Mit diesen 10 Studentenjobs macht das Geldverdienen Spaß

Wer studiert hat oder sein Studium gerade noch absolviert, der weiß, das Geld in dieser Zeit eigentlich permanent Mangelware ist. Teils hohe Lebenserhaltungskosten und ein geringes Einkommen sorgen dafür, dass am Ende des Geldes meist noch zu viel Monat übrig ist. Um sich dennoch über Wasser zu halten und vielleicht auch einen kleinen Luxus zu genießen, arbeitet die Mehrheit der Studenten neben dem Studium. Zu den typischen Studentenjobs gehören zum Beispiel Hiwi-Tätigkeiten, Kellern sowie das Arbeiten im Einzelhandel oder im Callcenter. Was zwar ein regelmäßiges Einkommen beschafft, kann auf Dauer recht fad sein. Viele Studentenjobs sind monoton oder einfach nur langweilig. Wenn Sie auf der Suche nach einem Job neben dem Studium sind, der nicht nur gut bezahlt ist, sondern auch Abwechslung und Spaß mit sich bringt, dann könnte Ihnen der folgende Beitrag behilflich sein. Wir stellen Ihnen nämlich zehn Studentenjobs aus aller Welt vor, die das gewisse Etwas haben.

1. Job #1: SignSpinner – die lebenden Werbetafeln
2. Job #2: Spieletester – heute schon wissen, was morgen gespielt wird
3. Job #3: Claqueur – Da darf ruhig auch mal geklatscht werden!
4. Job #4: Maskottchen – Achtung: Heiß!
5. Job #5: In der Schlange-Steher – Anderen den Platz freihalten
6. Job #6: Mystery Shopper – Fürs Einkaufen Geld bekommen
7. Job #7: Wasserrutschen-Tester – Ab ins kühle Nass
8. Job #8: Stadtführer – Der bezahlte Rhetorikkurs
9. Job #9: Mikrojobber via Smartphone – Nur ein Klick vom Geld entfernt
10. Job #10: Versuchspatienten – Zur Stippvisite bei angehenden Ärzten

Job #1: Sign Spinner – die lebenden Werbetafeln

Dass viele Trends aus den USA zu uns rüber schwappen, ist nichts Neues. Dennoch ist es immer wieder bemerkenswert, was da so alles angespült wird. Ein sehr gutes Bespiel hierfür ist das sogenannte Sign Spinning, eine besondere analoge Werbeform, die gerade in diversen Großstädten für Furore sorgt. Beim Sign Spinning positionieren sich Menschen – oft handelt es sich hierbei um Studenten – auf Plätzen, in Fußgängerzonen und an anderen Orten mit viel Aufmerksamkeitspotential. Sie sind mit Werbeschildern bewaffnet, die sie nicht einfach nur emporhalten, sondern wild herumschleudern. Die akrobatische Vorstellung, die in Sekundenschnelle Interessenten anlockt, wird keinesfalls dem Zufall überlassen, sondern ist in der Regel von vorn bis hinten einstudiert. Studenten, die als Sign Spinner ihr Geld verdienen wollen, brauchen nicht nur Geschick, sondern auch eine gute Kondition. Die Schilder werden mit der Zeit nämlich ganz schön schwer. Die Gegenleistungen sind ein abwechslungsreicher Job, der direkte Kontakt zu Menschen und ein gutes Gehalt.

Job #2: Spieletester – heute schon wissen, was morgen gespielt wird

Gaming-Fans aufgepasst. Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, mit Ihrem Hobby Geld während des Studiums zu verdienen. Wer es schafft, einen Job als Spieletester zu ergattern, kann sich regelmäßig auf die neuesten Brett- und Computerspiele freuen. Spieleentwickler sind ständig auf der Suche nach Leuten, die die neuesten Ideen in der Praxis testen. Die Tätigkeit eignet sich perfekt als Studentenjob, weil sie zeitlich flexibel und extrem abwechslungsreich ist. Wer in seiner Freizeit sowieso gerne spielt, wird den Job gar nicht wirklich als Arbeit wahrnehmen.

