Winzer – Winzerin
Der Beruf Winzer
In diesem Beruf sollten sie viel Ausdauer, Wissen und vorallem Interesse für alles was diese Berufsrichtung mit sich bringt, besitzen. Denn als Winzer verbringen sie das ganze Jahr über, viel Zeit mit dem Anbau und der Pflege von Rebstöcken. Zur Erntezeit, werden sie sich dann mit der Weinherstellung sowie dem Abfüllen der fertigen Weine in Flaschen beschäftigt sein. Wer gern in der Natur arbeitet und kräftig zupacken kann, für den ist dieser Beruf genau das richtige.
Welche Voraussetzungen sollten sie in diesem Beruf mitbringen?
Wie in vielen Berufen, sollten sie auch hier einen abgeschlossenen Volksschulabschluss nachweisen können. Wenn sie sich für diesen Beruf interessieren, sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Naturliebhaber und vollbringen ihre Arbeiten gern im Freien. Dies sollte auch von vorn herein klar sein. Wichtige Eigenschaften, die sie besitzen sollten, sind u.a. das Beobachten und Auffassen von Veränderungen. Denn sie müssen ganz genau einschätzen können, ob der Wein sich gut entwickelt, ob eventuell mit einer schlechten Ernte zu rechnen ist oder auch mit einer guten. Sind vielleicht Schädlinge Schuld an der schlechten Entwicklung der Reben und um welche Art von Schädling handelt es sich, etc. Sehr wichtig ist auch ihre Gesundheit, denn es ist wichtig das sie körperlich Fit sind und vorallem kräftig zupacken können. Denn wie gesagt, verbringen sie ihre Arbeit das ganze Jahr über im Freien. Da sie für die Ernte und Weinabfüllung zuständig sein werden, arbeiten sie auch mit Maschinen, daher ist es von Vorteil, wenn ihr Interesse auch den technischen Dingen im Leben gilt. Natürlich wollen sie nicht irgendeinen Wein produzieren, er soll schmecken, das ist klar. Daher sollte ihr Geschmackssinn sehr ausgeprägt sein. Es ist gut wenn sie Verantwortungsbewusst sind und auch im Team gut arbeiten können.
Was gehört zu einer kompletten Ausbildung zum Winzer?
Zum Ausbildungsumfang gehört zu aller erst, eine Grundbildung mit Fähigkeitszeugnis. Grundlage hierfür ist das Ausbildungsreglement vom 1.08.1995. Näheres hierzu erfahren sie auch in ihrer zuständigen Berufsberatungsstelle. Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre. Die Ausbildungsdauer kann auch verkürzt werden, dazu müsste ein erfolgreicher Abschluss der Mittelschule oder eine abgeschlossene Beruflehre vorhanden sein. Wie in jedem Beruf, besteht die Ausbildung aus einem theoretischem und einem praktischem Teil. Für den Theorieteil stehen nur wenige Berufsschulzentren zur Verfügung. Informieren sie sich vor Beginn der Ausbildung darüber, wo sich Berusschulen mit der Fachrichtung “Winzer” befinden. Als Ausbildungsstätte für den praktischen Teil der Ausbildung, sollten sie sich in einem Rehbau- und Keltungsbetrieb mit der Typklasse B bewerben. In Ausbildungsbetrieben mit dem Typ A, das heisst, es handelt sich um einen reinen Rehbaubetrieb, wird nur das erste Lehrjahr anerkannt. Holen sie sich auch hierfür, vor Beginn ihrer Ausbildung umfassende Informationen ein. In der Theorie gehören zu den Berufbezogenen Fächern u.a. Ökologie, Bodenkunde, Pflanzenschutz, Maschinenlehre, Botanik und Chemie sowie Weinanbau und Weinbereitung. Sollten sie während ihrer Ausbildung zum Winzer sehr gute schulische Leistungen nachweisen können, haben sie die Möglichkeit, die Berufsmittelschule zu besuchen. Nun geht es auch schon dem Ende der Ausbildung zu und sie besitzen nun, natürlich nur, nach erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung, das Fähigkeitszeugnis zum gelernten Winzer oder zur gelernten Winzerin.
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