Stress im Alltag abbauen – 5 hilfreiche Tipps

Manchmal nervt der Alltag ziemlich und vermiest uns die Stimmung. Stress ist pures Gift für den Körper, lässt den Blutdruck steigen, dämpft das sexuelle Verlangen, fördert das Schwitzen und führt zu Gereiztheit.

Wenn Sie gestresst sind, können Sie es selten verbergen – Ihre Umwelt fühlt sich zwangsläufig beeinträchtigt, was gerade am Arbeitsplatz als unangenehm empfunden wird. Sie kennen sicherlich die Tipps, z. B. autogenes Training, Meditation, Yoga oder Tai Chi zu betreiben, um zu innerer Ruhe und äußerer Ausgeglichenheit zu gelangen. Doch diese Methoden lassen sich in einen verplanten Alltag oft nur schwer einbauen. Probieren Sie doch einmal, in den folgenden fünf Punkten Ihr Verhalten zu verändern, um so den Stress besser bewältigen und abbauen zu können.

1. Gönnen Sie sich Pausen

Unterbrechungen bei der Arbeit sind dafür da, um Energie zu tanken und wieder auf volle Konzentration umzuschalten. Wenn Sie ab und zu eine kurze Pause einlegen, schaffen Sie erfahrungsgemäß als beim ständigen Durcharbeiten. Zwei aktive Mini-Pausen pro Tag empfiehlt z. B. die Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Gehen Sie ins Freie oder öffnen Sie ein Fenster, stellen Sie sich aufrecht hin, schließen Sie die Augen und lauschen Sie auf die Geräusche von draußen. Atmen Sie mit den Armen über dem Kopf tief ein und lassen Sie sie beim Ausatmen wieder sinken. Wenn Sie diese Übung dreimal gemacht haben und anschließend Ihren ganzen Körper durchschütteln, werden Sie sich deutlich erholt fühlen.

Weitere Tipps, für eine gesunde und effektive Pausenplanung, erfahren Sie in unserem Artikel “I need a break: So setzen Sie Ihre Pausen richtig“.

2. Vermeiden Sie Kontrollverlust

Die Kontrolle zu verlieren, bedeutet für die meisten Menschen Stress pur. Kaum etwas schlaucht so sehr, wie nicht mehr Herr des eigenen Lebens zu sein. Je selbstbestimmter Sie Ihren Alltag gestalten, desto wohler werden Sie sich fühlen – Sie lassen sich weniger manipulieren und unter Druck setzen. Allerdings ist die Voraussetzung, dass Sie Ihre eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen und entsprechend anwenden können.

Wichtig: Versuchen Sie gar nicht erst, immer alles richtig zu machen. Wer das tut, will meist eher andere als sich selbst zufriedenstellen. Und jegliche Art von „Verhaltensperfektionismus“ stresst den Menschen reichlich.

3. Hobbys sind nicht altmodisch

Sie finden Freizeitgestaltung vorm Fernseher oder bei Computerspielen zeitgemäß, und Ihr alter Hobbykeller hat längst ausgedient? TV und PC jedoch dienen der Unterhaltung und weit weniger der Entspannung. Überschlagen Sie mal, wie viele kostbare Stunden Sie vor einem Bildschirm verbringen? Als Stressabbau-Methode ist keiner davon zu empfehlen – relaxen können Sie viel besser, wenn Sie sich beispielsweise sportlich oder kreativ betätigen. Sie werden merken, dass Sie sich danach besser konzentrieren können und sich insgesamt glücklicher fühlen.

4. Wie klappt Ihr Zeitmanagement?

Je mehr Talent Sie besitzen, Ihre Zeit gut zu planen, desto stressfreier gehen Sie durchs Leben. Am besten klappt die Planung, wenn Sie ein akkurates Gefühl dafür entwickeln, wie lange einzelne Aufgaben Sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Und nicht vergessen, Pausen und Freizeit ebenfalls im Vorwege mit einrechnen. Effektive Zeitplanung lässt sich lernen – informieren Sie sich gut, Tipps dafür sind im Internet schnell zu finden. Kontrollieren Sie sich sorgfältig, dann kriegen Sie Ihr Zeitmanagement in den Griff und gehören nicht mehr zu den Leuten, die ständig spät dran sind, notgedrungen aufschieben oder anderen die Ohren voll jammern, dass sie „nie Zeit“ haben. Keiner will das hören, und – objektiv betrachtet – haben alle Menschen jeden Tag das gleiche Quantum Zeit zur Verfügung.

5. Qualifikation ist ein Stresskiller

Betraut man Sie mit einer Aufgabe, der Sie sich auf Anhieb nicht gewachsen fühlen, können Sie diese ablehnen, um sich nicht unnötig damit herumzuquälen. Eine bessere Idee ist es allerdings, wenn Sie sich um Weiterbildungs- oder Lernmöglichkeiten kümmern, die Ihr Ansehen im beruflichen Alltag verbessern und festigen. Jeder Kurs bedeutet zudem eine Abwechslung in der Tretmühle und fördert Ihr Selbstwertgefühl. Wenn Sie bestimmte Defizite in Ihren auf den Job bezogenen Kompetenzen ausgleichen, geht es unter Umständen auch mit der Karriere voran. Erfolglosigkeit ist nämlich ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Alltagsstress viele Menschen weit mehr im Griff hat, als es nötig wäre. Immer wieder liest man von sogenanntem „gesunden Stress“, der kreativ, ausdauernd und produktiv macht. Vielleicht bewundern Sie ja insgeheim Ihre Kollegen, die immer unter Volldampf zu stehen scheinen und denen nichts zu viel wird. Beobachten Sie diese einmal genauer – und schauen Sie sich an, wie diese mit den fünf zuvor beschriebenen Punkten zum Abbau von Alltagsstress umgehen.

TIPP: Musik ist Balsam für die Seele

Der Musik kommt in Bezug auf den Stressabbau eine ganz besondere Bedeutung zu. Musik kann unser Herz zum Klopfen bringen, aber auch beruhigend und entspannend wirken. So senkt insbesondere klassische Musik, wie z. B. Mozart und Bach, die Herzfrequenz und den Blutdruck, beruhigt die Atmung und reduziert so die Ausschüttung von Stresshormonen.

Wer keine Entspannungsmusik griffbereit hat, kann auch selber Singen. Sie haben richtig gelesen, so wie wir es aus unserer Kindheit kennen. Singen wirkt sich positiv auf unser Nervensystem aus und trägt somit zu unserem Wohlbefinden und zur Entspannung bei. Es werden regelrecht Glückshormone ausgestoßen. Das hat übrigens nichts mit der Qualität des eigenen Gesangs zu tun. Musik ist einfach Balsam für die Seele.

Das Angebot an CDs und MP3 für Entspannungsmusik ist relativ groß. 3 Empfehlungen möchten wir Ihnen aber dennoch aussprechen.

 
Mit welchen Methoden zum Stressabbau haben Sie bereits gute Erfahrungen gemacht?

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