Versicherungen für Berufseinsteiger


Versicherungen für BerufseinsteigerWährend ihrer Erstausbildung sind Azubis und Studenten meist noch bei den Eltern mitversichert. Spätestens danach stellt sich jedoch die Frage, welche Versicherungen sie selbst benötigen, um bei Unfällen und Schäden ausreichend geschützt zu sein. Die neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kranken-, Pflege- und Sozialversicherung nötigen und/oder sinnvollen Versicherungen, zeigt der folgende Überblick:

Private Haftpflichtversicherung

Die wichtigste Versicherung ist die private Haftpflichtversicherung, die immer dann zuständig ist, wenn jemand in seinem Privatleben unbeabsichtigt einen Sach- oder Personenschaden verursacht und dafür haftbar gemacht wird. Bei den häufigsten Versicherungsfällen handelt es sich zwar eher um Kleinigkeiten (z. B. versehentliches Umstoßen eines fremden Gegenstandes). Geschieht jedoch ein Unfall mit schwerwiegenden Folgen, weil beispielsweise eine Person angefahren wurde und bleibende Behinderungen davonträgt oder sogar stirbt, kann dies finanzielle Forderungen in bis zu siebenstelliger Höhe nach sich ziehen (z. B. für Behandlungskosten, Hinterbliebenenzahlungen). Eine private Haftpflichtversicherung ist in diesem Fall die einzige Möglichkeit, sich vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Und die je nach Versicherungsgesellschaft zwischen 50 und 150 EUR jährlich liegenden Kosten sind gut investiert.

Beim Abschluss der Police sollte aber darauf geachtet werden, dass die so genannte „Deckungssumme“ mindestens 3.000.000 EUR beträgt. Zudem ist wichtig, dass die private Haftpflichtversicherung nicht für vorsätzlich herbeigeführte Schäden, Glasschäden und Schäden bei im eigenen Haushalt lebenden oder mitversicherten Personen aufkommt.
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Berufsunfähigkeitsversicherung

Zudem kann es immer mehr oder weniger unerwartet passieren, dass der erlernte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Etwa 20 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland müssen derzeit ihren Beruf wegen einer (Berufs-)Erkrankung oder eines (Arbeits-)Unfalls aufgeben; 2001 wurde allerdings die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Um je nach Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung trotzdem ausreichende Rentenzahlungen erhalten zu können, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kostenloser Berufsunfähigkeitsversicherungsvergleich) gleich ab Beginn des Berufslebens bzw. bei Azubis schon ab Beginn der Ausbildung sinnvoll.

Die Versicherungsbeiträge richten sich vor allem nach Berufsrisiko (z. B. normal bei Kaufleuten, hoch bei Bauarbeitern), Alter, Geschlecht und allgemeinem Gesundheitszustand des Versicherten sowie der Vertragslaufzeit. Für Azubis und Berufseinsteiger sind sie deshalb meist noch sehr preiswert (ab ca. 150 EUR jährlich). Bei der Tarifwahl sollte allerdings beachtet werden, dass im Versicherungsfall eine monatliche Rente von mindestens 1.000 EUR ausbezahlt wird.

Private Unfallversicherung

Des Weiteren empfiehlt sich eine private Unfallversicherung, die dann greift, wenn der Versicherte selbst durch einen Freizeitunfall (z. B. beim Sport) zu Schaden kommt. Denn die gesetzliche Unfallversicherung ist nur bei Arbeitsunfällen sowie Unfällen auf dem Weg zur Arbeit zuständig. Auch übernimmt die gesetzliche oder private Krankenversicherung nur die Kosten für die medizinische Behandlung, nicht aber die Kosten für die Unfallfolgen (z. B. eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, Berufswechsel). Eine private Unfallversicherung wird deshalb auch häufig in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten und kostet ab ca. 120 EUR jährlich; sie sollte jedoch mindestens eine so genannte „Invaliditätsgrundsumme“ von 100.000 EUR versichern. Infos und Vergleichsrechner zum Thema Unfallversicherung

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung (kostenloser Onlinevergleich ) ist ratsam, um sich bei beruflichen oder privaten Rechtsstreitigkeiten sowie verkehrsrechtlichen Fällen wehren zu können. Die Versicherung erstattet dann im Fall eines verlorenen Gerichtsprozesse die Anwalts- und Gerichtskosten, die schnell einige tausend Euro betragen können. Eine Rechtsschutzversicherung kostet pro Jahr ab ca. 80 EUR exklusive Verkehrsrechtsschutz, ab ca. 100 EUR inklusive Verkehrsrechtsschutz.

Weitere Versicherungen

Nur in Einzelfällen erforderlich bzw. zu empfehlen sind die folgenden Versicherungen:

• bei Autobesitzern eine gesetzliche vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung (für Schäden an fremden Fahrzeugen) und eventuell eine Teil- oder Vollkaskoversicherung (für Schäden am eigenen Fahrzeug),
• bei Tierbesitzern eine Tierhalter-Haftpflicht,
• bei teurem Inventar eine Hausratsversicherung, die Wohnungsschäden im Fall von Einbrüchen, Bränden, Wasserrohrbrüchen oder Unwettern übernimmt,
• und bei Berufseinsteigern mit Familie eine Risikolebensversicherung (z. B. in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung), um Partner und Kinder im Todesfall besser finanziell abzusichern.

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