Mobiles Arbeiten: Ein neuer Trend in der Arbeitswelt


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Mobiles Arbeiten: Arbeite wann und wo Du willstEs klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein: arbeiten, wann und wo man will. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Zunächst ist natürlich nicht jeder Job überhaupt dafür geeignet, an jedem Ort der Welt flexibel und mobil zu arbeiten. Die Tätigkeit muss also bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit man sie überhaupt zu jeder Zeit ausüben kann. Eine Arbeit in der Produktion, an der Maschine oder auch im direkten Kundenkontakt einer Bank oder eines Serviceunternehmens lässt sich nur schwer räumlich und zeitlich flexibel ausführen. Doch bestimmte Aufgaben und Branchen bieten durchaus eine große Flexibilität und können fast zu jeder Zeit und überall erledigt werden.

Bevor man sich aber mit Begeisterung auf solche Jobs stürzt und im Geiste schon die Kündigung an den Chef schreibt, ist es zielführend, das Konstrukt des flexiblen und mobilen Arbeitens etwas genauer zu untersuchen. Was also ist das eigentlich? Welche Vorteile hat mobiles Arbeiten? Und wie ist es um die Nachteile bestellt?

Mobiles Arbeiten: Ein neuer Trend in der Arbeitswelt

Smartphones und Tablet PC'sMobiles Arbeiten ist seit einigen Jahren mehr und mehr auf dem Vormarsch. Viele mittelständische Unternehmen setzen verstärkt auf eine hohe Mobilität ihrer Mitarbeiter, sofern die Tätigkeit das zulässt. Und auch in den großen Konzernen des Landes ist zunehmende Flexibilität und Mobilität gefragt, wenn die Mitarbeiter tatsächlich zu jeder Zeit an jedem Ort arbeiten können und müssen. Heute generiert ein Unternehmen damit schlicht Wettbewerbsvorteile, wenn Kundenanfragen sofort beantwortet werden können, wenn Stammdaten auf Knopfdruck auch unterwegs abzurufen sind oder wenn die Kommunikation der Kollegen und Führungskräfte untereinander ohne Zeitverlust erfolgt. Damit ist mobiles Arbeiten letztlich weit mehr als nur ein Trend – es wird mehr und mehr zum elementaren Bestandteil der Kernkompetenzen von Unternehmen, die damit deutliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz generieren wollen und können. Gleichzeitig kann mobiles Arbeiten den Unternehmen dabei helfen, Kosten zu sparen und effizienter zu produzieren, wenn immer weniger Mitarbeiter immer mehr Aufgaben schultern müssen.

Die eigentliche Umsetzung ist dank modernster Technologien heute überhaupt kein Problem mehr. Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet PCs sorgen dafür, dass man per E-Mail oder Intranet jederzeit mit der Zentrale verbunden ist und auf alle wichtigen Daten zugreifen kann. Gleichzeitig ist die Kommunikation per E-Mail jederzeit möglich, denn die mobilen Endgeräte können Nachrichten empfangen, Anhänge öffnen und lesen und Dateien problemlos bearbeiten. Schnelle Internetverbindungen sorgen dafür, dass der Up- und Download von Anhängen innerhalb von kürzester Zeit erledigt ist. Damit sorgt auch die Technik mit ihrer immer schnelleren Entwicklung dafür, dass mobiles Arbeiten tatsächlich zu jeder Zeit an jedem Ort bequem möglich ist, ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Eine Tendenz mit Vor- und Nachteilen

Arbeiten an jedem Ort der WeltFür die Unternehmen hat das mobile Arbeiten durchaus Vorteile. Sie können Mitarbeiter einsparen und produzieren dadurch kostengünstiger. Gleichzeitig bieten sie ihren Kunden einen guten Service, ist man doch zu jeder Zeit flexibel erreichbar. Kurze Antwortzeiten mit aktuellsten Daten sind dadurch vorprogrammiert. Und auch für die Mitarbeiter bietet die Möglichkeit, an jedem Ort der Welt – im In- und Ausland, als Beifahrer im Auto, im Zug und teilweise sogar im Flugzeug – einige Annehmlichkeiten. Sie können ihren Mailverkehr immer beantworten, wenn gerade einige Minuten Pause angesagt ist. Damit spart man sich die Bearbeitung von E-Mail-Bergen, sobald man wieder im Büro ist.

