Die Veränderungen, welche die Digitalisierung derzeit in die Arbeitswelt bringt, sind unübersehbar. Vor allem die Büroarbeit befindet sich in einem echten Umschwung. Haben Sie sich vielleicht auch schon einmal gefragt, wie Ihr Arbeitsplatz im Jahr 2025 wohl aussehen wird?

So sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus
Arbeiten im Homeoffice wird immer beliebter

Inhalt
1. Der Trend scheint eindeutig: Im Jahr 2025 arbeiten wir „Out-of-Office“
2. Homeoffice: Günstige Alternative für die Unternehmen
3. Attraktive Vorzüge des Homeoffice für Arbeitnehmer
4. Das Büro im Jahr 2025: Nicht ausgestorben, aber rundumerneuert
5. Jede Medaille hat zwei Seiten

Der Trend scheint eindeutig: Im Jahr 2025 arbeiten wir „Out-of-Office“

Dass es Ihren Schreibtisch im Jahr 2025 vielleicht nicht mehr geben wird, bedeutet natürlich nicht, dass Sie dann auch Ihren Job los sind. Wir sprechen schlichtweg von dem neuen Modell der Arbeit „Out-of-Office“. Den Laptop auf dem heimischen Schreibtisch, telefonieren auf dem gemütlichen Sofa und arbeiten, während die Kinder im Nebenzimmer spielen? Schon bald könnte das auch für Sie Realität werden. Die Telearbeit verzeichnet derzeit nämlich einen echten Aufschwung und Experten vermuten, dass sich dieser bis zum Jahr 2025 noch deutlich verstärken wird. Wieso? Weil das Homeoffice gegenüber dem Büroarbeitsplatz zahlreiche Vorteile mit sich bringt, sowohl für das Unternehmen als auch für die Arbeitnehmer.

Homeoffice: Günstige Alternative für die Unternehmen

Für die Arbeitgeber bedeutet die flächendeckende Einführung der Telearbeit vor allem eine Kostenersparnis. Viele Firmen lehnen das Modell aufgrund der angeblich „fehlenden Kontrollmechanismen“ zwar noch ab, das ist aber ein großer Fehler, denn die Ansprüche der neuen Generation und damit der verzweifelt gesuchten Fachkräfte an ihren Arbeitgeber steigen. So wird die Telearbeit immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil des Employer Brandings. Zudem ist die Angst völlig unbegründet: Moderne Technologien erlauben durchaus die Kontrolle der im Homeoffice getätigten Arbeit. Und da hier die Ablenkung durch den neuesten Klatsch und Tratsch mit den Kollegen fehlt, arbeiten viele Angestellte im Homeoffice sogar deutlich produktiver als im Büro.

Klar, ganz abschaffen können die Unternehmen die Büros so bald wohl nicht. Im Jahr 2025 wird das Homeoffice das Büro nämlich erst einmal nur ergänzen und noch nicht vollständig ablösen. Dennoch bedeutet dies, dass nicht jeden Tag alle Mitarbeiter in der Firma sind. So können Schreibtische geteilt und Büroflächen eingespart werden. Rund 7.500 Euro soll ein Unternehmen demnach an monatlichen Kosten sparen, wenn nur 25 Mitarbeiter von der Präsenz- auf die Telearbeit umstellen. Auch die Arbeitnehmer finden diese Kombination als neues Arbeitsplatzkonzept sehr attraktiv. In einer aktuellen Umfrage gaben 37 Prozent der Befragten an, dass sie gerne einige Tage pro Woche von Zuhause aus und die anderen Tage wie gewohnt im Büro arbeiten würden.

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Attraktive Vorzüge des Homeoffice für Arbeitnehmer

Der Wunsch danach, zumindest zum Teil im Homeoffice zu arbeiten, scheint bei den Arbeitnehmern also groß zu sein. Tendenz steigend. Wieso? Weil die Telearbeit natürlich tolle Vorzüge mit sich bringt:

  • Wegfall von Pendlerzeiten
  • Kein Stau im Feierabendverkehr mehr
  • Gemütliche Kleidung
  • Familienfreundlichkeit
  • Zeitliche Flexibilität
  • Ungestörte Konzentration
  • Erhöhte Mobilität
  • Selbstständigeres Arbeiten
  • Bessere Work-Life-Balance

