Pokémon Go als Vollzeitjob: Lässt sich damit Geld verdienen?

Sind Ihnen auch schon die scheinbar orientierungslos herumirrenden Menschen aufgefallen, die dabei völlig gebannt auf ihr Smartphone starren? Oder gehören Sie selbst zu der neuen Generation an Pokémon-Trainern, die derzeit der Pokémon-Go-Sucht verfallen sind? Träumen Sie vielleicht sogar davon, von Ihrem neuen Hobby leben zu können? Wir verraten Ihnen, ob das realistisch ist oder nicht.

1. Was ist eigentlich dieses „Pokémon Go“?
2. Exkurs: „Augmented Reality“ – die erweiterte Realität
3. Lässt sich mit Pokémon Go Geld verdienen?
4. Idee 1: Nintendo-Aktien kaufen
5. Idee 2: Umsatz steigern durch Pokémon Go
6. Idee 3: Pokémon-Go-Taxifahrer
7. Idee 4: Pokémon-Go-Accounts auf eBay versteigern
8. Idee 5: Hauptberuf „Pokémon-Trainer“

Was ist eigentlich dieses „Pokémon Go“?

Der Generation der 90er und frühen 2000er Jahre ist „Pokémon“ gewiss ein Begriff. Ash, Pikachu & Co eroberten damals ab dem 27. Februar 1996 von Japan aus in rasantem Tempo die gesamte Welt und lösten schon zu jener Zeit einen absoluten Hype aus. Der Publisher Nintento verdiente sich mit den Game-Boy-Spielen über Sammelkarten bis hin zur Fernsehserie eine goldene Nase. Bis heute rufen die kleinen Taschenmonster, die gefangen, trainiert und weiterentwickelt werden können, bei den mittlerweile eigentlich erwachsenen Spielern ein nostalgisches Schmunzeln und leuchtende Augen hervor. Kein Wunder also, dass die Neuauflage „Pokémon Go“ (Download für Android und iOS *) erneut einen weltweiten Hype nach sich zieht und das nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern sogar den Mittzwanzigern bis -dreißigern dieser Welt.

Neben den niedlichen, zum Teil an Tiere erinnernden, Taschenmonstern mag das aber auch an der fortschrittlichen Technologie liegen:

Als eines der ersten namhaften Augmented Reality Games funktioniert die App nämlich via GPS und projiziert die einstigen Anime-Kreaturen in 3D direkt in die echte Umgebung. Wenn Glumanda, Pummeluff oder Evoli plötzlich (virtuell) vor Ihnen stehen, werden sie schon beinahe zur greifbaren Wirklichkeit.

Pokémon Go wird dabei voraussichtlich nur der erste große Hype dieser neuen „erweiterten Realität“ sein. Klar, dass sich da mehr und mehr Menschen die Frage stellen: Kann ich den Hype für mich nutzen und in Zukunft durch Pokémon Go meinen Lebensunterhalt bestreiten?

Exkurs: „Augmented Reality“ – die erweiterte Realität

„Augmented Reality“ ist ein Fachbegriff aus der Medienbranche, welcher als „erweitere Realität“ übersetzt wird. Es handelt sich demnach um eine Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung durch computergestützte Zusatzinformationen. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass visuelle Bilder oder Videos vor allem mittels Smartphone oder Tablet über dem reellen Bild eingeblendet werden beziehungsweise dieses überlagern. Ein Vorreiter dieser Technologie war das schwedische Erfolgsunternehmen IKEA mit einem virtuellen Raumplaner, mittels welchem die ausgewählten Möbel via mobilem Endgerät in den Raum projiziert werden können. In der Kamera Ihres Smartphones oder Tablets sehen Sie also, wie die neue Kommode neben dem Bett aussehen würde.

Ähnlich verhält es sich nun bei dem Game „Pokémon Go“. Die App führt Sie via GPS durch die realen Straßen, Plätze und Orte, während auf Ihrem Smartphone plötzlich Pikachu & Co auftauchen. Diese stehen dann scheinbar wahrhaftig vor Ihnen auf der Wiese oder sogar auf dem Schreibtisch und können von Ihnen gefangen werden. Beim Gang zur Arena, zum Beispiel auf dem Kirchplatz um die Ecke, können Sie zudem Kämpfe gegen andere Pokémon-Trainer führen, Ihre Taschenmonster trainieren oder eben auch im „Real Life“ mit anderen App-Nutzern ins Gespräch kommen.

Lässt sich mit Pokémon Go Geld verdienen?

Lässt sich mit Pokémon Go der gesamte Lebensunterhalt bestreiten?
Eine Frage, die nun vielen Pokémon-Go-Fans auf der Seele brennt, lautet: Lässt sich denn mit dem neuen Hobby auch Geld verdienen oder sogar der gesamte Lebensunterhalt bestreiten? Das Spiel hat schließlich nicht nur einen großen Hype ausgelöst, es ist auch äußerst zeitaufwändig und neben einem Vollzeitjob nur schwer erfolgreich zu betreiben. Was also, wenn Sie ganz an der Spitze mitspielen – klingelt dann vielleicht irgendwann nicht mehr nur die virtuelle, sondern auch die reale Geldbörse? Ja! Wir haben gute Nachrichten für all die Taschenmonster-Fans da draußen: Mit Pokémon Go lässt sich tatsächlich Geld verdienen. Aber wie eigentlich?

