Schlechte Schulnoten durch Spielekonsolen (Video Update)

Spielen mit der SpielkonsoleViele Eltern beobachten mit Sorge, wenn ihre Kinder täglich stundenlang vor der Spielekonsole sitzen und Videospiele spielen anstatt Hausaufgaben zu machen oder zu lernen. Auch Pädagogen und Wissenschaftler sind sich spätestens seit PISA und anderen Bildungsstudien einig, dass zu intensives Spielen mit der Spielkonsole negativen Einfluss auf die Schulleistungen haben kann. Vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten, in denen der Markt für Videospiele stetig angewachsen ist, ist die Schere zwischen leistungsschwächeren und leistungsstärkeren Schülern immer weiter auseinander gegangen.

Videospiele und Schulleistungen

Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN) zum Zusammenhang von Mediennutzung und Schulleistungen (2005) bestätigt, dass vor allem die Schulnoten von Kindern (4. Klasse) und Jugendlichen (9. Klasse) in den grundlegenden Fächern Deutsch und Mathematik umso schlechter sind, je häufiger und länger sie mit der Spielkonsole bzw. dem Computer spielen. Vor allem wenn sie einen eigenen Fernseher mit Spielkonsole oder Computer im Kinderzimmer besitzen, liegen die schulischen Leistungen unter dem Durchschnitt. Noch schlechter sind allerdings die Schulnoten der Kinder und Jugendlichen, die oft oder zumindest gelegentlich gewalthaltige Games spielen (z. B. sog. Ego-Shooter, brutale Horrorspiele), die eigentlich erst ab 16 oder 18 Jahren zugelassen sind. Betroffen davon sind hauptsächlich Jungen, die generell sehr viel mehr Zeit mit der Spielkonsole oder dem Computer verbringen als Mädchen und dabei auch öfter gewalthaltige Videospiele spielen.

Auf die Dosis kommt es an

Eltern sollten deshalb zum einen darauf achten, dass ihre Kinder nicht den ganzen Nachmittag mit Videospielen verbringen und somit genug Zeit und geistige Aufnahmefähigkeit für schulische Angelegenheiten haben. Medienpädagogen raten dazu, die Nutzungszeit zumindest während der Woche je nach Alter der Kinder auf maximal eine Stunde täglich zu beschränken und das Spielen zu überwachen, wenn die Kinder über eine eigenen Fernseher und eine eigene Spielkonsole im Kinderzimmer verfügen.

Videospiel ist nicht gleich Videospiel

Zum anderen sollten Eltern sollten überprüfen, welche Videospiele gespielt werden. Denn die schlechten Schulnoten von Kindern und Jugendlichen, die häufig gewalthaltige Spiele spielen, können unter anderem damit erklärt werden, dass Gewaltdarstellungen negative Emotionen wie Angst und Aggressionen erzeugen, die die Lernfähigkeit blockieren. Strategie-, Simulations- und Lernspiele können dagegen durchaus positive Wirkungen haben und bei Kindern und Jugendlichen

  • Interesse an bestimmen Inhalten wecken (z. B. Technik, Natur, Geschichte),
  • die Phantasie anregen, indem sie beispielsweise die Möglichkeit zum Selbstgestalten bieten (z. B. Städte aufbauen, Musik komponieren),
  • zur Verbesserung von Auffassungsgabe, Konzentrations- und Problemlösefähigkeit und strategischem Denken beitragen (z. B. Gedächtnis-, Mathematik-, Rechtschreib- und Fremdsprachtrainings, Knobelspiele),
  • die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit erhöhen (z. B. interaktive Sport- und Geschicklichkeitsgames)
  • und Teamfähigkeiten stärken, wenn zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen gespielt wird (sog. Multiplayer-Games).

