Power-Break: Die perfekte Mittagspause

Die Mittagspause ist reine Zeitverschwendung? Von wegen! Wer produktiv arbeiten will, braucht zwischendurch auch einmal eine kleine Auszeit. Wie Sie Ihre Mittagspause sinnvoll nutzen und dabei tatsächlich Energie tanken? Wir verraten es Ihnen. Hier kommen die besten Anti-Mittagstief-Maßnahmen.

Wie verbringen Sie eigentlich Ihre Mittagspause? Gehen Sie zum Essen in die Kantine oder bleiben Sie einfach an Ihrem Schreibtisch sitzen und arbeiten weiter, während Sie nebenbei lustlos an einem Sandwich nagen?

Laut Statistiken gehören Essen und Durcharbeiten zu den häufigsten Tätigkeiten in der Mittagspause. Und genau hier hat die Sache mit der Pause einen Haken: Wer mittags einfach weiter schuftet, schöpft keine neue Kraft und bringt weniger Leistung. Und wer sich falsch ernährt, fällt nach dem Futtern müde und erschöpft in ein Energieloch. Dabei gibt es viele Möglichkeiten die Mittagspause effektiv zu nutzen. Man muss sich ausreichend erholen, um leistungsstärker zu sein. Schließlich dient eine Pause dazu, Denkblockaden zu lösen und Konzentrationsstörungen zu verhindern. Wenn Sie es schaffen die Ruhephase zu optimieren, steigern Sie Kreativität und Produktivität. Das klingt doch verlockend, oder?

Wir brauchen Brain-Food! So essen Sie richtig in der Mittagspause

Schnitzel, Schweinebraten, Pasta, Pizza – so gut diese Gerichte auch schmecken mögen, sie steigern definitiv nicht Ihr Leistungsvermögen und sollten in der Mittagspause besser vom Speiseplan gestrichen werden. Wer sich in der arbeitsfreien Zeit leere Kalorien reinschaufelt, mag zwar erst einmal satt sein, wird später dafür aber gleich doppelt bestraft. Kurz nach der Rückkehr aus der Kantine überfällt einen zurück am Arbeitsplatz nämlich das gefürchtete Mittagstief. Statt sich erholt zu fühlen, sehnt man sich nach einem Schokoriegel und einer Mütze Schlaf.

Die Gründe: Ihr Körper ist jetzt so schwer mit der Verdauungsarbeit beschäftigt, dass Ihr Gehirn mit weniger Blut versorgt wird. Außerdem lassen Kohlenhydrate Ihren Blutzuckerspiegel rasant ansteigen.

Die Folge: Sie schütten jede Menge Insulin (das so genannte Dickmacherhormon) aus und Ihr Blutzuckerspiegel schnellt in den Keller. Und nun überfällt sie plötzlich auch noch die Gier nach einem Schoko-Nachtisch. Statt Ihren Körper auf diese Achterbahnfahrt zu schicken, sollten Sie ihn lieber mit gesundem Brain-Food füttern.

Eine Mischkost aus „guten“ Kohlenhydraten – also Vollkornprodukten mit vielen Ballaststoffen – Eiweiß und Gemüse gibt Ihnen Energie und versorgt Sie mit wichtigen Nährstoffen. So steigern Sie sogar Ihr Denkvermögen. Zudem gilt: Über die Arbeit zu reden, ist beim Essen tabu. Geben Sie Ihrem Gehirn lieber etwas anderes zu tun und machen Sie den Kopf frei.

Lebenselixier: Trinken, trinken, trinken in der Mittagspause

Grundsätzlich sollten Sie sich natürlich immer an die allgemeine Empfehlung halten und zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Wasser liefert Ihrem Körper nicht nur wichtige Mineralstoffe, auch Ihr Gehirn ist auf die Zufuhr angewiesen, damit es Leistung bringen kann. Trinken fördert die Durchblutung des Gehirns und hält so die Konzentration aufrecht. Für die Mittagspause können Sie sich schon zu Hause einen Smoothie mixen und diesen dann in Ihrer Auszeit genießen. In dem Drink lassen sich jede Menge Obst- und Gemüseportionen verpacken, die Sie so richtig fit machen und mit denen Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun. Vor allem grüne Smoothies sind gerade der Renner. Hierfür landet hauptsächlich Pflanzengrün (z. B. Salate, Kohlsorten, Garten- und Wildkräuter) im Mixer. Das Grünzeug ergibt gemixt einen wahren Zaubertrank. Reich an sekundären Pflanzenstoffen soll es die Konzentration steigern und leistungsstark machen.

Übrigens: Es heißt, dass eine moderate (!) Menge Alkohol gut für das Gehirn sei und leistungsfähiger machen würde. Den Cocktail sollten Sie sich dann aber doch lieber für den Feierabend aufheben.

Eine Extraportion Endorphine, bitte!

Glückshormone gefällig? Um in der Mittagspause Stress abzubauen und sogar Endorphine auszuschütten, hilft es den Kreislauf in Schwung zu bringen. Sie können einfach einen flotten Spaziergang an der frischen Luft machen oder die Treppe statt des Aufzugs nehmen. Wer kann und möchte, darf natürlich gerne noch eine Schippe drauflegen: Fitnessstudios bieten Lunchburner-Kurse um die Mittagszeit an. Ob Sie dafür in Ihrer Mittagspause Gelegenheit haben, hängt natürlich ganz individuell von Ihrem Arbeitsplatz, den geregelten Pausenzeiten und der Flexibilität ab. Was außerdem für Glücksgefühle sorgt? Wenn Sie in der Mittagspause das Tanzbein schwingen. Beim Abzappeln schütteln Sie Stress ab und bekommen garantiert gute Laune. Wer einen Kickertisch im Pausenraum zur Verfügung hat, darf in der Auszeit gerne zum Spielkind werden. Das macht Spaß und fördert ganz nebenbei noch den Teamgeist.

„Zzzzzz“ – in der Mittagspause mal kurz ne Runde wegnicken

Bei manchen Menschen bewirkt Power-Napping wahre Wunder. Schlafforscher fanden heraus, dass ein Kurzschlaf von 20 bis 30 Minuten sehr erfrischend und gesund sei. Man müsse allerdings wieder aufwachen, bevor man in die Tiefschlafphase eintritt. Wie das funktioniert? Am besten Sie halten einen Schlüsselbund in der Hand. Bevor Sie in den Tiefschlaf fallen, wird er Ihnen aus der Hand gleiten und Sie wachen von dem Geräusch wieder auf. Aber Achtung: Auch wenn Studien belegen, dass der Mittagsschlaf die Konzentration fördert, ist das Schlummern am Arbeitsplatz häufig nicht gerne gesehen. Klären Sie das vorher also lieber ab, bevor Sie den Kopf in der Mittagspause zum Nickerchen auf den Schreibtisch legen.

Sommer, Sonne, Eis und Mittagspause

Die Sonne scheint? Dann nichts wie ab nach draußen! Die warmen Sonnenstrahlen in Ihrem Gesicht sorgen nicht nur für gute Stimmung, sondern stärken auch das Immunsystem und werden für die Bildung von Vitamin D benötigt. Und – gesunde Ernährung hin oder her – manchmal darf es zum Abschalten in der Mittagspause selbst eine süße Sünde sein. Also, die Kollegen ruhig einmal auf ein Eis einladen. Wer ist denn schließlich schon perfekt, stimmt’s?

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