Warum Frauen das Multitasking besser beherrschen als Männer
Als Multitasking-Fähigkeit wird beim Menschen die Eigenschaft verstanden, mehrere Tätigkeiten zeitgleich verrichten zu können. Die Gleichzeitigkeit der Verrichtungen ist für die eigene Wahrnehmung zwingend zu bejahen, in der Wissenschaft ist sie umstritten, ein Großteil der Psychologen meint, dass lediglich zwischen zwei oder mehr Tätigkeiten so schnell umgeschaltet wird, dass sie als gleichzeitig ausgebübt wahrgenommen werden.
Multitasking bei Frauen und Männern
Es lässt sich leicht erkennen, dass signifikant mehr Frauen als Männer das Multitasking beherrschen. Wenn in einer Familie sowohl die weiblichen als auch die männlichen Mitglieder Fußballfans sind, lässt sich bei der Übertragung der Bundesliga-Konferenz eine interessante Beobachtung machen. Sobald der Reporter über das Spiel der Lieblingsmannschaft berichtet, unterbrechen die meisten Männer ihre Tätigkeit und hören konzentriert dem Spielbericht zu, während die meisten Frauen ebenso aufmerksam zuhören, ohne dabei jedoch ihre sonstigen Verrichtungen einzustellen.
Beide Verhaltensweisen gelten für den weitaus größten Teil der weiblichen und männlichen Bevölkerung, sie treffen aber nicht auf jeden Menschen zu. Es ist eindeutig belegt, dass einige Männer das Multitasking beherrschen, während wenige Frauen nur sehr eingeschränkt zu diesem fähig sind.
Eine eingeschränkte Fähigkeit hierzu ist jedoch in vielen Situationen unumgänglich, so muss am Steuer eines Wagens neben dem eigentlichen Fahren regelmäßig der Blick auf den Verkehr sowie auf Verkehrszeichen gerichtet werden.
Somit stellt die Multitaskingfähigkeit kein eindeutiges Kennzeichen für ein Geschlecht dar. Für die Tatsache, dass sie dennoch bei Frauen stärker als bei Männern verbreitet ist, werden unterschiedliche Gründe angeführt. Eine Beobachtung besagt, dass bei den meisten Frauen die Fähigkeit des schnellen Schaltens zwischen beiden Gehirnhälften überdurchschnittlich ausgeprägt ist. Diese These lässt sich dadurch stützen, dass sich unter den zum Multitasking fähigen Männern überdurchschnittlich viele Beidhänder finden.
Ursachen der Multitasking-Fähigkeit bei Frauen
Die wahrscheinlich wesentlichste Ursache für die Multitasking-Fähigkeit der meisten Frauen ist jedoch die frühe Einübung in das gleichzeitige Erledigen mehrerer Aufgaben. Eine junge Mutter muss auf ihr Baby aufpassen, wobei sie nicht vollständig auf weitere Tätigkeiten verzichten kann. Somit übt sie das Multitasking recht früh ein. In den meisten Familien werden trotz aller Emanzipation weiterhin eher junge Mädchen als männliche Kinder mit dem Aufpassen auf jüngere Geschwister betraut. Auch weitere Tätigkeiten einer Hausfrau sind mit Multitasking verbunden, so hören die meisten Frauen während des Putzens oder Bügelns gerne Radio, wobei sie wichtige Informationen durchaus aufnehmen.
Ein Indiz für die Rolle des Lernens beim Multitasking finden wir im Straßenverkehr. Während das Telefonieren am Steuer die Gefahr von Verkehrsunfällen erhöht, bewirkt die Unterhaltung mit dem Beifahrer so gut wie keine Verringerung der Aufmerksamkeit. Die wahrscheinlichste Ursache für diese Tatsache besteht darin, dass wir alle das direkte Unterhalten beim Fahren früh gelernt haben, während die gegenwärtigen Autofahrer noch nicht von Kindheit an mit dem Mobiltelefon aufgewachsen sind.
Eine Fähigkeit wird durch ihre Anwendung trainiert und verbessert. Da in der Gesellschaft bekannt ist, dass Frauen häufiger als Männer das Multitasking beherrschen, gilt es nur bedingt als unhöflich, wenn sie bei einem persönlichen oder telefonischen Kontakt noch einer anderen Beschäftigung nachgeht. Von einem Mann hingegen wird eher erwartet, dass er nur eine einzige Angelegenheit zur Zeit regeln kann, so dass die meisten Menschen es als unhöflich empfinden, wenn er sich nicht vollständig auf ein Gespräch konzentriert.
Als letzten Grund für die häufigere Multitasking-Fähigkeit von Frauen lässt sich die bessere Stressresistenz weiblicher Arbeitnehmer anführen; da die gleichzeitige Verrichtung mehrerer Aufgaben durchaus zu mehr Stress führen kann, vermeiden Männer diese auf Grund ihrer größeren Stressempfindlichkeit eher als Frauen.
