Tipps zum Flirten im Job

Diskretes Flirten im JobBei den beliebtesten Orten zum Flirten rangiert der Arbeitsplatz ganz vorne. Schließlich verbringen die meisten Personen einen Großteil des Tages dort und können über die gemeinsame Arbeit oder berufliche Interessen schnell Kontakt zum anderen Geschlecht aufbauen. Ein weiterer Vorteil von Job-Flirts ist, dass man den oder die Auserwählte erst einmal in Ruhe kennen lernen kann, bevor man zum „Angriff“ übergeht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich einer Umfrage des Emnid-Instituts 55 Prozent aller am Arbeitsplatz angebahnten Liebesbeziehungen aus Flirts mit einem Kollegen bzw. einer Kollegin aus der gleichen Abteilung ergeben.

Positive und negative Konsequenzen für das Arbeitsklima

Aber auch ohne ernstere Ansichten können Flirts im Job den vielleicht tristen Büro-Alltag auflockern und damit positiv zum Arbeitsklima und zur Arbeitmotivation der Flirtwilligen und Angeflirteten beitragen. Die meisten Vorgesetzten drücken deshalb auch gerne ein Auge zu, wenn unter den Mitarbeitern zwischendurch geturtelt wird. Schwierig kann es allerdings werden, wenn die Flirtpartner nicht auf der gleichen Hierarchiestufe im Betrieb stehen. So werden in vielen Unternehmen Techtelmechtel zwischen Führungskräften und Untergebenen nicht toleriert, da dies den Anschein erweckt, dass die Führungskraft das Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen oder der bzw. die Untergebene sich berufliche Vorteile verschaffen will. Dies muss zwar nicht unbedingt der Fall sein, bringt aber meist die Gerüchteküche im Betrieb heftig zum Brodeln und kann – falls sich der Flirt als „Fehlgriff“ entpuppt – Konflikte und andere negative Konsequenzen für das Arbeitsklima zur Folge haben.

Arbeitsrechtliche Konsequenzen bei allzu aggressivem Flirten

Ebenfalls sollte es beim Flirten nicht zu bunt getrieben werden, da der anfängliche Spaß sonst wenig lustige arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Insbesondere sollte ein „Korb“ auch als solcher akzeptiert werden, denn wenn sich beispielsweise ein Kollege oder eine Kollegin eindeutig gegen körperliche Annäherungen (z. B. Umarmen oder Betatschen) wehrt und der oder die Flirtwillige trotzdem nicht ablässt, handelt es sich um eine sexuelle Belästigung. Diese kann eine Abmahnung oder im Wiederholungsfall eine Kündigung nach sich ziehen, wenn der Chef davon erfährt. Aber auch wer E-Mails oder SMS mit sexuellen Inhalten (z. B. anzügliche Witze, Pornobildchen) unaufgefordert an Kollegen oder Kolleginnen verschickt, riskiert seinen Rausschmiss.

Diskretes Flirten

Beim Flirten im Job gilt also: Bitte nur mit dem richtigen Flirtpartner und möglichst diskret!

Grundlegende Tipps zum diskreten Flirten sind unter anderem:

• Interesse zeigen: Häufig scheitern Flirts daran, dass man zu schnell „nach vorne prescht“, anstatt wirkliches Interesse zu zeigen. Besser ist es daher, erst einmal (nicht zu plumpe) Fragen zu stellen und dem Flirtpartner zuzuhören, bevor man zu eindeutigeren Avancen übergeht.

• Körpersprache beachten: Wichtig ist es dabei vor allem, die nonverbalen Signale des Gegenübers zu beachten, die viel darüber aussagen, ob der oder die Auserwählte Sympathie empfindet oder sich eher bedrängt fühlt. Sympathiebekundungen können unter anderem sein, wenn er oder sie ein Lächeln oder den Blickkontakt erwidert oder im Gespräch zur gleichen Zeit zur Kaffeetasse greift.

• Komplimente machen: Komplimente können dazu beitragen, das Eis zu brechen – vorausgesetzt, sie sind ehrlich gemeint, nicht zu dick aufgetragen und nicht anzüglich. So könnte man zum Beispiel einer Kollegin bzw. einem Kollegen sagen, dass man ihre bzw. seine Präsentation toll fand.

• Hilfe anbieten: Zudem kann es charmant sein, wenn man dem Flirtpartner seine Hilfe anbietet (z. B. kleinere Gefälligkeiten erledigen, Kaffee bringen). Aber auch hier gilt, dass dies nicht zu aufdringlich geschehen sollte, und nur dann, wenn der oder die Angeflirtete dies will.

Flirten lernen

Daneben gibt es noch viele weitere mehr oder weniger Erfolg versprechende Flirttaktiken, die zum Beispiel in Flirtseminaren oder speziellen Flirtschulen erlernt werden können. Ebenso wie die unten genannten Ratgeber, können diese zwar keine Garantie geben; sie können aber in vielen Fällen dabei helfen, die Scheu vor dem Flirten zu überwinden.

Bücher zum Thema

• „Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus?
“ von Nina Deißler, erschienen 2008 bei humboldt
• „Der intelligente Flirt: Clever und charmant überzeugen
“ von Dagny Guhr und Barbara Imgrund, erschienen 2007 bei Moderne Verlagsgesellschaft

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