Tattoo als auch ein Piercing o.Ä. sagt nichts, aber auch rein garnichts über Bildungsstand, Intellekt oder sonstiges über eine Person aus!!!
Unabhängig davon was ihr persönlich denkt ist es halt doch so daß in der heutigen Gesellschaft, (in der es sehr viele Renter gibt) Tatoos und sonstiger Körperschmuck eher negativ auswirkungen füt den Verkäufer haben können.Ich kann mir nicht vorstellen das jemand aufgrund eines Tatoos mehr Sympatie und Anerkennung beim Kunden oder Arbeitgeber bekommt als jemnad ohne Tatoo.(Außer vielleicht in manchen Szenen in denen das dazu gehört:)) Wohl aber dass dies negativ beeinflusst.Gut es kommt ja auch drauf ob das Tatoo eher harmlos aussieht oder sehr auffallend.Ich würde es auf jeden Fall während der Arbeit bedecken wenn dies möglich ist.Wenn man natürlich seine Individualität darin zu sehr eingeschränkt sieht bleibt es einem selbst überlassen,aber man muss halt mit den Konsequenzen leben
also mal ehrlich… ich hab auch im verkauf gearbeitet und tue dies jetzt seid 2 monaten wieder… ich hab sichtbare piercings an lippe und augenbraue und dazu beide unterarme und den hals tätowiert und ich hab viele menschen 40+ in meinem laden… es kommt ganz sicher nicht auf die einstellung des gegenübers an… ich trete den menschen offen und immer mit einem lächeln im gesicht gegenüber und darauf kommt es an… begegne den menschen mit offener, gutgelaunter sympathie und sie respektieren dich… das ist meine meinung dazu… ich hab auch schon viele gepiercte oder tätowierte leute kennengelernt und es kommt immer auf den gesichtsausdruck und die haltung an ob ich diesen menschen respektiere oder nicht… würdet ihr jemanden einstellen der schlechtgelaunt und mit runtergezogener mine zum vorstellungsgespräch kommt und dazu auch noch tätowiert und gepierct ist? sicher nicht… eben, ausstrahlung ist alles…
Hallo zusammen,
ich bin momentan total verunsichert was mein Piercing betrifft auf mein Berufsleben. Ich bin momentan arbeitssuchend und habe auch schon einige Gespräche hinter mir, sei es bei Jobagenturen, als auch bei Firmen direkt gehabt. Aus meinem Familienumfeld kommt jetzt immer wieder der Druck, ich sollte doch bitte mein Piercing bei den Vorstellungsgesprächen rausmachen oder halt der Spruch, wenn ich keine Arbeit finden will, dann soll ich das Piercing behalten.
Jeder setzt mich da dermaßen unter Druck. Ich meine es gehört zu meiner Persönlichkeit und ich möchte es nicht rausnehmen, weil das für mich einen Eingriff in meine Privatsphäre bedeutet…
Kann mir da vielleicht jemand einen Rat geben?
Hallo Denise,
ich selbst arbeite als Kauffrau und habe zum Bewerbungsgespräch kein Piercing drinnen gehabt habe jedoch am Ende des Gespräches gesagt dass ich ein Piercing und Tattoos habe und ob es gewünscht ist diese verdeckt zu halten oder wie dies gehandhabt wird … so stimmt der erste Eindruck die Person ist nich voriengenommen und denkt so ein Schlamper und im Nachhinein war es meinem Chef total egal ob ich gepierct bin oder tättowiert
Lieber Martin da oben.
Mein Vater ist Ingenieur und über 50 (übrigens auch der Geschäftsleiter einer großen Firma). Und er hat kein Problem damit Leute mit Tattoos einzustellen. Seine Sekretärin trägt einen Nasenring und hat Tattoos, viele seiner jüngeren Angestellten ebenfalls.
Es tut mir Leid dich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, aber deine Aussage ist schwachsinnig.
Dir fehlt es vermutlich vor allem auch an Berufserfahrung, deshalb kann man deine Vorurteile nicht bemängeln, aber überdenke deine Einstellung lieber noch einmal. Wir leben, ganz by the way im 21. Jahrhundert. Die Einstellung der Menschen hat sich reichlich geändert.
Hallo ihr.
Also ich habe Snakebites, 8mm Tunnel, ein Tragus Piercing, ein Tattoo am Bein und eins unterm Ohr.. Naja, mehr Hals.
