Wenn alle schlafen, gehen andere zur Arbeit


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Arbeit in der NachtDie meisten Menschen gehen ihrer Arbeit tagsüber nach. Es gibt jedoch auch Tätigkeiten, die nur oder vorwiegend nachts in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr ausgeübt werden können bzw. ausgeübt werden müssen, wenn viele schon schlafen. Dazu zählen beispielsweise folgende (Neben-)Jobs und Berufe mit sehr unterschiedlichen Verdienstmöglichkeiten:

Nachtportiers

In Beherbergungs- oder Hotelbetrieben muss auch nachts in der Zeit von 22 bis 7 Uhr jemand für die Betreuung von Gästen zur Verfügung stehen: zum Beispiel für Empfang und Check-Out, Telefondienst und Entgegennahme von Buchungen, Wecken der Gäste, die Verwaltung der Zimmerschlüssel, die Getränkeausgabe an der Hotelbar oder Sicherheitsrundgänge. Nachtportiers verdienen dabei 7 bis 10 EUR pro Stunde; die tarifliche Grundvergütung für fest angestellte Nachtportiers mit einer Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe beträgt ca. 1.800 bis 1.950 EUR pro Monat.

Nachtwachen in medizinischen Einrichtungen

Ebenso müssen auch Patienten in Krankenhäusern, Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen während der Nacht betreut werden. Zu den Aufgaben von Nachtwachen in medizinischen Einrichtungen gehören beispielsweise Kontrollrundgänge auf der jeweiligen Station, allgemeine notwendige pflegerische Tätigkeiten (z. B. Umbetten, Verbände wechseln, Medikamentenausgabe, Vorbereitung von Operationen), Notfallbereitschaft und Dokumentation der durchgeführten Pflegemaßnahmen. Nachtwachen mit pflegerischer Ausbildung verdienen je nach tariflicher Eingruppierung im Durchschnitt 10 bis 14 EUR pro Stunde bzw. zwischen 2.000 und 2.500 EUR pro Monat; sonstige Nachtwachen (z. B. Medizinstudenten) werden dagegen häufig auf 400-Euro-Basis angestellt.

Wächter/innen und Aufseher/innen

Wachleute sind unter anderem auch für die nächtliche Bewachung von Gebäuden und Geländen zuständig (z. B. Parkhäuser, Museen, Messe- und Betriebsgelände, Spielhallen). Dabei kontrollieren sie beispielsweise Ein- und Ausgänge, um den unbefugten Eintritt von Personen zu verhindern, und kümmern sich darum, dass Alarm- und Schließanlagen oder Videoüberwachungsgeräte funktionieren. Der Verdienst von Wächter/innen und Aufseher/innen liegt bei 4 bis 10 EUR pro Stunde. Vollzeitangestellte mit einer Ausbildung zum/zur Wach- und Sicherheitsfachmann/-frau können nach Tarif ab 2.300 EUR pro Monat verdienen.

Barkeeper und Kellner/innen

Barkeeper und Kellner/innen in Kneipen, Clubs und Discos sind meist zwischen ca. 18 und 6 Uhr tätig. Zu ihren Haupttätigkeiten gehört es, Drinks zu mixen, Getränke auszuschenken und/oder die Gäste zu bedienen, wobei sie oft auch Ansprechpartner sind oder bei Konflikten beruhigend auf ihre Gäste einwirken müssen. Daneben sind sie die Verwaltung der Bar zuständig (z. B. Nachbestellung von Getränken). Die Bezahlung von Barkeepern und Kellner/innen ist je nach Größe, Lage und Beliebtheit der Lokalität sehr unterschiedlich und liegt zwischen 8 und 15 EUR pro Stunde; hinzu kommt das Trinkgeld, das bei spendierfreudigen Gästen und zu bestimmten Anlässen schon einmal höher ausfallen kann. Im Hotel- und Gaststättengewerbe tätige Barkeeper und Kellner/innen mit einer Ausbildung zum/zur Restaurantfachmann/-frau und Berufserfahrung verdienen je nach tariflicher Eingruppierung ab ca. 1.700 EUR pro Monat.

Bäcker/innen und Konditor/innen

Bei Bäcker/innen und Konditor/innen ist es ebenfalls beruflich erforderlich, dass sie zumindest teilweise nachts arbeiten, damit die Kunden bereits am Morgen mit frischen Waren versorgt werden können. Ihre Arbeit beginnt meist zwischen 2 und 4 Uhr und endet mittags. Ihre Hauptaufgabe dabei ist es, verschiedene Back- oder Süßwaren (z. B. Brot, Kuchen und Gebäck, Torten) oder auch kleine Snacks und Gerichte (z. B. Wurst- und Käsesemmeln, verschiedene Desserts) herzustellen. Das durchschnittliche Monatseinkommen von ausgebildeten Bäcker/innen und Konditor/innen beträgt nach Tarif ab ca. 2.000 EUR, was in etwa einem Stundenlohn von 11 bis 12 EUR entspricht.

Zeitungszusteller/innen

Zeitungszusteller/innen sorgen bis in den frühen Morgenstunden dafür, dass Abonnenten pünktlich zum Frühstück ihre frisch gedruckte Tageszeitung lesen können. Dazu holen sie Zeitungen (und Werbebeilagen) bei den Verlagen ab und fahren diese entweder mit dem eigenen oder dem Firmentransporter bei jedem Wind und Wetter direkt zu den Kunden in ihrem Einsatzgebiet aus. Die Bezahlung von Zeitungszusteller/innen ist sehr unterschiedlich: Viele Verlage beschäftigen Zeitungszusteller/innen nur als Minijobber auf 400-Euro-Basis; die tarifliche Grundvergütung für fest angestellte Zeitungszusteller in Vollzeit beträgt dagegen ca. 1.700 EUR pro Monat.

Regalauffüller/innen

Regalauffüller/innen sind häufig nach Ladenschluss bis spät in die Nacht bzw. vor Ladenöffnung bis in die frühen Morgenstunden tätig, um im Einzel- und Großhandel (z. B. Supermärkten, Kaufhäusern oder Baumärkten) bei der Anlieferung neuer Ware beim Entladen und Auspacken zu helfen und die Waren anschließend in die Ladenregale einzuräumen. Regalauffüller/innen sind ebenfalls häufig auf Minijob-Basis beschäftigt und verdienen im Durchschnitt 5 bis 10 EUR pro Stunde.

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Ein Kommentar

  1. Hans-Dieter 22. April 2009 at 20:18 - Reply

    Habe 2 Jahre in einer Fleischerei Spät- und Nachtschichten geschoben und konnte mich nicht daran gewöhnen. Nachschlaf ist eben doch was anderes. Aber wer damit zurecht kommt, ok.

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