In der modernen Kommunikationswelt ist es die Visitenkarte, die Eintrittskarte in ein erfolgreiches Geschäfts- oder Berufsleben – das Netzwerkprofil. Ein Profil im sozialen Netzwerk anzulegen, ist längst nicht mehr nur Freizeitspaß und Hobby, sondern immer häufiger Informationsquelle des künftigen Chefs über den sich bewerbenden Mitarbeiter oder über den künftigen Geschäftspartner. Deshalb sollte man das, was man über sich im Internet findet, genau kalkuliert veröffentlichen, so manchem haben lockere Urlaubsbilder bereits eine Jobmöglichkeit verbaut.
Wie sieht es aber denn nun aus, das gute, werbende Netzwerkprofil?
Ein Netzwerkprofil gliedert sich in mehrere Punkte, wobei man zuerst grob zwischen dem Text- und dem Fotoprofil unterscheidet. Die Fotos, welche einen ersten visuellen Eindruck über die Person oder Firma vermittelt, sollten also entsprechend seriös wirken. Nun bedeutet dies nicht, dass ausschließlich das typische Bewerbungs- oder Passfoto hier erscheinen darf, nur sollte man sich niemals in Urlaubs- oder gar komprimitierenden Situationen zeigen. Also sehr lockere, oder gar dürftige Bekleidung, weingeist-selige Gesellschaft, die schlampige Werkstatt oder das chaotische Büro im Hintergrund, sind nicht das Aushängeschild, welches man von einem zukünftigen Mitarbeiter oder Geschäftspartner zusehen wünscht. Fotos mit neutralem Hintergrund sind für Personen am besten geeignet, das Gesicht sollte einen freundlichen, offenen Eindruck hinterlassen. Möchten man seine Firma mit ins fotografische Spiel bringen, sucht man sich auch hier die Schokoladenseite des Unternehmens aus, so dass es zuverlässig und seriös schon vom Foto her wirkt.
Texte in Netzwerkprofilen
Hat man sich erfolgreich für die Fotos entschieden, so geht es an die Textgestaltung. Die meisten Netzwerkorganisationen bieten eine kleine Hilfestellung in dem bereits Buttons zu verschiedenen Themen vorgegeben sind. Entsprechend dieser Button geht man nun daran z.B. einen kurzen Lebenslauf zu hinterlegen oder ein Firmenprofil zu erstellen. Solch eine Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber der Leser soll einen Einblick in Ihr bisheriges Wirken und natürlich auch, wenn vorhanden, Erfolge erhalten. Stellt man sich als natürliche Person in solche einem Netzwerk vor, so ist es auch völlig legitim, Hobbys zu erwähnen. Allerdings sollte man auch hier auf all zu intime Einblicke verzichten. Zum Einen geht Ihr Privatleben niemanden etwas an, zum Anderen ist es auch nicht unbedingt karrierefördernd, der Welt mitzuteilen, dass Sie vielleicht Stammgast im kitcat – Club sind. Wichtig ist, den Lesern Ihres Profils mitzuteilen, weshalb Sie sich als Mitglied dieses Netzwerkes eingetragen haben. Suchen Sie einen neuen beruflichen Wirkungskreis, möchten Sie neue Geschäftsverbindungen knüpfen oder einfach nur Ihren Horizont erweitern? Diese Aussagen entscheiden darüber, für welche Besucher ein Kontakt mit Ihnen interessant sein kann. Nun ist es in der Regel auch üblich, in sozialen Netzwerken seine Kontakte auch bekannt zu geben. Auch hierbei sollte man gut auswählen, wen man sich als „Freund“ oder „Kontakt“ markiert, denn diese sind in der Regel für Besucher einsehbar. Ihr Kontaktkreis sollte mindestens so seriös wirken, wie Sie selbst auch. Dies gilt übrigens auch für das Netzwerk selbst.
Sind Netzwerke karrierefördernd und wenn ja, warum?
Der Eintrag in ein solches Netzwerk ersetzt nicht die Bewerbung oder Werbung in anderer Form. Doch es erweitert den Radius jener, die man auf sich aufmerksam machen möchte. Ein weiterer Vorteil, den die Netzwerke bieten, ist die Tatsache, dass jeder immer irgendjemanden oder irgendetwas sucht. Hier kann man seine eigene Suche, aber auch den oder das Gesuchte ganz gezielt und aktiv ansteuern. Erfolgsgarantien können natürlich auch Netzwerke nicht bieten, doch sie erweitern Horizonte in jegliche Richtung.
Netzwerke, die zu den besonders stark im deutschsprachigen Raum frequentierten zählen sind „StudiZV“, „Xing“ oder „LinkedIn“.
Worauf sollte man achten?
Das Internet bietet nicht nur seriösen und ehrlichen Auftritten eine Plattform, sondern auch den Bauernfängern. In Netzwerken lernt man Geschäftsverbindungen vorerst nur virtuell kennen, kann sich keinen wirklich persönlichen Eindruck verschaffen. Daher gilt auch in den Netzwerken: Holzauge sei wachsam!
Interessante Umfrage zum Thema bei uns im Forum:
In welchen Social Networks seid Ihr aktiv?
Buchtipp
“Xing optimal nutzen: Geschäftskontakte – Aufträge – Jobs. So zahlt sich Networking im Internet aus” von Andreas Lutz und Joachim Rumohr, erschienen im Linde Verlag (2008)
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Man muss eben immer schauen, wieviel man preisgeben möchte und wie das Umfeld aussieht. Privat würde ich mich da eher bedeckt halten, im Businessbereich hingegen ist es anzuraten, mehrere Communities parallel zu nutzen, damit man die Zahl der nützlichen Kontakte möglichst potenziert.
Solche Netzwerke sind schon eine feine Sache, gerade wenn man nach Business-Kontakten sucht. Diversen Freizeit-Netzwerken stehe ich eher kritisch gegenüber.
W. Höcher
Freunde finden sich meist über ähnliche Interessen und Hobby's.
Gerade hier sind auch Abseits der "Geschäfte" Netzwerke sinnvoll, um sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Siehe z. B. das Fussball-Netzwerk "die Fans" unter http://www.die-fans.de/.
Eine unsere Umfrage beschäftigt sich gerade mit dem Thema "Netzwerkaktivität" http://arbeits-abc.de/forum/umfragen/welchen-soci….
Beste Grüße
Franky