Motiviert in den Tag starten: 10 Praxis-Tipps für die perfekte Morgenroutine

Snoozetasten-Drücker, Nicht-aus-dem-Bett-Kommer und Frühstück-Verschlinger aufgepasst! In diesem Beitrag geben wir Ihnen ein paar wertvolle Tipps, mit deren Hilfe Sie Ihren Morgen nicht nur strukturierter, sondern vor allem auch stressfrei gestalten. Es geht um die sogenannte Morgenroutine. Ihr Geheimnis: Mit sich wiederholenden Schritten und Gewohnheiten einen Ablauf schaffen, der Sie perfekt auf den Arbeitstag vorbereitet.

Inhalt
1. Morgenroutine: Was ist das und wozu brauche ich das?
2. Warum Routinen (in diesem Fall) etwas Gutes sind
3. So entwickeln Sie Ihre eigene Morgenroutine
4. Wie lang muss eine Morgenroutine sein?
5. 10 Praxis-Tipps für den perfekten Start in den Tag
6. Die Abendroutine als Pendant zur Morgenroutine

Morgenroutine: Was ist das und wozu brauche ich das?

Wie starten Sie in einen normalen Arbeitstag? Im Bett liegen bleiben, bis es fast schon zu spät ist? Schnell unter die Dusche, um dann noch hastig das Frühstück zu verspeisen? Oder wird dieses sowieso frühestens in der U-Bahn ausgepackt? Für die meisten Arbeitnehmer ist der Morgen vor allem durch die folgenden Aspekte geprägt: Hektik, Stress und miese Laune.

Wer hieran etwas ändern will, tut gut daran, sich eine persönliche Morgenroutine zu schaffen. Hierbei handelt es sich um eine Abfolge immer gleicher Tätigkeiten, die dem Morgen eine Struktur verleihen und Ihnen dabei helfen, kraftvoll und erholt zur Arbeit zu gehen. Wichtig ist, dass die Routine ganz bewusst wahrgenommen und gestaltet wird.

Wie genau eine Morgenroutine aussieht, kann nicht pauschalisiert gesagt werden. Jeder muss seinen eigenen Rhythmus finden und bestimmen, was er oder sie am Morgen braucht und was nicht. Um Ihnen dennoch eine grobe Vorstellung zu verschaffen, sollen hier ein paar klassische Elemente genannt werden, die Bestandteil vieler Morgenroutinen sind:

  • Ein gesundes Frühstück, das nicht hastig eingenommen wird
  • Eine Sporteinheit
  • Duschen und Körperpflege
  • Eine Meditationseinheit
  • Eine kurze Zusammenfassung aller anstehenden Tagesaufgaben
  • Eine kurze Achtsamkeits- oder Dankbarkeitsübung

Die Morgenroutine ist eine sehr gute Möglichkeit, sich auf den anstehenden Tag vorzubereiten und noch einmal Kraft und Ruhe zu tanken. Ziel sollte stets sein, stressige und hektische Momente zu vermeiden und sich stattdessen noch einmal ganz bewusst zu entspannen. Das Ergebnis liegt auf der Hand: Sie sind gestärkt, ausgeglichen, inspiriert, konzentriert und fokussiert und damit perfekt auf den alltäglichen Wahnsinn im Büro vorbereitet.

Warum Routinen (in diesem Fall) etwas Gutes sind

Wenn in einer Beziehung die Routine (auch der „Alltag“ genannt) eingekehrt ist, dann ist das grundsätzlich etwas Schlechtes. Im Beruf kann sie unter Umständen dazu führen, dass wir uns zu sicher fühlen und sich Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Warum sollte die Routine dann also ausgerechnet am Morgen etwas Erstrebenswertes sein? Ganz einfach: Weil sie auch Vorteile mit sich bringt!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das sich in bekanntem Terrain am wohlsten fühlt. Indem wir am Morgen ein Umfeld schaffen, an das wir uns (aufgrund der Wiederholungen) schnell gewöhnen, geben wir uns selbst ein positives Gefühl von Sicherheit, das uns im besten Fall durch den gesamten Tag begleitet. Es ist also nicht immer von Nachteil, sich seiner Sache sicher zu sein und ganz genau zu wissen, was einen in den kommenden Minuten erwarten wird.