Auch im direkten Kundenkontakt macht es einen guten Eindruck, wenn zeitnah nötige Daten besorgt werden können und Fragen des Kunden geklärt werden können. Kann man von zu Hause aus arbeiten, ist man häufiger sogar produktiver, weil weniger Störungen anfallen. Komplizierte Denkarbeiten, komplexe Konzepte oder langwierige Präsentationen sind so schneller erledigt und von besserer Qualität, weil man einfach ungestört an einer Sache arbeiten kann. Außerdem entfallen lange Wegezeiten zu Arbeit mit Wartezeiten im Stau und mit Benzinkosten oder die unbequeme Anreise mit der Bahn. Eine Arbeit, die nicht an die firmeninternen Einrichtungen und Maschinen gebunden ist, sondern mit Hilfe eines PCs gut erledigt werden kann, ist also hervorragend für mobiles Arbeiten geeignet. Überwiegend handelt es sich dabei um unterschiedlichste Bürotätigkeiten, um konzeptionelle Arbeiten oder um das weite Spektrum vertrieblicher Aufgaben.

Doch mobiles Arbeiten hat vor allem für den Mitarbeiter auch Nachteile. Er ist zu jeder Zeit erreichbar und hat kaum noch Möglichkeiten, abzuschalten und den Job einfach hinter sich zu lassen. Damit reduziert sich das Potenzial seiner Erholungszeiten drastisch. Im schlimmsten Fall können sogar ernstzunehmende Krankheiten folgen, wenn man sich über Monate hinweg nicht erholen und ausspannen kann. Damit ist der Job letztlich zu jeder Zeit auch im privaten Leben präsent. Im schlimmsten Fall kann darunter sogar die Beziehung leiden.

Keinesfalls zu unterschätzen: Die Nachteile

Was auf den ersten Blick nur Vorteile zu haben scheint, hat auf den zweiten Blick gravierende Nachteile: Die Mobilität in der heutigen Arbeitswelt führt zunehmend zu gefürchteten Krankheiten wie Erschöpfung, Depressionen bis hin zum Burnout. Auch körperliche Beschwerden können dadurch massiv verstärkt werden, denn es bleibt einfach kaum noch Zeit und Raum, auch einmal abzuschalten und die Arbeit für einige Stunden zu vergessen. Man ist schlicht zu jeder Zeit erreichbar und immer im Dienst – ein nicht zu unterschätzender Nachteil für die Gesundheit und die Partnerschaft.

Denn auch diese kann darunter leiden, wenn der Partner seine Gedanken nur noch dem Unternehmen widmet, nicht aber dem Ehepartner. So vorteilhaft mobiles Arbeiten also auf den ersten Blick zu sein scheint, so sehr muss man auf ein ordentliches Selbstmanagement achten, damit man neben aller Arbeit noch Zeit für das Privatleben hat.

Checkliste: Selbstmanagement ist das A und O für erfolgreiches mobiles Arbeiten

  1. Können Sie ungestört arbeiten?
  2. Ist Ihr Arbeitsplatz ergonomisch ausgestattet?
  3. Sind die Anforderungen an Internetverbindungen und mobile Endgeräte erfüllt?
  4. Halten Sie regelmäßig Kontakt zu Ihren Kollegen?
  5. Stehen Sie in kontinuierlichem Austausch mit Ihrem Vorgesetzten?
  6. Sind Sie bezüglich der Firmeninterna eingebunden?
  7. Stehen Sie in regelmäßiger Verbindung zu Ihren Kunden?
  8. Teilen Sie Ihre Arbeitspakete in überschaubare Einheiten?
  9. Planen Sie genügend Ruhezeiten zum Abschalten ein?
  10. Haben Sie Spaß an Ihrer mobilen Tätigkeit?

Wenn Sie dann noch über allem Spaß bei der Arbeit Ihren Partner nicht vergessen und Ihr mobiles Endgerät im Urlaub im Aktenkoffer lassen, gehören Sie zu den Glücklichen, die die Vorteile des mobilen Arbeitens wirklich genießen können.

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Ein Kommentar

  1. Macfan 25. Januar 2012 at 13:23 - Reply

    Der große Nachteil ist heutzutage definitiv die ständige Erreichbarkeit, immer und überall. Da ich beruflich viel unterwegs bin, auch im Ausland, bleibt das Handy immer auf Empfang. Ein "Abschalten" ist so nicht möglich, selbst nicht am späten Abend. Der große Vorteil dagegen ist, das man nicht an das Büro gefesselt ist. Es gab schon Tage, da konnte ich bequem am Pool arbeiten und die schönen Seiten meines Jobs genießen.

    Fazit: "Kein Vorteil ohne einen Nachteil."

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