Ich bin in der Ausbildung zur Sozialhelferin, mache danach eine weiterbildung zur Heilerziehungspflegerin. Das alles ist schulisch und bringt mir demnach auch kein Geld. Klar hab ich BaFög und kann auch Berufsausbildungs Beihilfe beantragen.
Am 1. Weihnachtstag 2010 ist mein Vater gestorben. Das hat nun einiges verändert und ich möchte gerne eine Ausbildung machen, bei der ich auch was verdiene und Praktische erfahrungen Sammle, als nur die ganze Zeit Theorie zu machen.
Nun weiß ich aber nicht, welche Berufe ich machen kann, ohne das meine Piercings und Tattoos stören.
Ich muss sagen, dass ich wohl gerne als KFZ Mechatronikerin Arbeiten würde oder als Bäckerei Fachverkäuferin. Bei dem letzteren hat meine Mutter gesagt, dass das wohl ungern gesehen wird. Wisst ihr denn noch andere Berufe, bei denen das Okai ist?
Liebe Grüße. Lisa
Sers
, also in Lebensmittelbetrieben haste mit den Piercing keine chanc , ich bin selbst Bäcker von daher weiß ich das . Als KFZ mechatronikern ist gut oder zweirad mechhaniker, Schreiner(tischler),Elektroniker,Gärnterin, Schneiderin,Friseurin.Da du ja praktische erfahrund sammeln willst kommt ja ein Büro Job ja nicht in Farge
, wünsch dir viel Glück
P.D.
@Lisa
Hi, ich bin derzeit Auszubildender Bio- Laborant, hab drei Piercings im linken Ohr und ein Tattoo auf der Schulter, das stört da kein Schwein. Im Prinzip kannst du es bei allen Labortechnichen Berufen probieren, in der Fertigung darf man allerdings generell keinen Schmuck/Piercings tragen. Nervig, aber nötig;)
Ich war damals als Fleischer beschäftigt und hatte ein Piercing neben der Augenbraue. Als ich beim ausziehen des Kettenhemdes daran hängen blieb und sich mir die Kopfhaut spannte, hab ich es freiwillig herausgemacht.
piercings und offene tatoos sind natürlich gesellschaftlich akzeptiert, aber in vielen berufen wie z.b. bänker ist es nicht erlaubt mit tatoos am hals, vielen ringen an den fingern und piercings rumlaufen. auch bei firmen die von alten, unaufgeschlossenen säcken mit vorurteilen geleitet werden hat man es wohl schwer einen arbeitsplatz zu bekommen.
jeder muss für sich entscheiden ob er auf teufel komm raus anders sein will und seine individualität unterstreichen will indem er sich metall ins gesicht kneift. wenn man sich dies für sich aussucht darf man sich auch nicht wundern wenn dies von untoleranten menschen abgestraft wird.
und noch was:
als azubi, chemielaborant, fleischer und erzieherin kann man das natürlich machen, aber wenn man höher hinaus will kann einem ein über die kleidung sichtbares tatoo, ein nasenring etc. einen strich durch die rechnung machen.
ich habe noch nie einen ingenieur oder nen chef in einer büroabteilung mit piercings und nasenring gesehen… und auch ich (angehender ingenieur) würde meinen körper nicht derart schmücken, dass es mir irgendwelche nachteile bringen könnte, oder mir sogar die karriere verbaut.
Ich bin 22 und habe einen Ring in der Nase. In meiner Ausbildung zur Fotografin hat das keinen gestört. Danach hab ich ein Jahr in einem Lebensmitteldiscounter gearbeitet, hauptsächlich an der Kasse. Da hats auch keinen gestört, weder den Kunden, noch Kollegen und Chef. Meine knallroten Haare und das Pentagramm um meinen Hals haben auch keinen gestört. Im Gegenteil, ich hab sogar von vielen Kunden sehr viel Zuspruch bekommen. Einfach durch meine Art, meine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich finde es kommt auch sehr auf das Wesen einer Person an. Natürlich denkt man sich im ersten Moment vielleicht, was ist das denn für eine, aber wenn du durch deine Persönlichkeit und Kompetenz überzeugst, ist das den Leuten egal!
Ich hatte vor kurzem ein Bewerbungsgesrpäch auch für den Verkauf. Da meinte der Chef ich müsse meinen Ring rausnehmen und darf keine schwarze Kleidung tragen, weil seine Kunden ja Kinder haben…. was ich dazu denke sag ich jetzt nicht, ich denke das erklärt sich von selbst.