Ein Problem war bislang, dass vor allem Lernspiele meist nicht so anspruchsvoll gestaltet waren wie die gängigen Action- und Unterhaltungsspiele. Kinder und Jugendliche fanden sie oft langweilig, weil sie inhaltlich wenig komplex und einseitig auf eine Thematik bezogen waren, kaum Realitätsbezug besaßen oder wenig Feedback und Erfolgserlebnisse lieferten. Für die neuen Spielkonsolen gibt es jedoch mittlerweile immer mehr aufwändig animierte und pädagogisch wertvolle Lernspiele für alle Altersgruppen, die Spaß machen und verschiedene Schwierigkeitsgrade bieten.

Fazit

Spielen mit der Spielkonsole führt bei Kindern nicht grundsätzlich zu schlechteren Schulleistungen; auch die häufig zu hörende Annahme, dass Videospiele „dumm machen“ stimmt so allgemein nicht. Wie bei allen anderen Freizeitaktivitäten kommt es auf die richtige Dosierung und die Inhalte an. Dies zeigt auch eine Studie der OECD (2006): Danach sind Kinder und Jugendliche sogar teilweise besser in der Schule, solange die Nutzung von Computertechnologien in einem gewissen zeitlichen Rahmen bleibt und nicht nur der reinen Unterhaltung, sondern auch zum Lernen dient.

Eine sehr beliebte Spielekonsole, wo auch der Bewegungsapparat auf seine Kosten kommt, ist z. B. Nintendo Wii Konsole – Wii Sports Bundle white.

Spielekonsolen im Test (2009)

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Bisher gibt es 16 Kommentare. »

  1. Ich als Vater spiele auch gern Videospiele und nenne eine Xbox 360 mein Eigen. Mein Kinder selbst spielen auch täglich ca. eine halbe Stunde Nintendo DS. Natürlich nur altergrechte Spiele.
    In der Schule sind sie nach wir vor gut und lernen auch freiwillig.
    Wichtig ist, dass die Kinder lernen erst ihre Pflichten zu machen. Danach können sie dann ihrem Spass nachgehen. Wenn das Wetter nicht so schlecht ist, gehen die Kinder meist raus an die frische Luft. Vor dem Abendbrot dürfen sie eine halbe Stunden auf den Spielekonsolen rumhämmern und gut ist.
    Wie schon in dem Text erwähnt kommt es auf ein vernünftiges Mass an.
    Fernsehen gibt es bei uns dagegen so gut wie garnicht. Nach dem Abendbrot darf noch der Sandmann geschaut werden und dann geht es ab in die Falle.

  2. Unsere Tochter haben wir einen Nintendo DS geschenkt mit zwei Lernspielen. So lässt sich doch Spass und Lernen verbinden.

  3. Die Kinder meiner Freundin haben so eine Konsole zu Weihnachten bekommen und sind nicht mehr wegzubekommen.
    Süchtig scheinen die zu machen.

  4. Ich bin 15 und spiele jeden Tag ca. 2 Stunden World of Warcraft oder Urban Terror (ja, das ist einer von diesen bösen Ego-Shootern ;P). Manche finden das Ego-Shooter dumm oder aggressiv machen, was nicht unbedingt zutrifft. Seit ich UT spiele ist meine Sportnote deutlich besser geworden, was nicht zuletzt daran liegt dass meine Reaktionszeit deutlich kürzer geworden ist. Auch in Englisch bin ich deutlich besser geworden seit ich UT spiele. Da eigentlich fast alle dort Englisch sprechen. Ego-Shooter haben also nicht nur Nachteile ;D

  5. Ich bin 20 Jahre alt, und habe mit 15 Jahren angefangen Counter-Strike zu spielen. Ich habe jeden! Tag mindestens 5 Stunden, meistens 8-10 Stunden gespielt. Im Juni 2008 habe ich dann mein Abitur mit 1,6 gemacht, und studiere Medizin. Klar kann ich jetzt nicht mehr so viel spielen, aber 2 Stunden täglich sind auf jeden Fall drin. Agressiv bin ich in keinster Weise, und meine kognitiven Leistungen sind trotz des exzessiven Videospiels ausgezeichnet. Ich verstehe die ganzen Diskussionen einfach nicht, es geht ohne Probleme auch so.