So entwickeln Sie Ihre eigene Morgenroutine

Im Internet gibt es selbstverständlich unzählige Beispiele toller und erfolgreicher Morgenroutinen, die dazu einladen, sie nachzuahmen. Wie weiter oben bereits erwähnt, ist das jedoch keinesfalls der Sinn der Übung. Beim Entwickeln einer Morgenroutine kommt es darauf an, herauszufinden, was Sie wollen und was Ihnen im ersten Abschnitt des Tages guttut.

Viele Menschen absolvieren schon vor dem Frühstück einen 5 km-Jogginglauf. Andere finden beim Meditieren ihre innere Mitte und kommen mich sich selbst und der Umwelt ins Reine. Das klingt Ihnen viel zu anstrengend oder spirituell? Dann lassen Sie es weg. Eine gute Morgenroutine ist perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und unterstützt Sie dabei, den Tag so positiv wie möglich zu beginnen.

Fragen Sie sich also, was Sie wollen und wie beziehungsweise womit Sie Ihren Tag beginnen wollen. Es ist wichtig, hierbei nicht nur auf schnelle Impulse zu hören, sondern auch auf die Bedürfnisse tief in Ihrem Inneren zu achten. Ihnen fehlt morgens der nötige Schwung, um energiegeladen mit der Arbeit zu beginnen? Dann könnte Sie eine Sporteinheit wachrütteln. Sie fühlen sich in der Früh aufgebläht und körperlich unwohl? Dann stellen Sie Ihr Frühstück so um, dass es die Verdauung ankurbelt.

Mit anderen Worten: Führen Sie sich vor Augen, was Ihnen nicht gefällt oder was Ihnen Probleme bereitet und überlegen Sie sich, mit welchem Morgenroutine-Schritt Sie etwas daran ändern können. „Aktion ? Reaktion“ ist ein sehr passendes Stichwort hierfür. Jede Einheit der Morgenroutine muss einen Nutzen haben und machbar sein. Es bringt niemandem etwas, wenn Sie gleich zu Beginn des Tages demotiviert und frustriert sind.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass Sie nie etwas erzwingen sollten. Anstatt Körper und Seele mit einer aus dem Boden gestampften Morgenroutine zu überfordern, sollten Sie diese schrittweise einführen. Dadurch können Sie sich selbst viel besser an die (nachhaltigen) Veränderungen gewöhnen.

Tipp: Lassen Sie sich von anderen Morgenroutinen inspirieren und probieren Sie ruhig einmal aus, was andere für gut befunden haben. Das morgendliche Ritual kann immer wieder angepasst und verändert werden, bis Sie die perfekte Zusammenstellung gefunden haben.

Wie lang muss eine Morgenroutine sein?

Zugegeben, die Morgenroutine hat sich mittlerweile zu einem waschechten Trend entwickelt, der nicht nur am Frühstückstisch, sondern auch in den Medien kräftig zelebriert wird. Hierdurch entsteht häufig der Eindruck, dass die morgendlichen Rituale mancher Menschen mehrere Stunden dauern und der Tag schon wieder vorbei ist, ehe er richtig begonnen hat.

Keine Sorge, es ist keinesfalls nötig, die Morgenroutine in die Länge zu ziehen. Die Frage „Wie lang muss eine Morgenroutine dauern?“ sollte immer durch die Alternative „Wie viel Zeit will ich mir für meine Morgenroutine nehmen?“ ersetzt werden. Niemand wird Sie zwingen, früher aufzustehen, um eine Runde um den Block zu drehen oder ein ausgefallenes Frühstück zuzubereiten. Eine erfolgreiche Morgenroutine lebt davon, sich perfekt an Ihren biologischen Rhythmus anzupassen. Sobald sie Ihnen zur Last wird, haben Sie etwas falsch gemacht.

Tipp: Fangen Sie ruhig mit einer kurzen Routine am Morgen an, die aus einem oder zwei Punkten besteht und bauen Sie diese nach und nach aus. Auf diese Weise können Sie schrittweise testen, wie lang Ihre morgendlichen Rituale sein müssen, was Ihnen guttut und worauf Sie doch wieder verzichten können.

10 Praxis-Tipps für den perfekten Start in den Tag

Sie sind nach dem bisherigen Lesen nicht nur inspiriert, sondern auch motiviert, selbst eine Morgenroutine in Ihren Alltag zu integrieren? Dann werden Ihnen die folgenden Tipps und Hinweise behilflich sein.

