Arbeiten am PC ist in fast allen Branchen Tagesgeschäft. Wer jedoch einen Job hat, der stundenlanges Sitzen am Computer erfordert, merkt das bald an seinen Augen. Nachfolgend einige Ratschläge, wie Arbeitnehmer augenschonend arbeiten können.

Angeblich klagen 50-70% aller Beschäftigten an einem Bildschirmarbeitsplatz über Beschwerden mit den Augen. Auch wenn anfangs noch keine akute Veränderung der Sehschärfe bemerkt wird, gibt es andere Anzeichen dafür, dass die Augen überanstrengt sind: Sie brennen, und die Lider flattern. Weitere Indizien für eine Überbeanspruchung sind Kopfschmerzen und eine verspannte Nackenpartie.

Unsere Sehwerkzeuge sind sensible Organe. Deshalb ist es ratsam, folgende 5 Tipps zu beherzigen:

  1. Pausen einlegen: Den Augen von Zeit zu Zeit eine kleine Pause zu gönnen, bewahrt sie vor Schädigungen – vor allem wenn die Arbeit am PC hohe Konzentration erfordert. Auch kann es sinnvoll sein, ab und zu die Lider zu schließen, weil sich dadurch der gesamte Körper entspannt. Besonders in Arbeitsphasen, in denen der Eindruck entsteht, nicht weiterzukommen, lässt sich auf diese Weise neue Energie schöpfen.
  2. Mit der Anpassungsfähigkeit der Augen spielen: Diese Fähigkeit unserer Sehorgane nennt sich medizinisch Akkomodation und bezieht sich darauf, dass sich die Augen auf verschiedene Abstände einstellen können. Statt ständig aus der gleichen Entfernung auf den Bildschirm zu starren, ist es besser, zwischendurch aus dem Fenster zu schauen oder einzelne Gegenstände im Büroraum ins Visier zu nehmen.
  3. Augen befeuchten durch Blinzeln: Damit sorgen wir dafür, dass unsere Augen stets von einem Tränenschutzfilm überzogen sind. Je häufiger wir blinzeln, desto stärker regen wir die Tränenproduktion an und schützen die Horn- und Bindehaut vorm Austrocknen. Starren wir auf den Monitor, verringern sich unsere Lidschläge von 22 auf sieben, sodass die Augen ermüden. Trocknet der Schutzfilm, beginnen sie sich zu röten, oder sie brennen und jucken. Ein weiteres Hilfsmittel ist bewusstes Gähnen, wodurch sich die Gesichtsmuskulatur entspannt und die Tränendrüsen angeregt werden.
  4. Training der Augenmuskeln: Einfache Übungen in den Pausen wirken sich als Erleichterung auf die Gesichts- und Augenmuskulatur aus: Für eine Augenmassage mit den Fingerkuppen des Zeige- und Mittelfingers auf den geschlossenen Lidern in kreisenden Bewegungen auf den Augäpfeln ausführen. Danach die Augen nicht öffnen und mit den Fingerspitzen ausgehend von der Nasenwurzel über die Augenbrauen bis an die Schläfen streichen. Abschließend zusätzlich die Daumen zur Hilfe nehmen und leicht auf die Haut der Augenpartie trommeln. Diese Übung belebt ungemein und fördert die Konzentration.
  5. Augentest nicht vernachlässigen: Wer jahrelang an einem Bildschirmarbeitsplatz beschäftigt ist, wird feststellen, dass seine Sehkraft schwächer wird. Auch leichte, nicht festgestellte Sehfehler belasten die Augen stark. Deshalb sind regelmäßige Sehtests beim Optiker oder beim Augenarzt so wichtig.

Zusatzinfos: Kontaktlinsen gelten für einen Arbeitnehmer, der überwiegend am Bildschirm tätig ist, nicht als augenschonend, weil die Augen am Computer schnell trocken werden. Experten warnen ebenfalls vor der Benutzung einer normalen Lese- oder Gleitsichtbrille, die meist nicht optimal auf die Arbeit am PC abgestimmt ist. Der Grund: Während der Bildschirm meist ungefähr eine Armlänge vom Gesicht entfernt ist, sind die genannten optischen Hilfsmittel für einen Leseabstand von höchstens 30 bis 40 Zentimetern entworfen.

Sinnvoll ist hingegen eine Brille mit speziellen Gleitsichtgläsern für einen Fernbereich von lediglich einigen Metern, wobei der mittlere Bereich bis zum Bildschirm und der untere bis zum Keyboard reicht. Solche Sehhilfen sind nicht so kostspielig in der Anschaffung, wie es klingen mag. Fakt ist, dass extra Computerbrillen meistens preiswerter sind als Standardbrillen und dass manchmal auch ein Zuschuss gezahlt wird. Wer sich also sehr stark durch Probleme wie trockene Augen, Kopfweh oder Muskelverspannungen bei seiner Bildschirmarbeit beeinträchtigt fühlt, sollte sich beraten lassen, ob eine Spezialbrille die Beschwerden beseitigen kann.

Wichtig für die augenschonende PC-Arbeit sind ferner die Monitoreinstellung, dessen Helligkeit sowie die Schriftgröße, mit denen überwiegend gearbeitet wird. TFT-Bildschirme besitzen eine augenfreundliche native Auflösung, die zu bevorzugen ist. Die Schriftgröße muss nicht direkt am Bildschirm korrigiert werden – viele Programme weisen eigene Änderungen der Schriftgröße auf. Die Monitorhelligkeit sollte der Helligkeit der Umgebung angepasst werden, gerade bei frühmorgens und abends anfallender Arbeit am PC während der dunklen Jahreszeit. Sonst müssen sich die Augen ständig auf eine hellere oder dunklere Umgebung einstellen, sobald der Blick nicht mehr auf den Bildschirm fällt.

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