Idee 1: Nintendo-Aktien kaufen

Nicht nur in den App-Stores, sondern natürlich auch an den Börsen blieb der Pokémon-Go-Hype nicht unbemerkt. Die Nintendo-Aktie schoss innerhalb von nur wenigen Tagen in bis dato unbekannte Sphären und verdoppelte den gesamten Unternehmenswert. Wer die Veröffentlichung des Spiels also auf dem Schirm hatte und richtig zu bewerten wusste, konnte mit einer frühzeitigen Investition in die Aktien des Spieleherstellers unfassbare Renditen einfahren.
Infografik: Der Pokémon-Effekt | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Doch Achtung: Zumindest auf der Börse ist der Hype schon vorbei und seit einigen Tagen pendelt sich die Nintendo-Aktie wieder auf einem „normalen“ Wert ein. Reich werden Sie mit dem Pokémon-Go-Aktienhandel also schon nicht mehr. Gibt es noch weitere Möglichkeiten mit den Taschenmonstern Geld zu verdienen?

Idee 2: Umsatz steigern durch Pokémon Go

Sollten Sie Inhaber eines Restaurants, Cafés oder eines ähnlichen Unternehmens sein, das vor allem vom Kundentraffic lebt, bewerben Sie sich doch für einen PokéStop oder eine Arena. Fortan werden Ihnen die Kunden ganz von alleine in Scharen einen Besuch abstatten und vor allem in letzterem Fall auch für Kämpfe ein wenig verweilen. So sparen Sie sich auf der einen Seite teure Marketingmaßnahmen können auf der anderen Seite Ihren Umsatz mitunter enorm steigern.

Idee 3: Pokémon-Go-Taxifahrer

Sie sind nicht glücklicher Inhaber eines solchen Unternehmens, verfügen aber über ein eigenes Auto? Dann schulen Sie doch zum Pokémon-Go-Taxifahrer um. Da für das Spiel bekanntlich zahlreiche Kilometer zurückgelegt werden müssen, möchten viele Pokémon-Go-Fans die Wege abkürzen und sich so kostbare Zeit sparen. Wie ginge das schneller als mit einem fahrbaren Untersatz? Die Spieler können zudem je nach Ausstattung des Autos ganz bequem vom WLAN-Modul Gebrauch machen oder ihren Smartphone-Akku während der Fahrt aufladen. So können Sie nicht nur Ihre Reisekasse aufbessern, sondern zugleich eine wahrlich gute Tat vollbringen, indem Sie die Pokémon-Go-Trainer davon abhalten sich selbst ans Steuer zu setzen. Denn Sie wissen ja: „Don’t Pokémon and Drive!“

Idee 4: Pokémon-Go-Accounts auf eBay versteigern

Bis zu 8.700 Euro sind wahre Pokémon-Go-Fans bereit, auf eBay für einen Account oder auch einzelne seltene Pokémon zu bezahlen. Das bedeutet aber natürlich, dass Sie der Konkurrenz einen großen Schritt voraus sein müssen, entweder durch die Investition von Zeit, Geld oder Know-how – vermutlich aber einer Mischung aus allen Dreien. Und es gibt noch ein weiteres Problem: Durch den Verkauf verstoßen Sie gegen die Nutzungsbestimmungen der App und so kann es durchaus einmal passieren, dass der hoch gehandelte Pokémon-Go-Account kurzerhand deaktiviert wird und sowohl Verkäufer als auch Käufer schlussendlich leer ausgehen. Gibt es also nicht noch eine noch viel einfachere Variante, um vom Pokémon-Go-Hype leben zu können?

Idee 5: Hauptberuf „Pokémon-Trainer“

Die ultimative Verwirklichung ihres Traums ist für viele Pokémon-Go-Spieler das Leben als professioneller Pokémon-Trainer. Bislang war das ein schlichtweg unmöglich zu erfüllendes Hirngespinst aus Kindheitstagen. Dank Pokémon Go hat sich das jetzt geändert: Tatsächlich gibt es erste „professionelle Pokémon-Trainer“. Diese bieten ihre Leistungen ganz einfach via eBay-Kleinanzeigen an, trainieren und fangen für ihre Auftraggeber Pokémon und fahren dafür einen Stundenlohn zwischen fünf und 20 Euro ein. Ob dies nun zum dauerhaften Trend oder ebenfalls kurzfristigen Hype wird, bleibt allerdings abzuwarten. Erste Mutige, wie der Neuseeländer Tom Currie, haben für die mehr oder minder professionelle Pokémon-Jagd bereits ihre lukrative Festanstellung gekündigt. An Mut scheint es den Pokémon-Trainern daher nicht zu mangeln. Guten Gewissens zu diesem Schritt raten können wir aber leider dennoch nicht und werden die weitere Entwicklung erst einmal gespannt beobachten. In diesem Sinne: „Waidmannsheil“ an alle Pokémon-Go-Trainer da draußen!

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