Im aktuellen demografischen Wandel sowie dem zunehmenden Mangel an Fachkräften verändern sich auch die Ansprüche der jungen Generationen an ihren Arbeitsplatz der Zukunft. Sie achten nicht mehr nur auf die Bezahlung oder Aufstiegschancen einer Arbeitsstelle. Für die Wahl ihres Arbeitgebers spielen noch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Unter anderem eben die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitszeiten, selbstständiges Arbeiten sowie eine ausgewogene Work-Life-Balance. Die Telearbeit ist hierbei ein wichtiger, wenn auch nicht der einzige Faktor. Auch Modelle wie Job-Sharing oder Vertrauensarbeitszeit sind immer mehr im Kommen. Sicher ist: Festarbeitszeitverträge sind ein Auslaufmodell.

Das Büro im Jahr 2025: Nicht ausgestorben, aber rundumerneuert

Ob das klassische Büro irgendwann einmal komplett aussterben wird, ist derzeit schwer zu sagen. Bis zum Jahr 2025 aber gewiss nicht. Also alles beim Alten? Von wegen! Das Büro wird sich ebenfalls an die neuen Entwicklungen der Arbeitswelt anpassen. Es ist schließlich nachgewiesen: Wer sich wohler fühlt, arbeitet produktiver. Daher sollen sich die Arbeitnehmer in Zukunft auch im Büro beinahe fühlen wie Zuhause – wenn sie nicht bereits von der moderneren Telearbeit Gebrauch machen. Das bedeutet: Im Büro der Zukunft können Sie frei entscheiden, welche Ihre derzeitigen Bedürfnisse sind, und finden dann einen entsprechenden Arbeitsplatz. Wie so ein modernes Büro aussehen könnte? Hier ein Beispiel:

  • In einem hellen und offen gestalteten Raum befinden sich Schreibtische mit modernster Technik und einer ergonomischen Ausstattung.
  • Auf dem Schreibtisch liegen Laptops und mobile Endgeräte, entweder vom Arbeitgeber gestellt oder als BYOD-Variante (Bring Your Own Device).
  • Nebenan ist ein akustisch abgeschotteter Raum mit einem ebenso modernen Arbeitsplatz, an welchem Sie ungestört vertrauliche Telefonate führen können.
  • Auch Meetingräume dürfen im Büro der Zukunft natürlich nicht fehlen. Doch Präsentationen werden jetzt nicht mehr nur an die Leinwand projiziert, sondern gestalten das Meeting durch interaktive Elemente spannender sowie produktiver.

Zuletzt gibt es natürlich auch noch einen Rückzugsort für all diejenigen, die entweder in der Pause auf dem Sofa Entspannung wünschen oder welche ungestört in einem komfortablen Umfeld nach besonders hoher Konzentration, Kreativität und Ruhe suchen.

Das Büro im Jahr 2025 bietet also viel mehr als nur Schreibtische und Meetingräume mit Leinwänden: Es ist ein Büro der freien Wahl aus Kommunikations-, Konzentrations-, Kooperations- und Rückzugsmöglichkeiten.

Jede Medaille hat zwei Seiten

Doch natürlich – oder leider – wird auch in der Zukunft nicht alles perfekt sein. Die Entwicklungen bringen nämlich nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich. Viele Menschen wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Arbeit. Das bedeutet aber auch, dass deren Grenzen immer mehr zerfließen. Der technologische Fortschritt ermöglicht die ständige Erreichbarkeit von Arbeitskräften und die Telearbeit fördert diesen Trend noch einmal zusätzlich. So hält die Arbeit vermehrt auch im Privatleben Einzug, an den Wochenenden oder sogar in den Urlaub. Das macht deutlich, dass mit dem völlig neu gestalteten Arbeitsplatz der Zukunft auch neue Arbeitsstrukturen einhergehen müssen. Es gilt, Hierarchien umzustrukturieren, Gewohnheiten zu ändern und neue gesetzliche Grenzen im Sinne des Arbeitnehmerschutzes zu schaffen. Vor uns liegt eine echte Herausforderung!

Sind auch Sie schon von diesem Wandel betroffen? Arbeiten Sie im Homeoffice oder wünschen Sie sich einen Telearbeitsvertrag? Und wieso (nicht)?

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