Dann besuchen Sie unser Forum!
Wenn Sie auf diesen Artikel verweisen möchten, benutzen Sie bitte folgende URL:







planova am 5 Februar 2010:
Frauen sind Multitasking begabt genauso wie Männer. Männer lassen sich aber weniger schnell beirren. Frauen tendieren eher dazu, es allen recht zu machen und setzen sich deshalb selbst unter Druck, weil sie viele Dinge parallel tun wollen. Dadurch geht jedoch mehr schief als sonst.
npn am 9 März 2010:
Eine Tupperrunden-Weisheit als Untersuchungsergebnis in den Raum gestellt – wodurch ist sie belegt? durch Selbsteinschätzung der Frauen?
Hier wird überhaupt nicht unterschieden nach dem Grad der Konzentration, die von der Tätigkeit gefordert wird. Wäsche bügeln oder Spaghetti kochen kann ein Mann auch, während er konzentriert den Nachrichten zuhört. Das Frauen gleichzeitig (gut und konzentriert) Autofahren und mit ihrer Beifahrerin reden können, halte ich für fehlerhafte Selbsteinschätzung – ich fahre leider oft genug hinter solchen vermeintlichen "Multitasking-Talenten", denen die Umgebungswahrnehmung offensichtlich weitgehend abhanden gekommen ist.
Nach meiner Beobachtung sind Frauen mit konzentrierten Tätigkeiten regelmäßig überfordert, wenn sie parallel etwas anderes aufnehmen sollen (nicht mehr und nicht weniger als Männer). Sie sind nicht fähiger, sie vergleichen sich nur falsch.
Powerfrau am 18 August 2011:
Multitasking scheint bei uns Frauen tatsächlich besser ausgeprägt zu sein. Ich habe 3 Männer zu Hause, die allesamt nichts parallel machen können oder wollen. Sind mit mehrere Aufgaben regelrecht überfordert. Ich kümmer mich um die Arbeit (bin selbständig zu Hause), telefoniere nebenbei und kümmere mich um das Mittagessen. Sicherlich gibt es Ausnahmen, wie überall, aber vom Grunde her, stimme ich dem Artikel zu.
Thomas am 22 August 2011:
Es ist mittlerweile längst erwiesen, dass Männer und Frauen gleichgut multitasking-fähig sind, nämlich GAR NICHT.
Ein Mensch kann nur immer eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigen. Es gibt jedoch Menschen, die sich schneller auf eine parallele Aufgabe konzentrieren können.
Man schaltet sozusagen zwischen Aufgaben immer hin und her, macht aber nie etwas gleichzeitig.
Franz Bauer am 30 September 2011:
Geschlecht spielt beim Multitasking keine Rolle und ausschlaggebend ist das Zeitmanagement (da sind Frauen einfach besser):
http://coaching-beratung-training.blogspot.com/se…
Kevin am 6 Oktober 2011:
Das stimmt nicht!
Ich habe eine Frau und bin seit 5 Jahren verheiratet, sie ist so eine "Business-Dame" wie sie im Buche steht. Meistens macht sie viele Sachen Paralell aber nur halbherzig, wie Frauen eben sind.
Das Gehirn der Frau ist kleiner und die Synapsen können schneller fungieren. Dies bringt die Frau dazu sich Sachen schneller zu merken und sie zu behalten. Die Frau ist ein lebender Kalender, der Mann jedoch ist der Denker. Der Mann ist dazu imstande sich Sachen zu merken, in sekundenschnelle mehrfach zu interpretieren und sie auf verschiedenste Weisen wiederzugeben oder neu-zu-erfinden.
Obwohl der höchste IQ der jemals erreicht wurde, der einer Frau ist, ist der Durchschnitts-IQ der Männer um 35 höher als bei den Frauen, weil, Mann, einfach so von der Natur aus gebaut wurde.
Früher waren in der Schule Männer besser als Frauen, jetzt sind Frauen besser. Das hat nichts mit der Umstellung oder der Emanzipation zu tun, sondern damit dass früher die Schule auf logische Weise Sachen beibrachte – heutzutage ist das "Wissen" auswendig zu lernen.
Auch kann man bei Frauen beobachten (wie oben das Beispiel mit dem Fußballspiel) dass sie während dem Fernsehen oder Film schauen auch andere Sachen tun, aber meist keine Ahnung vom Film danach haben. Auch wenn sie nichts nebenbei getan haben, hatten Männer ein besseres Audio-Visuelles Verhältnis als bei Frauen (was der Mann noch von der Frühzeit hat), Somit ist der Mann der Frau hier überlegen.