Web-Designer / Web-Designerin
Jeder benutzt heutzutage das World Wide Web. Abertausende von Internetseiten warten auf Besucher. Manche beeindrucken mit akustischen oder visuellen Spezialeffekten, andere mit einem raffinierten Linksystem. Hinter all diesen Seiten stehen Experten, die aus einer Idee einen benutzerfreundlichen Internetauftritt gestalteten. Diese Experten sind der Web-Designer oder die Web-Designerin.
Aufgaben und Tätigkeiten der Web-Designer
Web-Designer oder auch Mediengestalter mit Schwerpunkt Web-Design sind in erster Linie für die Erstellung und Pflege von Internetseiten verantwortlich. Meistens sind sie in Werbeagenturen, bei Online-Dienstleistern, Multimediaunternehmen, PR- oder IT-Abteilungen großer Unternehmen oder freischaffend tätig.
Zunächst führt der Web-Designer ein Gespräch mit dem Kunden und erfragt dessen Wünsche und Vorstellungen. Während dieses Kundengespräches überprüft der Mediengestalter bereits gedanklich die technischen Möglichkeiten der Umsetzbarkeit der Kundenvorstellungen. Der zweite Schritt ist der Entwurf eines Konzeptes. Dabei berücksichtigt er einen übersichtlichen und benutzerfreundlichen Aufbau und eventuell gewünschte Spezialeffekte. Auch der unternehmerischen Grund der Internetseite spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau. Soll es sich um eine reine Werbeseite handeln, auf der sich eine Unternehmen vorstellt? Oder soll über diese Seite etwas verkauft werden? Mit gestalterischem Geschick und fachlichem Können ist der Web-Designer in der Lage, Bilder, Töne und Texte in einer Form zusammenzubringen, dass sie einen Besucher der Seite übersichtlich informieren und ästhetisch ansprechen. Für diese Aufgaben benötigt der Web-Designer neben technischem Verständnis und Know-how der entsprechenden Software auch ein Gespür für das Verhalten von Benutzern von Internetseiten, um die Produkte verständlich und einfach nutzbar zu gestalten. Das bedeutet, die sogenannte Navigationsstruktur der zu erstellenden Internetseite muss so angelegt sein, dass auch Menschen, die sich nicht mit dem Internet auskennen, diese bedienen können.
Bei all diesen technisch konzeptionellen Aufgaben bleibt der Web-Designer immer in Kontakt mit dem Kunden, stellt ihm sein Grundkonzept vor, verändert und bespricht mit ihm Vorschläge. Mitunter arbeitet er mit anderen Fachkräften wie Fotografen oder Programmierern zusammen, um einen gelungenen Internetauftritt nach den Wünschen und Vorstellungen des Kunden zu realisieren. Arbeitet der Web-Designer freiberuflich fallen auch verwaltungsorganisatorische Aufgaben wie Rechnungsstellung, Buchführung und Auftragsaquise an.
Art und Dauer der Ausbildung
Eine gesetzlich geregelte Berufsausbildung zum Web-Designer gibt es bisher noch nicht. Bei diesem Beruf handelt es sich um eine Fortbildungsmaßnahme, die von privaten Bildungseinrichtungen angeboten und durchgeführt wird und bis zu zwei Jahre dauern kann. In der Regel haben Web-Designer eine berufliche Vorbildung im grafisch-künstlerischen Bereich oder im Bereich Informatik, zum Beispiel als Werbekaufmann, Grafiker, Mediengestalter oder Informatiker und spezialisieren sich dann im Bereich Web-Design. Bestimmte Fachhochschulen oder Universitäten bieten Ausbildungen im Bereich Medientechnik und –design oder Visuelle Mediengestaltung an. Der Bewerber sollte auf jeden Fall über HTML-Kenntnisse verfügen, über sehr gute Englischkenntnisse, Kreativität, Kommunikationsfähigkeiten und auch Geduld.
Während einer solchen Fortbildungsmaßnahme erlernen die angehenden Web-Designer Gestaltungskonzepte für Internetseiten zu entwickeln. Dabei erfahren sie, wie Texte und Bilder effektvoll integriert werden können. Hier wird gleichzeitig die digitale Bildbearbeitung vermittelt. Verschiedene Grafikprogramme wie CorelDraw und Macromedia Freehand und DTP-Anwendungen wie FrameMaker, Adobe InDesign werden vorgestellt und deren Anwendung trainiert. Web-Designer sind nach der Ausbildung in der Lage verschiedene Grafikprogramme einzusetzen und Programmierungen durchzuführen. Die Auszubildenden lernen ferner, wie Videos zu bearbeiten sind, um sie für Internetauftritte verwenden zu können. Sie erfahren alles Wesentliche über die Datenaufbereitung und Datenübernahme. Auch die Technik rund um das World Wide Web lernen die Auszubildenden kennen und bedienen.
Weitere wichtige Punkte des Lehrplans sind die Kundenbetreuung und das Führen eines Kundengespräches, rechtliche Aspekte, wie zum Beispiel Urheberrecht, Kostenkalkulation sowie die Organisation und Abwicklung eines Auftrages.
Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen
Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung im IT-Bereich müssen Web-Designer und Mediengestalter stets auf der Höhe der Zeit sein. Dies ist nur durch konsequente Weiterbildung möglich. Dazu stehen Schulungen und Seminare zu Themen wie Grafik-Design (ILS Fernkurs Grafik & Design ), Mulimedia-Konzeption, Rundfunk-, Fernseh- und Videotechnik sowie elektronische Bildbearbeitung zur Verfügung. Auch im technischen Bereich sollten sich Web-Designer stets auf dem Laufenden halten und sich mit den neusten Softwareentwicklungen beschäftigen. Nach Erwerb entsprechender Berufspraxis eignen sich auch Aufstiegsweiterbildungen wie zum Beispiel der Hochschulstudiengang Master of Science im Bereich Digital Medien. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ebenfalls möglich mit einem eigenen Dienstleistungsbüro oder einer Agentur für Mediengestaltung.
Verdienstmöglichkeiten
Das Einkommen eines Web-Designers oder Mediengestalters ist abhängig von spezifischen Arbeits- und Qualifikationsbedingungen, seinem Verantwortungsbereich und anderen branchen- oder unternehmensabhängigen Faktoren. Ein angestellter Web-Designer kann zwischen 2500,00 Euro und 3000,00 Euro im Monat verdienen. Dabei sind regionale Schwankungen zu berücksichtigen.
Bücher zum Thema
“Der erfolgreiche Webdesigner: Kundenkommunikation, Projektmanagement, Web-Techniken, Marketing” von Nils Pooker, erschienen bei Galileo Press (November 2008)
Unsere Empfehlung
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Tim am 10 April 2009:
Web-Design ist eine große Leidenschaft für mich. Ich bin jetzt 15 Jahre und habe schon zwei Webseiten aufgesetzt mit selbst ersteltem Layout (WordPress). Jetzt will ich mich richtig intensiv an Flash wagen, was mit mir immer noch Kopfzerbrechen macht.
Ob ich später in die Richtung gehe, hängt davon ab ob sich das finanziell noch lohnt später.
Tim Tim