  6. Ich bin jetzt 17 Jahre alt und spiele seit meiner Kindheit Videospiele. Hat angefangen mit einem Sega Megadrive bzw. mit dem Nintendo Entertainment System. Meine Schulnoten haben bis jetzt in keinster Weise unter dem Videospieleinfluss gelitten. Gezockt wird heute entweder World of Warcraft oder in der ESL Call of Duty WaW. Auf der Xbox 360 gerne auch wieder Rollenspiele wie Fable oder Oblivion. Da ich gerne mit dem Originalton zocke, d.h. auf Englisch, haben sich meine Englischnoten um einiges gebessert und für die anderen Fächer wird halt einfach gelernt. Ich habe einen Schnitt von 2,5.

    Fazit: Ich kann die Theorie “Schulnoten schlechter durch Medienkonsum” in keinster Weise bestätigen.

  7. ich bin 16 Jahre, spiele seit ca. einem Jahr aktiv WoW und WarRock (Ego-Shooter) und das ruhig mal länger als 5 stunden täglich. Habe allerdings auch noch andere hobbys wie z.b. fußball und ich bin in der örtlichen jugend- und freiwilligen feuerwehr. Ich gehe ausserdem auf das örtliche gymnasium und bin dort klassen/ jahrgangsbester mit nem schnitt von 1,4
    ich würde eher sagen, dass solche online-games wie WoW oder Warhammer die Teamfähigkeit und das Sozialverhalten in großem maß positiv beeinflussen können, da es vorwiegend aufs team-play ankommt.
    die ego-shooter bieten dazu einen ausgleich und man lernt auch mal auf sich gestellt durchzuhalten :P
    wenn man versucht, das auf andere bereiche auszuweiten… ;)

    naja ich kann genau wie vibo nix gegen online-games sagen; allerdings darf man das sogenannte RL (Real-Life) nicht aus den augen verlieren

  8. Verstehe eins nicht. Viele die sich hier geäußert haben gehen anscheinend noch zur Schule oder arbeiten schon. Dann verbringt ihr 5 und mehr Stunden am Tag mit der Console. WANN BLEIBT DA NOCH ZEIT ZUM SCHLAFEN! Diejenigen von euch die dann noch für die Schule lernen müssen, müssen ja Aussehen wie der Tod auf Latschen. Denn wenn ich alles hochrechne bleibt nicht mehr viel Zeit zum schlafen. Das kann auf Dauer nicht gesund sein! 1 bis 2 Stunden tägl. hab ich kein Problem mit, aber 5 bis 8 ist echt übertrieben.

    PS: Es gibt sehr viele Menschen, überwiegend junge! die nicht mehr zwischen der Spielewelt und der reallen unterscheiden können. Die sind süchtig! Einige sind an dieser Sucht bereits gestorben.

  9. ganz einfach du bist süchtig und krank…
    wie kann man nur wow zocken und dann noch so lange am tag…
    deine mutter sollte dir den pc aus dem fenster schmeißen.. oder ihn einkassieren biss du wiedermal auf dein leben klar kommst junge!

  10. OMG sag ich hiah nuah wie kann man 8-10 stunden vor dem pc verbringen und noch videospiele spielen… ich (15) gehe auch aufs gymnasium unc habe noch nie einen schüler gesehn die einen durchschnitt von 1,3 habn… set doch ma ehrlichh.

  11. was Zocken angeht:

    Ich selbst bin Jurist, habe eine Frau und 2 Kinder und finde trotzdem täglich 2-3 Stunden Zeit für World of Warcraft.
    Das problem das einige (speziell junge) Menschen haben ist sich die Zeit einzuteilen, oder noch Zeit für Freunde oder Familie zu finden und in der fiktiven Welt “bleiben” wollen.

