Das Ausbildungsgehalt reicht oft nicht aus, um ein Leben außerhalb des Elternhauses zu finanzieren. Aus diesem Grund gibt es mehrere Möglichkeiten für Auszubildende staatliche Zuschüsse zu beantragen.

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Bundesausbildungsbeihilfe (BAB)

Zum einen gibt es das Bundesausbildungsbeihilfe (BAB). Die Bundesausbildungsbeihilfe bekommen Auszubildende, die nicht mehr zu Hause wohnen. Den Antrag hier für stellt man bei der Bundesagentur für Arbeit. Es wird jedoch nur die erste Ausbildung gefördert und nur dann, wenn es sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung handelt. Bei der Berechnung der Bundesausbildungshilfe wird das Einkommen des Auszubildenden und das der Eltern berücksichtigt. Man benötigt bei Antragstellung also die diversen Einkommensnachweise. Das Geld wird erst ab dem Monat der Antragsstellung ausbezahlt, daher sollte der Antrag so früh wie möglich ausgefüllt und abgegeben werden. Fehlende Nachweise und Unterlagen können dann noch nachgereicht werden.

Mietbeihilfe oder Wohngeldzuschuss in der Ausbildung?

Sollte die im Zuschuss enthaltene Pauschale für Miete nicht ausreichen, um die anfallenden Mietkosten zu decken, kann zusätzlich Mietbeihilfe oder Wohngeldzuschuss beantragt werden. Wohngeld wird in der Ausbildung aber nur gewährt, wenn auch die Bundesausbildungsbeihilfe gewährt wird.

Finanzielle Unterstützung durch die Eltern

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Finanzielle Hilfe müssen auch die Eltern leisten, wenn die Ausbildungsvergütung zu gering ist, um davon leben zu können. Wenn die Bundesausbildungsbeihilfe abgelehnt wird, weil die Eltern zu viel verdienen, kann der zustehende Unterhalt notfalls auch gerichtlich eingeklagt werden.

Kindergeld während der Ausbildung

Auch das Kindergeld steht dem Auszubildenden zu, wenn er nicht mehr bei den Eltern lebt. Entweder zahlen einem die Eltern das erhaltene Kindergeld aus oder, wenn sie sich dagegen wehren, stellt man einen Abzweigungs-Antrag bei der Familienkasse. Die Familienkasse ist bei der Bundesagentur für Arbeit angesiedelt. Wird diesem Antrag entsprochen, wird das Geld direkt auf das Konto des Auszubildenden bezahlt. Einen Anspruch auf Kindergeld hat man bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und nur dann, wenn man ein bestimmtes Einkommen nicht übersteigt.

Fahrtkosten

Fahrtkosten von zu Hause zum Ausbildungsbetrieb müssen in der Regel selber übernommen werden. Es sei denn, der Auszubildende wird an einer anderen Arbeitsstätte als im Vertrag vorgesehen und vereinbart eingesetzt. In diesem Fall muss der Ausbildungsbetrieb die Mehrkosten übernehmen. Aber auch wenn es nicht vertraglich oder tariflich geregelt ist, kann man ein Gespräch mit dem Ausbildungsbetrieb führen, wegen Zuschuss zu den Fahrkosten. In manchen Bundesländern übernimmt der Staat die Fahrtkosten. Dies kann man im Sekretariat der Berufsschule erfragen.