Der Haken an der Sache: Als Spieletester wird man nicht reich. Manche Hersteller „entlohnen“ die Arbeit sogar nur mit dem bereitgestellten Spiel. Es ist also auch eine Extraportion Leidenschaft gefragt, sollten Sie sich für diesen Nebenjob entscheiden.

Job #3: Claqueur – Da darf ruhig auch mal geklatscht werden!

Der nächste Studentenjob, den wir Ihnen vorstellen wollen, klingt vielleicht ein bisschen skurril, hat aber eine wichtige Bedeutung in unterschiedlichen Branchen. Als Claqueur haben Sie die Aufgabe zu klatschen – und zwar immer dann, wenn es Ihnen das Publikum gleichtun soll.

Professionelle Klatscher, die sich nicht selten noch im Studium befinden, kommen beispielsweise in TV-Shows, auf Konzerten, bei Theatervorstellungen und in Gesprächsrunden zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass das Publikum aktiv wird und an den richtigen (gewünschten) Stellen applaudiert. Was nach einem echt einfachen Job klingt, bringt also durchaus auch ein gewisses Maß an Verantwortung mit sich. Dennoch kann festgehalten werden, dass der Claqueur einer der einfacheren Studentenjobs ist.

Job #4: Maskottchen – Achtung: Heiß!

Ähnlich wie die Sign Spinners kommt auch dieser Job-Trend aus den USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist es seit Jahren Gang und Gäbe, dass sich Studenten ihr Geld als Maskottchen verdienen. Hierfür schlüpfen sie in plüschige Ganzkörperkostüme und sorgen für gute Stimmung. Die typischen Arbeitsbereiche von einem Maskottchen sind:

  • Freizeitparks
  • Sport-Veranstaltungen
  • Eröffnungen (von Geschäften, Restaurants, etc.)

Wenn Sie auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Studentenjob sind, könnte dieser der richtige für Sie sein. Bedenken Sie allerdings, dass der Job härter ist als er vielleicht aussieht. Die Kostüme der Maskottchen sind nicht nur schwer, sondern entwickeln auch eine starke Hitze. Vor allem im Sommer kann das zu einer wahren Belastung für den Körper werden. Hinzu kommt außerdem, dass Sie als Maskottchen starke Nerven haben müssen, immerhin stehen Sie permanent in der Öffentlichkeit und müssen tausendfach als Fotomotiv herhalten. Nicht jeder sieht darin die Erfüllung seiner (neben-)beruflichen Träume.

Job #5: In der Schlange-Steher – Anderen den Platz freihalten

Kommen wir nun zu einem Studentenjob, der sich (leider) noch nicht hier in Deutschland durchgesetzt hat. In den USA gibt es tatsächlich Studenten, die für andere Menschen in einer Schlange anstehen und ihnen einen Platz freihalten. Auch hier gilt wieder: Was zunächst einmal ziemlich entspannt und einfach klingt, ist ein knallharter Job. Jeder, der schon einmal länger als eine Stunde für etwas angestanden hat, weiß das. Außerdem gilt auch für professionelle In der Schlage-Steher die alte Devise: Weggegangen, Platz gefangen. Wer also nur mal kurz auf Toilette will, muss danach damit rechnen, sich wieder ganz hinten anstellen zu müssen.

Job #6: Mystery Shopper – Fürs Einkaufen Geld bekommen

Dieser studentische Nebenjob dürfte vor allem bei den Damen Interesse auslösen. Es gibt tatsächlich Menschen, die fürs Shoppen engagiert werden. Ihre Auftraggeber sind beispielsweise große Einkaufszentren, die mithilfe der Testeinkäufer herausfinden wollen, wie gut (oder schlecht) der Service in diversen Shops ist.

Die Aufgabe vom Mystery Shopper ist es demzufolge, „Undercover“ einzukaufen und den Service hinterher mithilfe von einem Fragebogen zu bewerten. Ob Sie die gekauften Dinge im Anschluss behalten dürfen, hängt vom jeweiligen Arbeit- oder Auftraggeber ab.

Übrigens: Äquivalent zu den Testeinkäufern gibt es auch Testanrufer. Diese werden ebenfalls damit beauftragt, den Service – beispielsweise von einer Kunden-Hotline – zu überprüfen.