  • Erzwingen Sie nichts: Achten Sie stets darauf, dass Sie sich mit Ihrer Routine wohlfühlen
  • Schritt für Schritt: Stampfen Sie kein komplettes Morgenritual aus dem Boden, sondern lassen Sie es wachsen
  • Kleines kann Großes bewirken: Nicht immer sind große Taten notwendig, um etwas zu verändern. Ein Glas Mineralwasser mit Zitrone nach dem Aufstehen kann genauso vitalisieren wie ein Spaziergang im Morgengrauen
  • Der eigene Rhythmus: Inspirationen sind immer gut, doch bedenken Sie, dass die Morgenroutine anderer nicht zwangsläufig auch bei Ihnen funktioniert. Jeder Mensch hat einen anderen Rhythmus. Finden Sie Ihren eigenen!
  • Körperliches und geistiges Wohlbefinden: Eine Morgenroutine tut sowohl dem Körper als auch der Seele gut. Es kommt auf eine gute Mischung verschiedener Komponenten an.
  • Finger weg von elektronischen Geräten: Nicht nur Fernseher und Radio, sondern auch das von vielen heißgeliebte Smartphone sollte rigoros aus der Morgenroutine verbannt werden. Eine Ausnahme sind Geräte, die Sie nutzen, um beispielsweise eine geleitete Mediation oder Yogaübung durchzuführen.
  • Den Überblick behalten: Eine Routine, die aus 15 verschiedenen Schritten besteht, ist nicht nur wahnsinnig zeitraubend, sondern auch viel zu komplex und unübersichtlich. Hier gilt der Grundsatz: Keep it short and simple!
  • Nicht übertreiben: Es wurde bereits gesagt, die Morgenroutine wird gerade extrem gehyped. Das hat zur Folge, dass es viele ein bisschen zu ernst damit nehmen. Wenn das morgendliche Ritual zum Zwang wird, ist es höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen.
  • Kein Druck: Egal, wie sehr Sie sich anstrengen, Sie schaffen es einfach nicht jeden Morgen, um 6.30 Uhr aufzustehen? Das ist kein Problem! Die Morgenroutine soll Stress abbauen und ihn nicht erzeugen. Es ist nicht notwendig, sich jeden Tag penibel an den Ablauf zu halten.
  • Heute schon an morgen denken: Viele Morgenroutinen beginnen schon am Abend davor, beispielsweise beim Herauslegen des Outfits oder beim Vorbereiten des Frühstücks. Dadurch beginnt der nächste Tag gleich noch entspannter.

Die Abendroutine als Pendant zur Morgenroutine

Ähnlich beliebt wie die Morgenroutine ist mittlerweile auch die Abendroutine. Das Prinzip ist das gleiche: Eine Abfolge bestimmter Gewohnheiten, die (fast) immer gleich sind, bestimmen die letzten Stunden des Tages und sorgen dafür, dass man diesen entspannt und ausgeglichen ausklingen lässt.

Während die Morgenroutine dazu dient, sich bestmöglich auf den anstehenden Tag vorzubereiten, geht es bei der Abendroutine darum, diesen zu reflektieren und zu verarbeiten. Viele Menschen nutzen die Zeit beispielsweise, um aufzuschreiben, was besonders schön war und was eher schlecht gelaufen ist. Auch Sport, Ernährung und frühes Zubettgehen spielen hierbei wichtige Rollen.

Natürlich gilt auch bei der Abendroutine wieder, dass sie jeder nach eigenen Wünschen gestalten kann. Wir möchten Ihnen dennoch einen ganz speziellen Tipp ans Herz legen: Legen Sie das Smartphone ab einer bestimmten Uhrzeit (beispielsweise 20.00 Uhr) beiseite und schauen Sie erst am nächsten Tag beim Betreten des Büros wieder drauf. Bewusst nicht erreichbar zu sein, ist ein Balsam für die Seele und wirkt (erst einmal zur Gewohnheit geworden) wahre Wunder.

Nun interessiert es uns natürlich brennend, ob auch Sie eine Morgenroutine haben. Welche Schritte beinhaltet sie? Was hat sich in der Praxis als besonders energiespendend und motivierend herausgestellt? Welche Tipps haben Sie für unsere Leser? Wir freuen uns auf viele spannende und anregende Kommentare!

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