Ich bin damit einverstanden mich klamottentechnich anzupassen, aber man sollte doch seinen eigenen Stiel bewahren dürfen. Klar, dass ich nicht mit Plateaustiefeln und Latex-Outfit in die Arbeit gehe (bin ja keine Domina XD ), aber ich werd mich nicht soweit verbiegen, dass ich morgends in den Spiegel schau und mich frage wer mich da eigentlich anschaut.
Ich werde meinen Ring für keine Arbeit rausnehmen! Ich hab sowohl bei mir selber, als auch bei anderen (wesentlich krasser als ich) gesehen, dass es auch so geht. Man muss nur die richtigen Leute finden.
ich bin 27 (w), industriekauffrau (zuständig für's firmenbudget und messeorganisation) und assistentin der geschäftsleitung eines mittelständischen unternehmens.
bin tätowiert und gepierct, habe nen türkisenen iro (länge der haare an den seiten: 2mm)
habe damals meine ausbildung hier gemacht, bin schnell ziemlich weit gekommen in der firma und werde gut bezahlt- das war der einzige grund für mich zu bleiben!
ich stehe jeden morgen auf, schleime mir die haare mit getöntem haarschaum nach hinten (damit's nicht mehr punkig, sondern elegant ausschaut und man den türkisenen iro nicht "entdeckt" ), mache die piercings raus und steh vor meinem 2. kleiderschrank, den ich extra für's geschäft "angelegt" habe.
und genau: wenn ich vor dem spiegel stehe, frage ich mich mittlerweile "was um himmels willen machst du da?!"
heute bin ich soweit, dass ich hier raus will, einen weniger verkorksten beruf ausüben möchte, denn ich bin zu tiefst unzufrieden und unglücklich mit dieser sch*** maske, die mcih nicht mehr sein lässt, wer ich bin!
in zukunft werde ich mich nicht mehr an meine umgebung anpassen, koste es, was es wolle! ich kann auch hinter der kasse sitzen oder putzen gehen und mir meinen lebensunterhalt eben so verdienen, hauptsache ich bin im reinen mit mir selbst.
solange wir uns anpassen und die sicht der gesellschaft damit unterstützen, wird sich nichts für uns ändern!
das ist m.E. auch ne art rassismus, der einzige weg, die gesellschaft an uns anzupassen ( und nicht umgekehrt) ist, wenn wir endlich mal rebellieren
Hey, ich arbeite seit mittlerweile 3,5 Jahren bei der Kirche (katholisch) und habe mit dort einen Namen gemacht.
Vor einem halben Jahr habe ich mir ein Madonna-Piercing stechen lassen. Nicht lachen aber vorher hatte ich meinen Chef gefragt und der sah das ganze unheimlich lOcker. Er war sogar verwundert da er dachte es wäre auffälliger.
Einestellt wurde ich damals schon mit einem Nasenstecker.
Nun ja, und jetzt würde ich gerne ein weiteres Tattoo haben. Die beiden die ich schon habe sieht keiner.
Ich wünsche mir einen Schriftzug welcher das letzte Jahr für mixh symbolisiert in dem ich verdammt viel durchgemacht habe. Am liebsten am Handgelenk. Na ja mein tattoowierer sagte er denkt am Oberarm innen ließe es sich ja leichter verdecken.
Was denkt ihr? Kann mir jemand helfen?
Moin!
Ich habe mit dem Thema leider schon negative Erfahrungen gemacht.Ist zwar nicht in Dtl. sonder im Ausland gewesen,aber ich habe seit mind. 15 Jahren Piercings,u.a. auch im Gesicht.Bei Bewerbungen habe ich die meisten entfernt…ausser einen kleinen Knopf in der Nase.Der wollte einfach nicht raus.Tja und der hatte gereicht,dass ich die Stelle nicht bekomme.Ich muss dazu sagen,das war ein Job in der Produktion und kein Job als Verkäufer o.ä.
also ich sehe es so: es sollte schon an den Beruf angepasst sein. es geht immerhin um die Seriösität eines Unternehmens. ich mein, mir isses wurscht, ob die Kassiererin im Kaufpark gepierct oder tattowiert ist, ich glaube es wäre anders, wenn ich einem Bankkaufmann gegenüber sitze. Ich bin selber sichtbar gepierct und auch tattowiert. In sozialen Berufen ist es eher möglich, ich bin Erzieherin im Kinderheim mit Jugendlichen, da ist es ganz gut, denn so hat man mit den Kids immer ein Gesprächsthema zum Einstieg. Ich habe allerdings auch schon im Hotel gearbeitet und da hab ich meine Piercings raus gemacht, es hätte einfach nicht ins Bild gepasst. Schön und gut, dass es gesellschaftlich anerkannt und akzeptiert ist, aber den Ruf der dahinter steckt, den wird man noch ein paar Jahre haben und solange sollte man sich einfach anpassen, auch wenn es vielen nicht passt 'Mainstream' zu sein.
