Warum sind Networking-Kompetenzen so wichtig?


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Warum sind Networking-Kompetenzen so wichtig?
Kontakt-Netzwerk
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Networking-Kompetenzen (Netzwerk-Kompetenzen) gehören zu den Soft Skills im Bereich der Sozial- und Kommunikationskompetenzen. Dazu gehören alle Fähigkeiten, die darauf abzielen, sich ein „Kontakt-Netzwerk“ zur gezielten beruflichen oder privaten Nutzung aufzubauen und aufrechtzuerhalten (z. B. Beziehungsmanagement, Aufgeschlossenheit, Smalltalking, Konfliktfähigkeit, Flexibilität oder Toleranz).

Speziell im Beruf werden Networking-Kompetenzen zunehmend wichtiger, da viele beruflichen Erfolge ohne entsprechendes „Vitamin B“ erst gar nicht zustandekommen. Die amerikanischen Forscher Bonnie Nardi, Steve Whittaker und Heinrich Schwarz haben in ihrer 2000 durchgeführten „netWORK“-Studie die Bedeutung persönlicher Netzwerke am Arbeitsplatz untersucht. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass aufgrund der immer schneller ablaufenden Veränderungen in Unternehmen (z. B. Arbeitsprozesse, Kommunikationstechnologien) Arbeitnehmer neue Strategien entwickeln müssen, um die Anforderungen an ihrem Arbeitsplatz erfüllen zu können.

Dabei spielt das fachliche Wissen im Gegensatz zu arbeitsbezogenen Beziehungen eine immer kleinere Rolle („It’s not what you know, it’s who you know“).

Wer also über entsprechende Networking-Kompetenzen und Kontakte verfügt, kann langfristig seine beruflichen Einfluss- und Rekationsmöglichkeiten erweitern. Denn im Gegensatz zu traditionellen Arbeitsteams bleiben persönliche Netzwerke meist auch nach Abschluss einer Zusammenarbeit bestehen und können je nach Bedarf wieder aktiviert werden. Netzwerke sind daher sowohl für einzelne Arbeitnehmer als auch das gesamte Unternehmen von zentraler Bedeutung: Für Einzelpersonen sind sie eine wertvolle Ressource für die eigene Karriereentwicklung; für das Unternehmen stellen sie eine Art „Pool“ dar, aus dem nützliches Wissen, potentielle Arbeitskräfte und damit Wettbewerbsvorteile geschöpft werden können.

Beispielsweise werden manche Arbeits- und Ausbildungsstellen (fast) ausschließlich an Personen vergeben, die bereits Kontakt zum Unternehmen haben (z. B. durch Praktika, frühere Projekte) oder von Dritten empfohlen werden. Und wer bereits einen Arbeitsplatz hat, profitiert von beruflichen Beziehungen insbesondere durch Unterstützung bei Problemen, Feedback von außen, Erfahrungsaustausch und Verkürzung der Aufgabenbearbeitungszeit durch besseren Zugang zu relevanten Informationen. Dies ist insbesondere auch für klein- und mittelständische Unternehmen sowie selbständige Arbeitnehmer von Bedeutung, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, einflussreiche Kooperationspartner kennenzulernen und so mehr Arbeitsaufträge und Kunden zu gewinnen.

Viele Netzwerkkontakte ergeben sich im Laufe der Zeit eher zufällig durch verschiedenste Zusammenarbeiten und gegenseitige Dienste. Möglichkeiten zum gezielten Aufbau beruflicher Beziehungen und zum Training der eigenen Networking-Kompetenzen bieten beispielsweise aber auch Mitgliedschaften in Berufsverbänden und Vereinen, speziell zum Zweck des Networking eingerichtete Karriereplattformen im Internet oder Besuche von Fachmessen oder Vorträgen im Tätigkeitsbereich.

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Ein Kommentar

  1. Mediatronik 19. Mai 2008 at 16:30 - Reply

    Da haben es schüchterne und ruhigere Menschen aller Wahrscheinlichkeit schwerer. Viele Kontakte werden doch eh der Vorteile wegen geschlossen und nicht, weil man den anderen Menschen mag.

    Das ist nicht die Regel, verstärkt sich meiner Meinung nach immer mehr. Ich werde den Eindruck nicht los, dass beruflich nur noch eine gewisse Art von Mensch gefragt ist. Alles was anders ist, hilft nicht weiter.

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