Schaffenskrisen sind Ausnahmezustände im Leben der meisten Menschen. Gekennzeichnet sind solche Krisen von einer Art Lähmung des Menschen bezüglich seiner schöpferischen Kräfte.
Oftmals folgen Schaffenskrisen großen Erfolgen, da die Betroffenen diese unbedingt toppen möchten, aber nicht wissen wie. Aber auch herbe Rückschläge und Verluste im privaten Umfeld gehen solchen Schaffenskrisen oft voraus. Besonders bei Kunstschaffenden, Journalisten und anderen schöpferischen Berufen treten Schaffenskrisen oft gehäuft auf. Wenn dann damit sogar die eigene Existenz bedroht wird, weil keine schöpferischen Produkte mehr geschaffen werden können, wird eine solche Schaffenskrise besonders belastend. Gerade diese Belastung ist es dann auch, die weitere Unzufriedenheit nach sich zieht und immer weiter in den Strudel der schöpferischen Lähmung führt. Schaffenskrisen sind damit sehr ernst zu nehmende Unterbrechungen in der Aktivität von Menschen. Sie zeichnen sich aus durch Lustlosigkeit, Erschöpfungszustände und können durchaus auch depressive Zustände zur Folge haben. Grundaussage Betroffener ist meist: Nichts geht mehr!
Der Weg aus der Schaffenskrise
So sehr sich die Betroffenen meist auch bemühen aus ihrer Schaffenskrise auszubrechen, sie schaffen es meist nicht allein. Oftmals ist es sinnvoll, sich Hilfe von außen zu holen. Das können gute Freunde, Bekannte, der Lebenspartner oder einfach auch nur Gesprächspartner aus dem Umfeld sein. Aber auch professionelle Hilfe durch Psychologen oder Coaches helfen oft, aus der eigenen Schaffenskrise mit neuer Kraft hervorzugehen.
Wichtig ist, sich seiner eigenen Kräfte und Möglichkeiten wieder bewusst zu werden, Erreichtes zu reflektieren und zu genießen und auch einmal über den eigenen Tellerrand hinauszusehen.
Die Vielfältigkeit des Lebens und der eigenen schöpferischen Kräfte ist der beste Quell, um Schaffenskrisen zu beenden und neue Energien zu schöpfen.
Möglichkeiten der Veränderung
Krisen sind immer Zustände, die nach Veränderung drängen. Manchmal hilft es schon, sich einmal unbedacht eventuellen Drucks aus der derzeitigen Lebenssituation zu begeben. Das Zauberwort heißt Urlaub. dieser muss nicht immer lang sein, auch ein verlängertes Wochenende an einem unbekannten Ort, vielleicht sogar allein, kann helfen, aus der aktuellen Schaffenskrise auszubrechen. Dabei sollte nicht an die Arbeit gedacht werden, sondern das Leben mit neuen Augen gesehen werden. Je nach dem, in welchem schöpferischen Bereich man sich bewegt ist es oft auch hilfreich, das eigene Schaffen mit den Augen des Betrachters zu sehen. Das eigene Werk genießen zu können ist eine Kunst, die gelernt sein muss, aber auch dazu geeignet ist, Schaffenskrisen zu vermeiden. Weil man dann einfach Spaß am eigenen Schaffen hat.
Das Einbeziehen von Partnern oder Freunden in den Schaffensprozess ist insofern gut, als dass diese Personen dann auch gut aus der Tatenlosigkeit der Schaffenskrise heraushelfen können. Sie wissen, was Sie können und sie haben auch Ideen, die weiterhelfen können.
Keinesfalls sollten sich Menschen in Schaffenskrisen zu weiteren Leistungen drängen oder drängen lassen. Die Produkte sind dann meist von minderer Qualität und ein weiterer Grund für die nächste Krise.
Und sonst?
Menschen in Schaffenskrisen müssen immer daran denken, dass auch sie Menschen sind. Menschen mit großartigen Möglichkeiten aber auch mit individuellen Grenzen. Wer diese Grenzen missachtet muss mit längerfristigen Problemen rechnen, bis hin zu ernsthaften psychischen Erkrankungen. Auch in Schaffenskrisen kann das Leben schön sein, wenn die Arbeit einfach einmal ausgeblendet werden kann. Ändern sie die Position in Ihrem Leben und versuchen Sie, sich selbst aus dieser anderen Position heraus zu betrachten. Sie werden eine spannende Reise durch die eigenen Möglichkeiten und die Sicht der anderen darauf machen. Und schon allein diese andere Sicht auf Bekanntes kann eine Schaffenskrise nachhaltig beenden.
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Eine Schaffenskrise hatte ich selbst schon. Das ging fast soweit, dass ich meinen Beruf an den Nagel hängen wollte. In der Firma in der ich über 5 Jahre tätig war, stand man etwas "Neuem" immer kritisch gegenüber. Teilweise wurde sich nicht die Mühe gemacht, eine neue Möglichkeit zur Verbesserung gewisser Abläufe mal näher anzuschauen und zu testen. Geholfen hat mit nur die Kündigung. Bessere Arbeitszeiten gab es sozusagen noch als Bonus obendrauf.