Also ich finde es schon sehr traurig das man in der heutigen, modernen Zeit immer noch darüber diskutieren muss ob Tattoos oder Piercings gut oder schlecht bei einem Vorstellungsgespräch sind. Was bitte sagt ein Tattoo oder Piercing über einen Menschen aus? Nichts! Es ist wie mit der Haarfarbe oder dem Kleidungsstil. Nur weil ich gepierct und tattoowiert bin, bin ich noch lange nicht schlampig, dumm, rebellisch oder sonst irgendein Quatsch. Ich habe Abitur, einen überdurchschnittlichen IQ, führe mittlerweile mein eigenes Unternehmen und habe sehr viele tolle Bekanntschaften und bin noch nicht unangenehm in irgendeiner Form aufgefallen. Ich verstehe nicht warum nicht der Mensch mit seinen Qualitäten zählt, klar spielt das Äußere immer eine gewisse Rolle, aber dabei sollte eher darauf geachtet werden ob jemand gepflegt ist, sprich er nicht stinkt oder mit fettigen Haaren darum rennt oder sonst etwas in der Richtung.
Gegen das Internet und Handys hat sich auch keiner gewährt und es wurde super angenommen, warum dann nicht auch bei der normalsten Sache der Welt nämlich Körperschmuck. Übrigens wer etwas Bildung besitzt, weiß das schon die Urvölker der ganzen Welt Piercings und Tattoos hatten.
Ich bin sehr Überrascht und auch traurig wie manch einer über das Thema Tattoo und Piercing denkt.
In der heutigen Zeit sollte es für einen Job oder Ausbildung, außer bei schon besagten Berufen, kein Thema mehr sein. Der Ruf von früher, dass der oder die anscheint grade aus dem Knast oder ähnliches raus sind ist schon längst in Vergessenheit geraten.
Wenn man mal die Geschichte aus anderen Ländern und/oder Stämmen sich genauer Ansieht gehören Tattoo´s und Piercing´s schon Jahrhunderte zur Kultur.
Ich selbst habe vor einigen Jahren in einem Tierpark als Tippse meine Ausbildung gemacht und bin mit jeder Erdenklichen Alterschicht zusammen gekommen, da ich auch an der Kasse und wenn not am Mann war auch in der Tierpflege gearbeitet habe. Egal ob alt oder jung niemand hatte mit meinen sichtbaren Piercing´s und Tattoo´s ein Problem.
Heute Arbeite ich in einer Zentralrendantur der Kath. Kirchengemeinde und auch dort hat man mich so genommen wie ich bin.
Die Zeiten haben sich geändert, zum Glück
Hallo zusammen … ich habe zwar keine piercings und finde auch eher das so etwas nicht zumir passt.. aber ich habe tattoos und es ist mittlerweile mein kompletter rechter arm von der schulter an bis zum handgelenk voll … ich habe mir tattoos gemacht damit man sie sieht und nicht damit nur ich sie selbst sehe dafür brauche ich mir kein tattoo stechen lassen … hatte bis jetz in meinem beruf als karosseriebautechniker im eigentlichen keine probleme mit meinem tattoo .. klar gibts leute die denken omg wie sieht der denn aus aber ivh denke sobald man seine arbeit richtig und gut macht ist es völlig egal wie man aussieht !! Kommt vl auch von den vorurteile da die damalige zeit eben so war das nur die leute tattoos hatten bzw die meisten tattoos hatten die im knast waren … aber die heutige zeit ost nicht mehr so hwut zutage hat schon jeder 3te ein tattoo …
Hallo Zusammen
Ich persönlich finde es immer wieder schade, dass man sich in dieser Gesellschaft immer noch rechtfertigen muss, weil man gepierct oder tätowiert ist.
