Was ist ein Empfehlungsschreiben?

Ein Empfehlungsschreiben, auch Referenzschreiben genannt, ist eine schriftliche, positiv anerkennende Bewertung einer Tätigkeit, einer Präsentation, einer Lernleistung oder Auftragserfüllung einer Person durch einen Dritten. Bei dem Aussteller des Empfehlungsschreiben handelt es sich meist um namhafte Persönlichkeiten wie Hochschulprofessoren oder Lehrer, Dekane oder andere anerkannte Fachkundige oder Personen des öffentlichen Lebens.
Das Empfehlungsschreiben dient dazu, einem Bewerber den Einstieg in ein Unternehmen oder in eine bestimmte Branche zu erleichtern. Mitunter ersetzt es ein Arbeitszeugnis, beispielsweise bei freiberuflich Tätigen wie Journalisten, Künstler, Berater oder anderen Dienstleistern, die oft für viele Auftraggeber tätig und auf Referenzen angewiesen sind. Aber auch für Studenten, Schüler oder Praktikanten, die aufgrund ihrer erst beginnenden beruflichen Laufbahn über keine Berufserfahrungen verfügen, ist ein Empfehlungsschreiben hilfreich.
Im Gegensatz zu Arbeitszeugnissen, zu deren Ausstellung jeder Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses verpflichtet ist, wird ein Empfehlungsschreiben sehr persönlich verfasst und enthält daher keine versteckten rhetorischen Verschlüsselungen. Der Aussteller des Empfehlungsschreibens bürgt sozusagen mit seinem Namen für den Bewerber. Ein solches Schreiben erleichtert auch einem Unternehmen die Auswahl des Personals, vorausgesetzt der Aussteller genießt das Vertrauen des Unternehmens. Dennoch sollten einige Dinge bei der Ausstellunge eines Empfehlungsschreiben beachtet werden. Zum einen muss der Aussteller den Bewerber gut genug kennen und über seine erbrachten Leistungen Kenntnisse besitzen, um ihn glaubwürdig einem anderen Unternehmen oder einer Institution empfehlen zu können. Bei eventuellen Rückfragen sollte der Aussteller des Empfehlungsschreiben sich an den Bewerber erinnern und Fragen zu seiner bisherigen Tätigkeit beantworten können. Ansonsten verliert ein Empfehlungsschreiben schnell an Glaubwürdigkeit.
Auch auf die äußerliche und inhaltliche Form eines Empfehlungsschreibens wird geachtet. Das Schreiben sollte ein bis zwei Din A4 Seiten umfassen, die mit Briefkopf, Kontaktadresse, persönlichem Rang und Titel und der Unterschrift des Ausstellers versehen sind. Ein zusätzliches Dienstsiegel hebt den Wert der Referenz. Wie bei allen Bewerbungsunterlagen sollte auf qualitativ hochwertiges Papier und einen ordentlichen Druck geachtet werden. Inhaltlich muss das Empfehlungsschreiben den Bewerber namentlich nennen, sein Geburtsdatum enthalten, seine Tätigkeit oder die besonderen Leistungen zeitlich benennen, eine eventuelle Zusammenarbeit mit dem Aussteller des Empfehlungsschreiben schildern und positive charakterliche Eigenschaften hervorheben. Besonders wichtig ist eine urteilssichere Begründung des Ausstellers, warum er diesen Bewerber empfiehlt.
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