Warum sind Pausen im Job so wichtig?
Im Arbeitsalltag haben regelmäßige Pausen eine große Bedeutung. Nur durch Pausen kann über den Tag verteilt die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers, aber auch des Selbstständigen oder Freiberuflers erhalten bleiben. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass nach etwa drei bis vier Stunden konzentrierter Arbeit die Leistungskurve deutlich sinkt. Das heißt, die Reserven an Energie sind verbraucht, der Körper ist verspannt und eine Pause wird wichtig. Das muss eine Pause sein, in der neue Energie aufgetankt werden kann, die Muskulatur gelockert und wenn möglich Sauerstoff getankt wird.
Eine erholsame und die Leistung fördernde Pause sollte mindestens über 10 bis 15 Minuten
dauern, die Mittagspause sogar mindestens 30 Minuten. Dabei ist ein kleiner Pausensnack, der dem Körper Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate für die Energie liefert ideal. Geeignet sind Obst, Rohkost, Joghurt und Vollkornsandwiches, mittags sollte eine vollwertige, gesunde Mahlzeit verzehrt werden.
Ist es einzurichten, dann gehört in eine erholsame Pause zum Abbau von Stress und körperlicher Anspannung auch etwas Bewegung. Dabei können die verspannten Muskeln gelockert werden. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft wirkt wahre Wunder. Er vertreibt die ersten Ermüdungserscheinungen und macht den Körper und Geist für den bevorstehenden Nachmittag fit. Man bekommt Abstand vom Arbeitsstress und vermeidet unangenehme Folgen, wie Kopfschmerzen oder Verspanntheit.
Regelmäßige Pausen im Job verhindern das sogenannte Burn-out Syndrom. Wer seinen Körper und den Geist überfordert, weil es im Job ständig unter „Strom“ steht, kann über kurz oder lang erkranken. Im Rahmen eines Vollzeitjobs sind die Pausen deshalb ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeitszeit. Die Pausen tragen wesentlich dazu bei, dass die Leistungsfähigkeit des Einzelnen bis zum Feierabend erhalten bleibt. Wer die Pausen nicht einhält und über längere Zeit regelmäßig ohne Pausen arbeitet, dabei auch noch Überstunden macht, der tut sich und dem Arbeitgeber keinen Gefallen. Die volle Leistung kann ohne Einhaltung von Pausen überhaupt nicht erbracht werden. Ein Verzicht auf eine Pause sollte, wenn überhaupt, immer nur eine Ausnahme von der Regel sein.
Die gesetzlichen Regelungen für Pausen
Die Pausenzeiten sind im Arbeitsrecht auch gesetzlich geregelt. Daher heißt es für jeden Arbeitnehmer, dass er nach längstens sechs Stunden Arbeitszeit einen Anspruch auf eine Pause mit einer Länge von 30 Minuten hat. Wer neun Stunden arbeitet, hat einen Anspruch auf insgesamt 45 Minuten Pause. Die Zeiten für die Pause können individuell festgelegt werden sollten aber 15 Minuten nicht unterschreiten. Nach sechs Stunden Arbeit muss eine Pause eingelegt werden. Werden die Pausenzeiten nicht eingehalten, kann das Konsequenzen für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer haben, wenn aufgrund dessen ein Arbeitsunfall eintritt.
Die Zeit der Pause hat der Arbeitnehmer immer zur freien Verfügung. Er kann den Arbeitsplatz und die Firma verlassen und sich den Platz zur Wahrnehmung seiner Pause selbst aussuchen. Allerdings zählt die Pause nicht zur Arbeitszeit des Arbeitnehmers. Das heißt, jemand der acht Stunden in einem Unternehmen beschäftigt ist, muss durch die geregelten betrieblich geregelten Pausenzeiten unter Umständen insgesamt mit einer Verweildauer im Unternehmen von neun und mehr Stunden rechnen. Der Arbeitgeber muss die Pausen nicht vergüten, nur gewährleisten, dass sie genommen werden können. Es ist nicht gestattet, die Pausen vor den Beginn oder an das Ende der Arbeitszeit zu legen.
Was kann passieren, wenn Pausen regelmäßig nicht eingehalten werden
Wer Pausen verabsäumt und glaubt, die Arbeit sei so wichtig, dass sie keinen Aufschub duldet, unterliegt einem fatalen Irrtum. Erst die Pausen machen es möglich, dass effizient gearbeitet werden kann. Bei dauernder Nichteinhaltung von Arbeitspausen läuft der Arbeitnehmer Gefahr, zu erkranken. Stress führt häufig zum Burn-out Syndrom, zu Bluthochdruck und den damit verbundenen Folgekrankheiten. Die Gefahr von Arbeitsunfällen, zu denen auch Wegeunfälle nach der Arbeit zählen, erhöht sich deutlich. Viele Verkehrsunfälle in der Rushhour am Feierabend wären nicht geschehen, wenn der Unfallverursacher sich an die Pausenzeiten gehalten hätte.
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B. Schimmel am 16 Dezember 2009:
Hallo,
generell finde ich die Texte auf ihrer Seite sehr informativ und gut formuliert. In diesem hier steht aber der Unsatz: "Dabei ist ein kleiner Pausensnack, der dem Körper Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate für die Energie liefert verzehrt werden." Man versteht, was gemeint ist, aber das ganze ist dennoch unschön.
Ansonsten, weiter so!
Franky am 16 Dezember 2009:
Hallo Brian,
vielen Dank für Deinen Hinweis und natürlich das Lob!