Es kommt immer noch auf den einzelnen Menschen an und sagt nichts über den Charakter des jeweiligen aus. Im Gegenteil, diese Menschen sind meist offener und viel toleranter, auch im Berufsleben.
Ich persönlich wäre froh, auf der “Bank” würde es teilweise etwas lockerer zugehen und nicht jeder wäre so steif.
Es geht nicht darum von oben bis unten zutätowiert zu sein. Aber persönliche Tattoos, mit denen man viel verbindet bzw etwas zum Ausdruck bringen möchte, sollten heute kein Thema mehr sein.
Es kommt immer noch auf den einzelnen Menschen an. Ich selbst habe mehrere Tattoos und auch Piercings, allerdings so gehalten, dass alles zu meinem Typ pat und mich keinesfalls “assozial” wirken lässt.
Ich arbeite im Verkauf einer Firma, in der es eigentlich nicht erwünscht ist, konnte mich jedoch trotzdem durchsetzen und beweisen, dass es nichts mit der Einstellung zu meiner Arbeit oder Leistung zu tun hat. Und genau das ist wichtig.
Oftmals sind tätowierte und gepiercte Menschen hochsensibel und charakterstärker als solche, die nur Vorurteile haben.
Ich wünsche mir einfach mehr Toleranz, was dieses Thema betrifft.
Die Menschen, welche nicht tätowiert sind, urteilen über solche, die es sind. Aber ein Tärowierter würde nie über einen “nichttätowierten” Menschen urteilen …
Bei der Jobsuche habe ich als ehemaliger wenn auch untättowierter & ungepiercter Langzeitarbeitsloser folgendes gelernt: Wie in der Partnersuche auch gibt es auf jeden Topf den passenden Deckel, und so arbeit ich wieder qualifiziert und tariflich bezahlt bei jemand der meine Arbeit und meinen Einsatz zu schätzen weiss, und zudem auch noch in einem Bereich in dem viel vertrauen nötig ist. Ich muss viel aufholen, klar, aber ich darf das auch.
Ich denke so verhält es sich auch mit Bodymods, Behinderungen. Ja – es kann, sofern man nicht bereit ist sich “anzupassen” – eine lange Durststrecke sein bis man es geschafft hat. Aber wenn man sich von dem gewaltigen Druck freimacht unbedingt und lebensnotwendigerweise Arbeit haben zu müssen, dann verkauft man sich unter Wert oder geht an der Erfolglosigkeit die sich einstellen kann zugrunde.
Mein Appell ist also: Hier und da muss man natürlich Abstriche in seiner Persönlichkeitsentfaltung machen. Ich kann im Job nicht mit Bandshirts von Deathmetal-Kapellen auf Geschäftskunden losgehen, man kann mit grottigen Scratcher-Tattoos vom Ballermann nicht unbedingt Oberklasse-Wagen verkaufen, oder mit zugepierctem Gesicht für Makellosigkeit werben. Muss man aber auch nicht
Es wird sich was finden. Seid ehrlich, seid offen, seid Ihr selbst, probiert aus wo für Euch wieviel geht.
Ich seh es gern, ich find es sympathisch, und wenn meine Friseurin an ihrem Snakebite knabbert – das sieht auch süss aus. Der Personaler aus erlauchten Kreisen im DAX-Unternehmen deutet da vll. irgendwas hinein – in seiner intellektuellen Hilflosigkeit. Der ist aber als Arbeitgeber faktisch nicht zu gebrauchen, mit Krankheit geht er vielleicht ähnlich intolerant um. Braucht kein Mensch.
Ich behaupte sogar dass gerade die Bodymods die Chance zur gesellschaftlichen Wandlung bieten – weg vom Nutzvieh, hin zum selbstbewussten Arbeitnehmer.
Und nicht von irgendwelchen Möchtegern-Ariern und Selektionswütigen verunsichern lassen. Stirbt sich alles mit den Jahrzehnten weg…haben die letzten 60 Jahre ja gezeigt.
Korrektur:
Ich denke so verhält es sich auch mit Bodymods, Behinderungen. Ja – es kann, sofern man nicht bereit ist sich “anzupassen” – eine lange Durststrecke sein bis man es geschafft hat. Aber wenn man sich NICHT von dem gewaltigen Druck freimacht unbedingt und lebensnotwendigerweise Arbeit haben zu müssen, dann verkauft man sich unter Wert oder geht an der Erfolglosigkeit die sich einstellen kann zugrunde.