    So einen Fall haben wir derzeit zu bearbeiten, Es steht Ehemann gegen Ehefrau. Grund für diesen Streit: Sie will die Scheidung weil Herr S. täglich mehrere Stunden am Computer verbringt und sich nicht mehr um die Familiären Bedürfnisse der Frau kümmert.

  12. ich spiel auch wow und bin 16jahre alt, wenn man weiß wan schluss ist wann es zu weit geht oder wie weit man gehen kann dan ist zocken kein problem denke ich das kommt immer uaf den spieler an Mfg

  13. allgemein gängiges klischee.. was in nem fazit endet, dass nicht so gängig ist

  14. Ich zocke jeden Abend 1-2 Stunden mit meinen Spielkonsolen (Wii und XBOX 360) und komme in der Schule ganz normal mit. Mathe stehe ich übrigens auf 1. Sicherlich würde ich auch Nachmittags ne Runde zocken, aber Schule geht vor.

  15. Es ist empfehlenswert gerade am Abend nicht zu lange zu spielen. Nehmt stattdessen ein gutes Buch zur Hand. Es ist wichtig auch abschalten zu können, gerade nach stressigen Tagen. Zu langes Fernsehen oder Computer spielen lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Eine Stunde am Tag vor der Spielkonsole oder dem PC ist meiner Meinung nach in Ordnung.

  16. Zu mir: Ich bin 22 Jahre, ich Studiere Wirtschaftsingenieur, Arbeite! nicht Lernen täglich von 7:30 bis ca. 17.00 Uhr, bin Trainer einer Eishockey-Mannschaft und Spiele selbst noch aktiv.

    Momentan ist mein Schnitt im Studium 2.5.

    Ich selbst Spiele am PC ca. 3-4 Stunden (nicht Jeden Tag, dann wenn ich Zeit habe, evtl. auch mal mehr).
    Habe mit 15 angefangen Aktiv Day of Defeat zu Spielen(auch im Ligabetrieb).

    Ich habe vor 3 Jahren mein Abi mit Durchschnitt 1,6 Abgeschlossen.

    @ Franky:

    Ich bin mal ganz ehrlich, mit einem Buch am Abend kann ich nicht Abschalten. Es gibt solche und solche Leute.

    @ die lösung:

    Solche Äußerungen können nur von Kindern kommen die selbst WoW hassen oder es nicht vertragen dass es Leute gibt die World of Warcraft spielen. Solche Äußerungen sind einfach KINDISCH

    @ all:

    Wie ich oben beschrieben habe ich ein sehr weitgreifendes Soziales Leben. Auch durch den Ligabetrieb habe ich einige Soziale Kontakt knüpfen können, diese jedoch nicht in 5 min Laufweg um die Ecke sonder in der gesamten EU. Mit diesen Leuten treffe ich mich 1-2 mal im Jahr und unterhalten uns über jegliche Themen und Spielen natürlich auch zusammen.

    Ich bin genügend unterwegs. Ich finde ruhe indem ich evtl. mal Training auf dem Eis habe, meine Mannschaft auf Trab bringe oder ich am PC sitze und Spiele.

    Meine Noten sind wie beschrieben auch nicht die schlechtesten.

    Spiele haben nicht!!! immer eine negative Beeinflussung auf Menschen.

    Nur muss man seine Grenzen kennen, und ich finde das ist die AUFGABE der ELTERN. Und nicht nur die Grenzen sollten die Eltern vermitteln auch das die sozialen Kontakte, außerhalb der Fiktiven Welt, stimmen d. h. dass die Kinder eine Team-Sportart ausführen. Denn dort werden sozial Kontakte am einfachsten geknüpft.

    Ich wurde glaube ich sagen zu dürfen, recht gut erzogen. Ich kannte meine Grenzen.

    Fazit: Spiele ja (im gewissen maß), Soziale Kontakte durch Teamsport, Schule geht wie ja alle wissen vor.

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