Job #7: Wasserrutschen-Tester – Ab ins kühle Nass

Was nach einem sich hartnäckig haltenden Internet-Mythos klingt, ist tatsächlich Realität: Ein britischer Tourismuskonzern beschäftigt einen Studenten, der durch die Welt reist und die Wasserrutschen in diversen Urlaubsresorts testet. Die Stelle ist so begehrt, dass die Bewerber an einem öffentlichen Casting teilnehmen. Bei der letzten Ausschreibung haben sich 2.000 Menschen beworben. Kein Wunder, denn in sechs Monaten kann der Wasserrutschen-Tester von „First Choice“ 34.000 Euro verdienen. Ob das noch etwas mit „Studentenjob“ zu tun hat, ist uns nicht ganz klar.

Job #8: Stadtführer – Der bezahlte Rhetorikkurs

Natürlich ist ein Studentenjob immer dann perfekt, wenn er auf den späteren („richtigen“) Berufsalltag vorbereitet und dem Studierenden dabei hilft, gewisse Kompetenzen auszubilden und zu festigen. Wer beispielsweise Geschichte studiert, tut gut daran, sich um eine Stelle als Stadtführer zu bewerben. Dann lernen Sie nämlich nicht nur die Geschichte Ihrer Uni-Stadt besser kennen, sondern lernen auch, frei vor Menschen zu sprechen. Obendrauf kann gesagt werden, dass der Job des Stadtführers sehr abwechslungsreich ist und viel Spaß mit sich bringen kann.

Der Job als Touristen-Guide empfiehlt sich übrigens nicht nur für angehende Historiker, sondern auch Geologen, Archäologen und all die, die später im Beruf oft vor fremden Leuten sprechen müssen. Der Lerneffekt ist in diesem Job wirklich enorm.

Job #9: Mikrojobber via Smartphone – Nur ein Klick vom Geld entfernt

Wenn im Internet die Rede vom „schnellen Geld“ ist, das man „kinderleicht verdienen“ könne, klingt das für die meisten nach einem unseriösen Angebot. Auch wenn das oftmals der Fall ist, kann dennoch gesagt werden, dass es durchaus solche Angebote gibt, bei denen Sie als Student schnell und einfach ein paar Euro verdienen können. Sogenannte Mikrojobs setzen sich immer mehr als Alternative zum klassischen Studentenjob durch und gewinnen mehr und mehr Anhänger. Das Prinzip der Mikrojobs soll nachfolgend kurz erklärt werden:

  • Zum Erledigen des Jobs benötigen Sie ein Smartphone mit Internetzugang und einer sogenannten Microjob-App (beispielsweise appJobber, MicroJob oder Streetspotr)
  • Über die App werden Aufträge inseriert, die von Ihnen angenommen und erledigt werden
  • Aufgaben können beispielsweise sein:
    • Wie lauten die Öffnungszeiten im Café XY?
    • Wie ist mein Produkt im Supermarkt in der XY-Straße platziert?
    • Ich benötige ein Bild vom Brandenburger Tor.
  • Zum Erledigen der meisten Aufgaben müssen Sie einfach nur ein entsprechendes Foto via App an den Auftraggeber senden
  • Für jede erledigte Aufgabe wird Ihnen eine kleine Summe gutgeschrieben
  • Die Beträge sind sehr gering, häufen sich im Laufe der Zeit aber
  • Der große Vorteil vom Microjobbing: Sie arbeiten nebenbei und immer dann, wenn Sie Zeit dafür haben

Nicht nur Studenten, sondern auch immer mehr andere Menschen nutzen die Mikrojob-Apps, um sich nebenbei ein bisschen Geld dazuzuverdienen. Damit dieses Ziel erreicht wird, ist es wichtig, dass Sie kontinuierlich am Ball bleiben und sich nicht von den kleinen Beträgen abschrecken lassen. Hier gilt ganz klar das Prinzip der Menge. Wer täglich drei bis vier Mikrojob-Aufträge annimmt und erledigt, kann bis zu 20 Euro dazuverdienen.

