Weiterbildungsengagement als bedeutsamer Karrierefaktor – Fernstudiumabsolventen haben die Nase vorn


Ein Fernstudium ist bei Arbeitgebern anerkanntDas Marktforschungsinstitut forsa hat im Januar 2009 im Auftrag des Instituts für Lernsysteme GmbH (ILS) und seines Schwesterunternehmens der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) 300 Personalverantwortliche in mittleren und größeren Unternehmen dazu befragt, was sie von berufsbegleitenden Weiterbildungen via Fernstudium halten. Das Gesamtergebnis ist relativ eindeutig: Allgemein wird ein Fernstudium als eine mindestens gleichwertige Alternative zu Präsenzweiterbildungen anerkannt. Vorteile des Fernstudiums bieten vor allem die flexible Zeiteinteilung und der hohe Praxis- und Berufsbezug. Darüber hinaus wird Fernstudienabsolventen ein hohes Maß an beruflich wichtigen Schlüsselqualifikationen zugeschrieben.

Privates Weiterbildungsengagement als bedeutsamer Karrierefaktor

Kontinuierliches Weiterbildungsengagement – unter anderem auch durch Fernkurse und Fernstudiengänge – wird von 69 Prozent der Personalverantwortlichen als wichtige Voraussetzung für Beförderungen und interne Stellenbesetzungen gesehen. Gerade Fachkräfte müssten sich permanent durch Weiterbildung auf dem Laufenden halten.

Demgegenüber geben 84 Prozent der Personalchefs an, dass sich Mitarbeiter dabei nicht nur auf die Angebote des Betriebs verlassen sollten, sondern es auch ihre Aufgabe sei, sich persönlich um ihre Weiterbildung zu kümmern. Vor allem Qualifikationen wie Allgemeinbildung, gutes Deutsch und Fremdsprachen, die von vielen Unternehmen als selbstverständlich vorausgesetzt werden, gehörten eher in den privaten Verantwortungsbereich. Für den Erwerb allgemeinen berufsbezogenen Fachwissens,
Soft Skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie allgemeinen betriebswirtschaftlichen Wissens seien Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen verantwortlich.

Zum Ausgleich wird das private Weiterbildungsengagement der Mitarbeiter allerdings in 66 Prozent der Unternehmen unterstützt, indem zum Beispiel Lehrgangskosten übernommen werden. Auch werden Arbeitsfreistellungen von bis zu 2 Wochen für Weiterbildungsmaßnahmen von 75 Prozent der Arbeitgeber gewährt. Längere Ausfallzeiten sind dagegen oft ein Problem, weswegen sich ein berufsbegleitendes Fernstudium als eine gut geeignete Möglichkeit anbietet, um sich alle Karrierechancen offen zu halten.

Bekanntheit und Akzeptanz des Fernlernens als Methode berufsbegleitender Weiterbildung

Den meisten Personalverantwortlichen ist Fernunterricht als Weiterbildungsmethode ein Begriff: 20 Prozent haben bereits eigene Erfahrungen damit gesammelt, 59 Prozent kennen sich mit der Methode zumindest teilweise bis gut aus.

An Fernkursen bzw. kompletten Fernstudiengängen wird dabei besonders geschätzt,

• dass die flexiblen Einstiegstermine, die weitgehend freie Zeiteinteilung und die reduzierte Anzahl an Seminartagen in begleitenden Präsenzveranstaltungen hilft, Arbeitszeitausfälle zu vermeiden (76 Prozent),
• dass sich Mitarbeiter durch das Nebeneinander von Beruf und Fernunterricht schneller Wissen aneignen und gleich in der Berufspraxis anwenden können (61 Prozent),
• dass die ständige Betreuung durch Tutoren und die regelmäßigen Lernerfolgskontrollen während eines Fernstudiums einen zuverlässigen Nachweis über das erworbene Wissen ihrer Mitarbeiter liefern (55 Prozent),
• und dass ein Fernstudium insgesamt eine ideale Möglichkeit zur Weiterqualifizierung von Fachkräften darstellt (44 Prozent).

Beliebtheit von Fernstudienabsolventen

Speziell Absolventen von Fernstudiengängen scheinen gegenüber Absolventen von Präsenzstudiengängen die Nase vorn zu haben: 37 Prozent der Personalverantwortlichen würden einem Bewerber mit Fernstudienabschluss den Vorrang geben, für 29 Prozent spielt die Art des Studiums keine Rolle, lediglich 28 Prozent würden den Bewerber mit Präsenzstudienabschluss bevorzugen.

Begründen lässt sich dieses Ergebnis unter anderem damit, dass Fernstudierenden von vielen Personalchefs wichtige Schlüsselqualifikationen für die Berufspraxis attestiert werden. Dazu gehören insbesondere eine hohe Eigenmotivation (97 Prozent), Selbständigkeit und Zielstrebigkeit (jeweils 92 Prozent), ein gutes Zeitmanagement bzw. Organisationsfähigkeit (89 Prozent) und Flexibilität (85 Prozent).

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