Job #10: Versuchspatienten – Zur Stippvisite bei angehenden Ärzten

Zu guter Letzt noch ein Studentenjob, der Ihnen nicht nur Geld einbringt, sondern auch noch anderen hilft. Wer sich als Übungspatient zur Verfügung stellt, muss keine Angst haben, das Versuchskaninchen angehender Ärzte zu sein. Bei den Übungen geht es nämlich nicht darum, einen Patienten tatsächlich zu verarzten oder gar zu operieren. Vielmehr ist es das Ziel, die Kommunikation und den allgemeinen Umgang mit dem Gegenüber zu trainieren. Als Arzt muss man nämlich ein hohes Maß an zwischenmenschlicher Kompetenz an den Tag legen. Wer diese nicht mitbringt, kann sie erlernen – mithilfe von Versuchspatienten. Der Job eignet sich besonders gut für Schauspielschüler, die hierbei trainieren können, in unterschiedliche Rolle (der ängstliche Patient, der wissbegierige Patient, der verärgerte Patient, usw.) zu schlüpfen. Doch auch alle anderen, die Spaß daran haben, sich für den guten Zweck zu verstellen, könnten im Versuchspatienten den perfekten Studentenjob gefunden haben.

Es muss nicht immer Kassieren sein. Studentische Nebenjobs haben viele Gesichter und können auch richtig spannend und abwechslungsreich sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch einmal abseits der herkömmlichen Pfade zu schauen, um somit einen echten Traum-Studentenjob zu finden.

2 Kommentare

  1. Die Jobs klingen zwar alle sehr Interessant und versprechen viel Spaß.
    Aber ich möchte meine Tätigkeiten als Werkstudent nicht missen. Gerade in technischen Bereich kann man mit Nebenjobs, welche einen Bezug zum Studium haben, sehr viel lernen und mehr Verständnis für den doch oft theoretischen Lernstoff erhalten.
    Am Spaß hat es mir als Werkstudent auch nie gemangelt (sonst hätte ich wohl auch den falschen Berufsweg gewählt) im Gegenteil: Ich wurde von Kollegen, Firmenpartnern und Kunden häufig mit einer großen Begeisterung empfangen, die Atmosphäre war immer sehr entspannt und es gab auch teils lustige Anekdoten zu hören.

    Zu guter Letzt: Beim Sign-Spinning und Wasserrutschen testen hat man zwar viel Spaß, aber der heute sehr wichtige Punkt “Berufserfahrung” bleibt dort meist auf der Strecke.

  2. Spieletester on

    Zum Thema Spieletester: Was hier geschrieben wird, ist genau das, was viele Bewerber erwarten, nur um dann enttäuscht zu werden, weil es einfach komplett falsch ist.

    “Spieleentwickler sind ständig auf der Suche nach Leuten, die die neuesten Ideen in der Praxis testen”
    -> das stimmt zwar, aber hierbei handelt es sich nicht um einen Job. Es gibt unterschiedliche Arten dieser Tests. Einige kann man von zu Hause erledigen und einfach das Spiel spielen. Wenn man einen Fehler findet, meldet man diesen an den Entwickler. Dafür gibt es kein Geld. Nichts. Bei diesen Tests sind die Spiele auch schon zu 99% fertig gestellt. Man hat hier praktisch die Möglichkeit, eine Vorabversion des Spiels schon früher als andere zu spielen.

    Bei anderen Tests wie zB. Fokustests, werden die Tester in die Räumlichkeiten des Entwicklers eingeladen und testen einen bestimmten Teil des Spiels. Dafür gibt es ne Pizza. Und evtl. tatsächlich mal das fertige Produkt. Das ganze dauert idR 3-4h. Ist also auch kein Job.

    Den Job “Spieletester” gibt es allerdings wirklich. Aber nicht so, wie er hier dargestellt wird.
    Zeitlich flexibel ist schon mal ganz falsch. Das ist ein normaler Bürojob. 40h/Woche. (Fast) normale Bürozeiten. Hier wird allerdings nicht gespielt. Hier wird getestet. Die gleichen 5 Minuten des Spiels immer und immer wieder testen. Wenn der Fehler wieder auftaucht, kann das Stunden oder Tage dauern. Mit Spielen hat das nicht viel zu tun. Oft sind diese Jobs unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktikumsstellen.

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